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Fieberkrämpfe

Man unterscheidet einfache Fieberkrämpfe und komplizierte Fieberkrämpfe. Komplizierte Fieberkrämpfe gehen häufiger in eine Epilepsie über als unkomplizierte Fieberkrämpfe.

Fieberkrämpfe treten nicht unbedingt bei hohem Fieber auf, sondern eher bei einem schnellen Anstieg des Fiebers.

Risikofaktoren:

• familiäre Belastung mit Epilepsie

• Zeichen einer zerebralen Vorschädigung

• Auftreten des ersten Fieberkrampfes vor dem 6. Lebensmonat oder nach dem 4. Geburtstag

• Herdsymptome im Anfall oder nach dem Anfall und/oder Herdveränderungen im EEG

• mehrmalige Wiederholung von Krampfanfällen während eines Infektes

• Dauer länger als 15 Minuten

• mehr als 3 Fieberkrämpfe

• bleibende EEG-Veränderungen in den ersten Wochen nach dem Anfall

Treten in einer Familie Fieberkrämpfe auf, haben die nachfolgenden Kinder ein etwas höheres Risiko, auch Fieberkrämpfe zu entwickeln. Das Risiko einer Epilepsie bleibt davon aber unberührt.

Fiebertherapie

Die Fiebertherapie ist schon sehr alt und macht sich die eigenen Selbstheilungskräfte des Körpers zu Nutze. Durch das Fieber wird einerseits der Stoffwechsel gesteigert und die Temperatur im Körper erhöht , andererseits kommt es zu einer immunologischen Umstimmungsreaktion.

Als fiebererzeugende Mittel werden meist Bakterienbestandteile oder bestimmte Pflanzenextrakte(z.B. aus Mistel oder Sonnenhut) verwendet.

Die Fiebererzeugung kann jedoch auch von aussen geschehen durch bestimmte Wärmequellen. Heute meist Infrarot-Strahlen, früher Überhitzungsbäder, Sauna, Packungen Wickel etc.

Die Fiebertherapie wird vor allem in der Krebstherapie mit grossem Erfolg eingesetzt. Durch das Fieber werden Tumorzellen sehr empfindlich und können durch das eigene Abwehrsystem schneller zerstört werden.
Aber auch chronische Infektionskrankheiten, Allergien, chronische Bronchitis oder verschiedene Darmentzündungen sprechen sehr gut auf die Hyperthermie an.

Die Hyperthermie sollte nicht bei akuten Infektionen angewandt werden. Hier befindet sich der Köper bereits in einer Abwehrreaktion und man würde ihn dadurch nur zu stark schwächen.

Fischhaut (Ichtyosis vulgaris)

Es handelt sich um eine angeborene Krankheit, bei der es zu einer Verhornungsstörung der haut kommt. Diese erzeugt auf dem Körper Schuppen, die vorwiegend an den Extremitätenstreckseiten auftreten. Die Schuppenbildung kann aber auch am ganzen Körper auftreten. Frei bleiben meist Handteller und Fusssohlen als auch das Gesicht und die Beugeseiten der Gelenke.
Die Grösse der Schuppen kann variieren. Neben kleieartiger Schuppung kann es auch zu grossen plattenartigen Schuppen kommen.

Fruchtwasser

Fruchtwasser dient dem Schutz und der Ernährung des Feten. Die Bildung erfolgt in der Frühschwangerschaft hauptsächlich durch Durchtritt mütterlicher Plasmaanteile und Sekretion der Amnionzellen. Später ist auch der Fetus an seiner Bildung beteiligt.
Der pH-Wert liegt bei 7,0, das spezifische Gewicht beträgt 1,007. Im Fruchtwasser findet man Eiweiß, Glucose, Harnstoff, Bilirubin, Steroidhormone und Phospholipide.
Die Fruchtwassermenge steigt bis zur 36. Woche kontinuierlich an und beträgt dann 1000 - 1500 ml. Es unterliegt einem permanenten Flüssigkeitsaustausch. In den letzten Wochen der Schwangerschaft werden bis zu 50% des Fruchtwassers in einer Stunde erneuert. Ein kompletter Flüssigkeitsaustauch dauert also nur wenige Stunden.
Die fetale Lunge ist durch Bildung von Phospholipiden an der Fruchtwasserproduktion beteiligt. Dies macht man sich bei der Bestimmung der Lungenreife mittels Lecithin/ Sphingomyelin-Quotient zunutze.

Fructoseintoleranz

Bei der angeborenen (autosomal rezessiv) Form der Fructoseintoleranz kommt es zu einer Erniedrigung der Aktivität zweier Enzyme ( Fructose-1-Phosphat-Aldolase und Fructose-1,6-Diphosphat-Aldolase). Man schätzt die Häufigkeit der Fructoseintoleranz auf  1:20.000 bis 1:50.000.

Symptome:Erbrechen, Hepatopathie und Hypoglykämie beim Verzehr fructosehaltiger Nahrung
Neben Fructose ist auch Sorbit, ein sechswertiger Alkohol und Saccharose (Rohrzucker), ein Disaccharid aus Glucose und Fructose problematisch, da diese in der Leber zu Fructose umgewandelt werden.


Diagnose:Nachweis des Enzymdefektes in der Leber oder der Dünndarmmukosa


Therapie: lebenslange fructosefreie Diät. Leider gibt es keine fructosefreien Gemüsesorten, weshalb man hier versucht, fructosearme Sorten mit einem Gehalt von weniger als 1g Saccharose oder Fructose per eßbaren Anteil zu verwenden. Außer Zitronen sind alle Früchte verboten.

Komplikationen: Steatose der Leber unklarer Genese
FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)

Neben der Borreliose übertragen Zecken auch die FSME. Die Häufigkeit Erreger befallener Zecken beträgt jedoch nur 0.2-0.5 % in Zeckengebieten (sogenannten Endemiegebieten). Ein Biss einer infizierten Zecke führt ferner nicht zwangsläufig zu einer FSME. Eine schnelle Entfernung der Zecke ist immer oberstes Gebot.

Symptome:

Die meisten Erkrankungsfälle verlaufen asymptotisch(70-90%)!
Bei symptomatischen Verlauf(10-30%) kommt es zu grippeähnlichen Erscheinungen. Nur bei 10% dieser Personen kommt es nach einem fieberfreien Intervall von ca. 1 Woche zu
einem erneuten Fieberanstieg mit Entzündung der Gehirnhäute (Meningitis) und des Gehirns (Meningoenzephalitis), Myelitis oder Radikulitis.

Die Letalität (Sterblichkeit) der Meningoenzephalitis liegt bei ca. 1%. Wenn man bedenkt, dass nur 0.5% der Zecken befallen sind und 10 % der Erkrankten eine Meningitis ausbilden, ist die Gefahr, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken, sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 1: 50000! Die Gefahr daran zu sterben liegt bei 1: 5000000! Also sehr unwahrscheinlich.

Die oft proklamierten, in ihrem Nutzen jedoch sehr fraglichen Impfungen hingegen haben starke Nebenwirkungen und viele Impfstoffe wurden mittlerweile wieder zurückgezogen, da enorme Impfkomplikationen auftraten.

Gallensteine

Etwa 10 -15% der Bevölkerung  hat Gallensteine. Bei den meisten sind diese jedoch völlig symptomlos.

Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten:
- Cholesterinsteine und gemischte Steine (enthalten mehr als 70% Cholesterin) ca. 80 % der Bevölkerung
- Bilirubinsteine

Risikofaktoren, die eine Gallensteinbildung begünstigen:
- genetische Faktoren
- Alter
- Geschlecht(3 x so viel Frauen wie Männer)
- cholesterinreiche, ballaststoffarme Ernährung
- Übergewicht
- Diabetes

Im Medizinstudium gibt es folgende Merkregel: Die 5 "F's": female, fair(hellhäutig), fat, forty, fecund(fruchtbar)

Wie kommt es aber zur Gallensteinbildung? Normalerweise besteht die Gale zu 80% aus Wasser, der Rest ist Cholesterin(wasserunlöslich), welches durch Gallensäuren und Phospholipide in Lösung (in Form von Mizellen) gehalten wird. Zu Gallensteinen kommt es, wenn die Gallensäuren vermindert sind und sich das Cholesterin erhöht.

Symptome:

  • in 80 % der Fälle ohne Symptome
  • unspezifische Beschwerden, wie Druckgefühl, Meteorismus, Unverträglichkeit von Fett, Fleisch, Kaffee(diese Beschwerden finden sich aber bei einer Vielzahl von Erkrankungen im Magen-Darmbereich)
  • Gallenkolik(hervorgerufen durch Steinpassage des Gallenblasen- oder Gallengang) mit krampfartigen Schmerzen, oft in Rücken und rechte Schulter ausstrahlend, manchmal begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen
  • Murphy Zeichen: Es kommt zu einem plötzlichen Stopp wegen Schmerzen beim Einatmen, nachdem der Untersucher beim Ausatmen die Hand in die Gallenblasenregion gedrückt hat.

Durch den Steinabgang kann es zu Mikroverletzungen kommen, die bakterielle Infektionen der Galleblase oder der Gallenwege nach sich ziehen können. Erreger sind z.B. Klebsiellen, Streptococcus faecalis oder E.coli. bei einer Gallenblasenentzündung kommt es zu Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch und Ikterus.
Durch wiederkehrende Entzündungen kann sich eine sog. Porzellangallenblase entwickeln.
Es besteht ferner die Gefahr einer Steinperforation. Der Stein kann entweder in den Darm oder in die Bauchhöhle perforieren. bei Perforation in den Darm besteht die Gefahr einer Obstruktion mit Verlegung des Darmes(Ileus). Perforiert der Stein in die Bauchhöhle kommt es zu einer Peritonitis (Entzündung des Bauchfelles)

Differentialdiagnose: Gallensteine können oft mit anderen Krankheiten verwechselt werden, wie z.B.:
- Pankreatitis
- Appendizitis
- Nephrolithiasis(Nierensteine)
- Herzhinterwandinfarkt
- Primäre biliäre Zirrhoe

Therapie: Während einer Gallenkolik wird meist symptomatisch behandelt. bei rezidivierenden Beschwerden werden die Steine meist chirugisch entfert oder aufgelöst. Nebenwirkungen sind zu beachten.
Um Rezidive zu vermindern, sollte man eine homöopathische Behandlung beginnen.

Gastrinom

Es handelt sich um eine das Hormon Gastrin produzierenden Tumor, der meist in der Bauchspeicheldrüse vorkommt. Gastrin wird normalerweise vom Magen produziert und fördert die Freisetzung von Salzsäure. Durch die übermässige Produktion des gastrins wird ständig Salzsäure produziert und führt zu folgenden Symptomen:

  • Magengeschwüre im Magen und Dünndarm
  • Durchfälle
  • Steatorrhoen(Fettstühle), da die Salzsäue die fettspaltenden Enzyme(Lipasen) inaktiviert.

Therapie: meist wird eine Operation durchgeführt, auch Säureblocker kommen zur Anwendung. Eine homöopathische Behandlung  ist anzuraten.

 

Gastritis
Akute Gastritis

Bei der akuten Gastritis handelt es sich um eine akute Entzündung der Magenschleimhaut. Verursacht wird sie durch:

  • Stress. Hier ist auch körperlicher Stress gemeint, wie Trauma, Verbrennungen, Schockzustände, nach Operationen
  • Infektionen der Magenschleimhaut durch Helicobacter pylori
  • Exogene Gifte: Alkohol, Azethylsalizylsäure, Nicht-steroidale Antirheumatica, Cortison, Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen, Staphylokokken

Symptome der akuten Gastritis:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Druckgefühl im Bereich des Magens und Schmerz beim Druck auf den Magen
  • Aufstossen

Werden die auslösenden Ursachen vermieden, lässt die Gastritis nach einiger Zeit von alleine nach. Eine homöopathische Behandlung beschleunigt den Heilungsverlauf.

Chronische Gastritis 

Bei 85% aller Patienten mit chronischer Gastritis findet man im Magen das Bakterium Helicobakter pylori. Je älter die Person, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dieses Bakterium zu finden.

Durch die Besiedelung des Magens, nimmt die Zahl der Belegzellen ab, und es wird weniger Salzsäure produziert. Dadurch entwickelt sich eine Achlorhydrie.

Manche chronische Gastritiden sind durch Auto-Antikörper gegen Belegzellen des Magen bedingt. Dabei ist auch der Intrinsic Faktor betroffen, der wichtig für die Aufnahme des Vitamin B12 ist.

Die Symptome der chronischen Gastritis sind in den meisten Fällen recht uncharakteristisch. Bei der Helicobakter-Gastritis kann es zu Völlegefühl nach dem Essen, Schmerzen, Blähungen kommen.

Zur Diagnostik einer HP-Gastritis muss eine Endoskopie gemacht werden.
 

Geburtslage

Die optimale Geburtslage ist die vordere Hinterhauptslage (94 % aller Geburten). Der Kopf ist hierbei flektiert, die kleine Fontanelle dient als Leitstelle und der Rücken des Kindes ist nach vorn (bezogen auf die Mutter) gerichtet. Man spricht auch von der regelrechten Geburtslage. Weitere mögliche Kopflagen sind die hintere Hinterhauptslage (1 %), die Scheitellage, die Vorderhauptslage, die Stirnlage und die Gesichtslage.

Siehe auch Querlage

Gebärmutterkrebs

Der Gebärmutterkrebs kann entweder in der Gebärmutter oder am Hals der Gebärmutter auftreten. Das Gebärmutterhalskarzinom (Zervixkarzinom) tritt zudem sehr viel häufiger auf.

Symptome:

  • das präcanzeröse Stadium macht häufig keine Symptome
  • Blutungen(vor allem bei Frauen über dem 40 Lebensjahr und nach dem Klimakterium)
  • Blutungen ausserhalb der Regel
  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • blutiger Ausfluss(nach Geschlechtsverkehr und Stuhlgang)
  • weitere Symptome an den Nachbarorganen im Spätstadium wenn es zu Kompressionsbeschwerden durch den Tumor kommt

Jede Blutung, auch wenn sie gering ist, ausserhalb der Regel sollte deshalb unbedingt abgeklärt werden.

Eine regelmässige Vorsorgeuntersuchung, vor allem bei Frauen über 40,  ist unbedingt anzuraten

Gebärmuttermyom

Beim Gebärmuttermyom handelt es sich um eine gutartige Muskelgeschwulst an der Gebärmutter. Stimuliert werden diese Geschwulste durch die Östrogenproduktion.  Demnach kommt es auch in den Wechseljahren zu einer langsamen Rückbildung

Symptome:

  • verlängerte und verstärkte Regelblutung
  • manchmal Dauerblutung
  • Miktionsbeschwerden (durch Druck des Myoms)
  • Obstipation(durch Druck des Myoms)
  • Kreuzbeinschmerzen(durch Druck des Myoms)

Therapie: Myome sprechen sehr gut auf homöopathische Behandlungen an. Eine Hormontherapie sollte sehr gut überlegt werden wegen u.U. starker Nebenwirkungen.

Gebärmuttersenkung

Bei der Gebärmuttersenkung kommt es zu einem Absinken des Uterus und der Scheide. Häufig durch Bindegewebsschwäche und nach Geburten.. Tritt ein Teil der Gebärmutter und Scheide vor die Vulva, spricht man von einem Gebärmuttervorfall.

Die Senkung kann homöopathisch sehr gut behandelt werden. Beim Prolaps ist u.U. Operation notwendig.

Gelbfieber

 Eine in den Tropen Africas und Mittel-und Südamerikas vorkommende Erkrankung, die durch duch Stechmücken übertragen wird. Das Reservoir sind Affen und Meerkatzen.

Symptome:

  • Initialstadium: plötzlicher Fiberanstieg bis 40°C mit Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit, Erbrechen
  • am 3-4 Tag fällt das Fieber ab, es kann jedoch zu einem erneuten Fieberanstieg mit Beteiligung von Leber und Nieren  kommen.(Hepatitis, Nephritis, hämorrhagische Diathese). Typisch ist das "vomito negro" = schwarzes Bluterbrechen.

Es kann zu Leberversagen, Nierenversagen, Meningoenzephalitis und Kreislaufschock bis hin zum Koma führen.

Therapie: bei schweren Fällen: Intensivstation

mehr unter www.impfschaden.info

Gerstenkorn

Bei Entzündung der Moll oder Zeissdrüsen der Lider kann sich bei einer nachfolgenden Verstopfung der Drüsen ein Gerstenkorn entwickeln. Beteiligte Erreger sind wie bei der Lidentzündung meist Staphylokokken. Die Verstopfung führt zu einem Abszess am äusseren Lid,der sehr schmerzhaft sein kann. Nach wenigen Tagen platzt das Gerstenkorn meist von alleine auf oder es wird eine vom Arzt eröffnet.

Gicht

Gicht ist eine ernährungsbedingte Stoffwechselkrankheit, bei Harnsäure in den Gelenken auskristallisiert und dadurch heftigste Schmerzen verursacht. Früher war die Gicht eine Krankheit der Reichen, in unserer heutigen Gesellschaft betrifft es jedoch sehr viele Menschen. Notwendig ist jedoch eine vererbte Disposition zur Gicht, ausgelöst wird die Gicht dann jedoch durch  purinreiche Ernährung.

Die Krankheit tritt häufig zusammen mit dem metabolischen Syndrom (Wohlstandssyndrom) auf: Übergewicht, Diabetes Typ II, Hypertriglyzeriämie und essentielle Hypertonie. Die primäre Gicht muss man von sekundären Gichtformen unterscheiden.
Die sekundäre Gicht tritt z.B. bei vermehrter Harnsäurebildung bei Leukämie, Polyzythämie, Chemotherapie, hämolytischer Anämie oder bei verminderter Harnsäureausscheidung bei Nierenerkrankungen auf.

Harnsäure fällt im Körper beim Abbau von Purinen, einer Substanz in den Zellkernen, an. Normalerweise werden diese Purine über die Nieren ausgeschieden. Nimmt man aber zuviel Purine zu sich oder funktioniert die Niere nicht 100%, so erhöht sich der Harnsäurespiegel im Blut und es kommt zu einer Ablagerung der Harnsäure in den Gelenken. Diese Ablagerungen werden durch Granulozythen (weisse Blutkörperchen) phagozythiert, wobei Entzündungsmediatoren freigesetzt werden, die eine Entzündung der Synovia hervorrufen.

Der erste Anfall tritt meist nach einem üppigen Essen auf, wobei sehr häufig das Grosszehengrundgelenk betroffen ist

Symptome akuter Gichtanfall:

  • Starke schmerzhafte Entzündung meist des Grosszehengrundgelenks mit Hautrötung , Schwellung und Überwärmung. Manchmal sind auch andere Gelenke, wie Daumengrundgelenk, Sprung- oder Kniegelenk
  • Fieber

Symptome der chronischen Gicht:

  • Tophi(Harnsäureablagerungen) an Ohrmuschel, Grosszehen, Ferse, Ellenbogen, Sehnenscheiden oder Schleimbeutel
  • Harn und Nierensteine aus Uraten
  • in seltenen Fällen Erkrankungen der Niere

Therapie: Eine Behandlung durch einen erfahrenen Homöopathen ist anzuraten. Des weiteren sollte man unbedingt seine Ernährung umstellen. Wichtig dabei ist eine eiweissarme Ernährung, Eiweiss enthält nämlich sehr viel Purine, mit Ausnahme von Milchprodukten und Eier. Achten Sie auch auf eine genügend grosse Trinkmenge. Die Nieren müssen die Harnsäure ausscheiden und benötigen dazu Flüssigkeit.

Zu meiden sind:

  • Linsen, Bohnen
  • Innereien, Hühnerfleisch
  • Fisch, Fischkonserven
  • Alkohol (kann Gichtanfall auslösen)
  • Zucker
Gliedmassen-Arterienverschluss

Es handelt sich um einen Verschluss der unteren Gliedmassen durch eine Embolie. Der Embolus wird in 2/3 der Fälle im linken Herzen durch Herzinfarkt, Vorhoffflimmern, Mitralklappenfehler, Endokarditis oder künstliche Klappen gebildet und wird dann in die Gliedmassen weitertransportiert, bis er in den immer enger werdenen Gefässen steckenbleibt. Aber durch eine Thrombose bei arterieller Verschlusskrankheit kann ein akuter Arterienverschluss ausgelöst werden.

Symptome: die "6 P's":

  • Pain: plötzlich auftretender, starker  Schmerz
  • Paleness: Blässe
  • Pulslessness: Pulslosigkeit(distal des Verschlusses)
  • Paralysis: Bewegungsunfähigkeit
  • Paresthesia: Missempfindungen(Pelzigsein, Kribbeln...)
  • Prostration: Schock

Während sich ein akuter Arterienverschluss durch eine Thrombose eher langsam entwickelt, setzt  die Symptomatik des Verschlusses durch einen Embolus sehr rasch ein.

Patienten mit kardialer Herzerkrankung werden eher einen Embolus haben, während Patienten mit einer bekannten artereillen Verschlusskrankheit eher zu Thrombosen neigen.

Therapie: Sofortmassnahmen sind: Extremitäten tief lagern (auch wenn Schocksymptomatik vorherrscht) und sofortige Krankenhauseinweiung zur Entfernung  und Fibrinolyse des Thrombus oder Embolus.

Glomerulonephritis

Die Glomerulonephritis kommt im Vergleich zu Harnwegsinfektionen relativ selten vor, ist aber die häufigste Ursache für eine chronische Niereninsuffizienz.

Ursachen:

  • Immunkomplexnephritis: nach einer Streptokokkeninfektion kommt es zur Bildung von Immunkomplexen, die sich in den Glomeruli ablagern und dort nachfolgend zu einer Entzündung führen
  • Antikörper gegen Basalmembran der Glomerula
  • durch Ablagerung von IgA Antikörpern

Symptome:

  • häufig ohne Beschwerden, oft nur Zufallsbefund mit Erythrozyten im Urin und geringer (oft fehlender) Proteinurie
  • bei der akuten GN: Mikrohämaturie und Proteinurie

Man unterscheidet mehrere Formen der Glomerulonephritis:
1. Akute Postinfektiöse GN
2. Rapid Progressive GN
3. Chronisch progrediente GN-Syndrom
4. Nephrotisches Syndrom

1.Akute postinfektiöse GN:
Nach einem Infekt mit beta-hämolysierenden Strptokokken der Gruppe A (Angina tonsillaris, Pharyngitis) kommt es nach 1-2 Wochen Beschwerdefreiheit zu folgenden Symptomen:
- Mikrohämaturie und Proteinurie
- ev. Ödeme, Hypertonie
- ev. Gesichtsödem, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Schmerzen in Nierengegend

Im Urin finden sich Erythrozythen, Protein

2.Rapid Progressive GN
Diese Form der GN führt zu einer rasch zunehmenden Verschlechterung der Nierenfunktion(durch Antikörper gegen Basalmembran). Häufig ist hier auch die Lunge beteiligt, da die basalmembran der Alveolen eine Ähnlichkeit mit der Basalmembran der Glomerula aufweisen.(Goodpasture-Syndrom)
Symptome:
- Hypertonie
- starke Proteinurie
- Blässe
- progrediente Niereninsuffizienz
- bei Lungenbeteiligung: Lungenblutung

3.Chronisch progrediente GN-Syndrom
Es handelt sich um das chronische Stadium verschiedener Glomerulopathien
Symptome:
- schleichender Krankheitsbeginn
- Proteinurie
- Erythrozyturie
- Hypertonie

4.Nephrotisches Syndrom
Vom nephrotischen Syndrom spricht man, wenn 1. starke Proteinurie über 3g/d , 2. Hypoproteinämie, 3. Hypalbuminämische Ödeme und 4. Hyperlipidämie mit Cholesterin und Triglyceriderhöhung vorliegt.

Ursachen können sein:
- Glomerulonephritis
- Diabetes mellitus
- Plasmozythom
- Kollagenosen
- Nierenvenenstauung
- toxisch
- immunologisch

Die Proteinurie führt ferner zum Verlust von IgG Antikörpern und damit zur verstärkten Infektanfälligkeit. Durch den Verlust an Serumalbumin, nimmt der onkotische Druck , vor allem in den Kapillaren ab und führt damit zu einer Flüssigkeitsverschiebzng von Flüssigkeit ins Interstitium.

 

Glukokortikosteroide

In der Nebennierenrinde werden in der Zona fasciculata Glukokortikosteroide, zu dem auch das Kortisol gehört, gebildet. In 24 h werden dort  unter Normalbedingungenetwa 20-30mg Kortisol produziert. Im Stress erhöht sich dieser Wert auf das bis zu 10-fache.

Die Hormonbildung unterliegt einem zirkadianen Rhythmus. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr erreicht die Produktion ein Maximum, ein Minimum liegt um Mitternacht. 70% des Kortisols werden morgens abgegeben.

 

Gesteuert wird die Kortisolabgabe durch den Hypothalamus(Corticotrpoin-Releasing-Hormon) und der Hypophyse(adrenocorticotrophes Hormon= ACTH)

Wirkungen der Glukokortikoide(Die Wirkungen treten nur bei grossen Mengen auf):

  • Glukoneogenese: Bildung von Glukose aus Aminosäuren und Laktat, Pyruvat oder Glycin. Dies fördert einen Abbau der Muskulatur und verstärkt einen Diabetes mellitus
  • Hyperlipidämie durch gesteigerten Fettabbau und Fettmobilisation aus der Peripherie und Ablagerung  in der Leber und am Stamm
  • Leukozytenerhöhung mit gleichzeitigem Absinken der Lymphozyten und Unterdrückung der B-und T-Lymphotytenaktivität
  • Hemmung von Entzündungen
  • verzögerte Wundheilung
  • Hemmung der enteralen Kalziumresorption und Steigerung der Kalziumausscheidung
  • Natriumretention
  • gesteigerte Kaliumausscheidung

Heute wird Kortison bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Nebenwirkungen sind hier sehr häufig. Die Nebenwirkungen treten in der Regel bei einer Langzeittherapie auf. Folgende Nebenwirkungen können sein:

  • Exogenes Cushingsyndrom mit Stammfettsucht und Abmagerung der Extremitäten
  • Verschlechterung eines Diabetes
  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Gewichtszunahme
  • Ödeme
  • Hypokalämiesche Alkalose
  • Atrophie der Muskulatur
  • Osteoporose
  • Wachstumshemmung bei Kindern
  • Katarakte und Glaukomgefahr
  • Thromboseneigung
  • Menstruationsstörungen
Glutamin

Die Aminosäure Glutamin unterstützt die Gesundheit des Gastrointestinaltraktes und schützt vor Malabsorption. Mangelanzeichen sind Müdigkeit, fehlende Reaktionskraft Depressionen. Auch bei Alkoholabusus kommt ein Mangel sehr häufig vor.

Glycin

Die Aminosäure Glycin hilft bei der Entgiftung der Leber und ist Bestandteil des Glucose Toleranz Faktors. Zeichen des Mangels sind ein saurer Magen, frühzeitiges Altern und schwankender Blutzuckerspiegel.

Gonorrhoe

Die Gonorrhoe, kurz auch GO genannt gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten überhaupt. Erreger ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae.

Etwa 25% der Männer und 50% der Frauen tragen die Gonorrhoekeime in sich und können damit andere anstecken.

Symptome:

  • Mann: Urethritis mit Brennen und Jucken beim Urinieren; eitriger Ausfluss
  • Frau: eitriger Ausfluss mit mit Entzündung der Harnröhre und der Zervix
  • hinzu kommen: Arthritis(oft ist nur ein Kniegelenk betroffen), Endokarditis,
  • Gefahr besteht durch eine Einschwemmung der Erreger ins Blut: Gonokokkensepsis

Therapie: wie bei der Lues auch besteht in Deutschland Behandlungspflicht. Personen, die sich weigern, werden zwangsbehandelt.

Granulozyten

Granulozyten gehören zum menschlichen Abwehrsystem und richten sich hauptsächlich gegen Bakterien und Pilze. Gemeinhin sind sie auch unter dem Namen weisse Blutkörperchen bekannt.

Normalerweise befinden sich die Granulozyten zu 90% im Knochenmark und werden erst durch bestimmte Signale(Interleukin, Komplement C3)ins Blut abgegeben.

Die Granulozyten sind in der Lage sich amöboid zu bewegen, d.h. sie sind sehr bewegungsfähig und so in der Lage auch die Kapillare zu verlassen und ins Gewebe einzudringen. Sie können dort Bakterien und Pilze umschliessen und verdauen.

Beim Arzt hört man manchmal den Begriff Linksverschiebung im Blut. Dies bedeutet eine Verschiebung zu "jüngeren" Granulozyten im Blut hin, d.h. wenn z.B. bei Entzündungen  Granulozyten verbraucht werden und durch die erhöhte Produktion nur noch "jüngere" Granuloyten aufzufinden sind.

Granulozytopenie

Es handelt sich um eine Verminderung der neutrophilen Granulozyten(weisse Blutkörperchen)

Ursachen und Äthiologie können sein:

  • Knochenmarksschädigung durch Medikamente, Strahlen und Chemikalien
  • Reifungsstörung der Granulozytenpoese(Bildung) durch Vit. B12 oder Folsäure Mangel
  • Akut  nach Infektionen
  • bei malignen Lymphomen
  • bei systemischen Lupus

Eine Granulozytopenie über 1000/mcl sind meist ohne Symptome, erst unter 1000 bis 500 nimmt das Infektionsrisiko stetig zu. Unter 500 kommt es regelmässig zu Infektionen, insbesonders bakterieller Art

Therapie ist Behandlung der Ursache.

Grauer Star

Der graue Star ist eine Erkrankung der Augenlinse, bei der diese trüb wird und damit die Sehkraft einschränkt. Der Alterstar tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf. Kommt es schon früher zu einer Linsentrübung, ist oft ein Diabetes mellitus die Ursache.

Die Trübung kann so stark werden, dass im fortgeschrittenen Stadium nur noch Hell-Dunkel-Sehen möglich ist.

Therapie: Schulmedizinisch wird der graue Star operiert und man ersetzt die Linse durch ein Implantat.

Grüner Star

Der grüne Star, auch Glaukom genannt bezeichnet eine Druckerhöhung im Augeninneren über 22mmHg. Der erhöhte Druck kann zu einer Schädigung des Sehnerves führen mit Gesichtsfeldausfällen und Erblindung. Ursache des Glaukoms ist eine Verlegung des Schlemmschen Kanals, in Folge dessen kein Kasserwasser mehr abfliessen kann.

Man unterscheidet zwei Formen: das akute und das chronische Glaukom

Symptome:

Akutes Glaukom: ausgelöst meist im höheren Alter durch Überanstrengung, Schreck oder Kummersituationen.

  • plötzlich auftretender schneidender Schmerz, meist an einem Auge
  • Regenbogenfarbensehen(um Lichtquellen) oder Schleier vor dem Auge
  • Kopfschmerzen
  • oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • das Auge verfärbt sich rot und es bildet sich ein Ödem
  • der Bulbus ist steinhart
  • Pupille ist erweitert

Chronisches Glaukom:

  • meist nur Druckerhöhung ohne äussere Symptomatik
  • manchmal Regenbogenfarbensehen, Kopfschmerz oder Schmerz über  oder in den Augen
  • bei Fortbestehen des Innendruckes kommt es zu einer Degeneration des Sehnerves ; typisch ist hier das Tunnelsehen.
Guillain-Barré-Syndrom

 

Das Guillain-Barré Syndrom wird auch als „akute idiopatische Polyneuritis“ bezeichnet. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven. Statistisch gesehen gibt es weltweit ca. 1-2 Fälle pro Jahr auf 100 000 Einwohner.

Ursache:Die genaue Ursache ist bis heute unbekannt. Viele Fälle treten innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach einer viralen oder bakteriellen Infektion auf. Das kann eine gewöhnliche Erkältung, Grippe, Rachenentzündung oder eine Magen-Darmstörung (verursacht durch Campylobacter Jejuni) mit Durchfall sein. Auch Insektenstiche sowie Impfungen (z.B.Tetanus, Grippe) werden als Auslöser vermutet.

Symptome: Beginn mit allgemeinen Schwäche, gefolgt von Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen in Beinen und Armen (meist aufsteigend). Gelegentlich sind auch die Atem- und Gesichtsmuskeln betroffen. Viele Betroffene müssen bereits im frühen Stadium auf der Intensivstation behandelt werden, besonders dann, wenn auch Beatmungspflicht aufgrund der Lähmungen der Atmungsorgane notwendig wird.
Die Symptome gehen meist wieder zurück, was jedoch Monate oder noch länger dauern kann. Einige Betroffene behalten geringe Langzeitschäden unterschiedlicher Art zurück.

Diagnose:
Bestätigung der Diagnose durch eine Lumbalpunktion zur Feststellung eines veränderten Eiweißspiegels.


Behandlung:
Im Frühstadium stationär in einer Akut-Klinik, gewöhnlich auf der Intensivstation (wg. Gefahr von Atemstillstand)

Medikamentös werden hohe Dosen von Immunglobulin intravenös gegeben. Alternativ kann auch eine Plasmaaustauschbehandlung (eine Art Blutreinigung) vorgenommen werden.

Nach der Akut-Behandlung ist ein Rehabilitationsprogramm zur Wiederherstellung der Nerven- und Muskelfunktionen erforderlich.

Formen:


chronisches GBS (CIDP):

CIDP = Chronic Inflammatory Demyelinating Polyneuropathy. (Chronische Inflammatorische Demyelisierende Polyneuropathie)
Das chronische GBS entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Auffallend ist die zunehmende Schwäche der Betroffenen. Diagnose sehr schwierig.

Miller- Fisher Syndrom (MFS):
MFS (Variante des GBS) befällt hauptsächlich die Gesichtsnerven, insbesondere die Nerven zur Funktion der Augenbewegungen. MFS ist eine überlappende Form des GBS und wird ähnlich behandelt.

Lewis Sumner Syndrom:
unsymetrisch verlaufende Form der GBS

Elsberg Syndrom:
betrifft nur die Nervenwurzeln.

MMN (Multifokale Motorische Neuropathie): betrifft nur motorische Nerven, z. B. Fußhebernerv oder Fingerstreckernerv. Sensibilitätsstörungen passen nicht zum Krankheitsbild. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Immunglobulinen.

Gynäkomastie

Bei der Gynäkomastie handelt es sich um eine einseitige oder doppelseitigeVergrösserung der Brust beim Mann.

Ursachen können sein:

  • Östrogenüberschuss(durch Östrogentherapie oder östrogensezernierende Turmore)
  • Androgenmangel(Anorchie, Kastration, Hypogonadismus, Hyperthyreose)
  • Medikamente(Östrogen, Antiandrogene)
  • Drogen(cannabis)
  • physiologisch(in der Entwicklungszeit und bei Übergewicht)

Therapie: Kausale Therapie wenn bekannt(Weglassen von Medikamenten etc.) Ansonsten wird eine homöopathische Behandlung empfohlen.

Hagelkorn

Bei einer Entzündung und Verstopfung der Meibom-Drüsen kommt es zum sogenannten Hagelkorn. Es bildet sich eine Zyste, die schmerzlos ist. Im Gegensatz zum Gerstenkorn sitzt das hagelkorn an der Innenseite des Augenlides. Es platzt in der Regel nicht von alleine auf und muss deshalb chirugisch entfernt werden.

Hantavirus-Infektion

Das Hantavirus wird von Mäusen oder Ratten übertragen. Eine Ansteckung erfolgt über die Inhalation infektiöser Ausscheidungen, wobei besonders Land und Waldarbeiter, Jäger und Soldaten gefährdet sind.

Die Infektion führt zu einem hämorrhagischem Fieber mit Beteiligung der Nieren.

Die Erkrankung verläuft nach einer Inkubationszeit von 2.3 Wochen meistens in 3 Phasen:

Symptome:
1. Fieber, Schüttelfrost mit Kopfschmerzen, Muskelschmerzen
2. Schmerzen im Rücken und Abdomen mit Übelkeit und Erbrechen und Durchfall
3. Interstitielle Nephritis mit starker Proteinurie, Oligurie

Es besteht die Gefahr eines Nierenversagens.
Bei einem neuen Virusstamm aus den USA , de seit 1993 beobachtet wird , kann es ferner zu Lungenversagen und hoher Letalität kommen
 

Harnwegsinfektion

Harnwegsinfektionen sind eine recht häufige Erkrankung, die meist Frauen betrifft, da diese eine wesentlich kürzere Harnröhre als Männer haben und so Keime schneller in die Blase eindringen können.

Prädisponierende Faktoren:

  • Harnabflussstörungen durch anatomische Anomalien, Obstruktionen (Steine, Tumore, Stricturen), Blasenfunktionsstörungen, Vesiko-retero-renaler Reflux
  • Schmerzmittelabusus
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht, Hyperkalzämie, Hypokalzämie
  • Abwehrschwäche
  • Schwangerschaft
  • Untersuchungen der Harnblase durch Katheter
  • äussere Faktoren wir Unterkühlung, sexuelle Aktivität

Die nachgewiesenen Erreger sind meist: E. coli, Klebsiella, Proteus, Enterokokken, Pseudomonas, Staphylokokken

HCG

Das humane Choriongonadotropin (HCG) ist ein Glykoprotein, das vom Synzytiotrophoblasten gebildet wird. Die Konzentration steigt in den ersten Wochen der Schwangerschaft steil an und errreicht in der 10. - 12. Woche ihren Maximalwert (100.000 IE/l). Am Ende des 1. Trimenon fällt es wieder ab und beträgt bis zum Ende der Schwangerschaft ca. 20.000 IE/l. Die Bedeutung des HCG liegt im Erhalt der Corpus luteum- Funktion und Anregung der Steroidhormonproduktion. Klinisch bedeutsam ist es zur Feststellung einer Schwangerschaft und zur Überprüfung von deren Intaktheit. Mit immunologischen Methoden (RIA, EIA) kann es bereits 8 Tage nach erfolgter Konzeption im Serum nachgewiesen werden. Im Urin ist ein HCG-Nachweis erst 8 Tage nach ausgebliebener Menstruation möglich. Erhöhte HCG-Werte finden sich bei Blasenmole und Chorionepitheliom, aber auch bei Mehrlingsschwangerschaft. Erniedrigte HCG-Werte können unter anderem Hinweis auf einen drohenden Abort, intrauterinen Fruchttod oder Extrauteringravidität geben.

Hepatische Enzephalopathie

Bei der  hepatischen Enzephalopathie handelt es sich eine Gehirnerkrankung, die durch die Leber verursacht wurde. Sie führt im schlimmsten Fall zum tiefen Koma.

Ursache ist eine Leberzirrhose. Die Leber kann bei einer Zirrhose ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und z.B. giftige Stoffe durch Wasserstoff oder Sauerstoffanlagerung entgiften. Stoffe, die für das Zentralnervensystem toxisch sind, sind vor allem Ammoniak, Mercaptan, Phenole, Fettsäuren und Gamma-Aminobuttersäure. In aller Regel ist das Ammoniak die auslösende Substanz . Ammoniak wird beim Abbau von Eiweiss gebildet. Normalerweise wird es zu Harnstoff abgebaut, aer wenn die Leber  nicht mehr funktionstüchtig ist, gelangt das Ammoniak ins Gehirn und verursacht dort Schäden.

Auslösend wirken oft Blutungen im gastrointestinalen Bereich(100ml Blut enthält 20g Eiweiss), eiweissreiches Essen oder fieberhafte Infekte, die zu Eiweissabbau führen.

Symptome:

  • Schläfrigkeit, Konzentrationsprobleme
  • grobschlägiges Händezittern
  • im späteren Stadium: Veränderung der Schriftprobe, Rechenaufgaben können nicht mehr gelöst werden
  • Koma im letzten Stadium
  • zusätzlich Zeichen der Leberzirrhose(siehe dort)

Therapie: zunächst muss die Leberzirrhose behandelt werden, kommt es zum Koma, müssen  zusätzlich die auslösenden Faktoren beseitigt werden. Eiweisszufuhr drosseln, gegebenenfalls Eiweisskarenz für mehrere Tage.

Herpex simplex

95% aller Erwachsenen tragen den Herpes simplex Virus Typ I in sich. Beim Typ II sind es immerhin noch 30%.
Die Übertragung erfolgt beim Typ I über Tröpfcheninfektion, beim Typ II über sexuellen Verkehr.

Der erste Kontakt mit dem Herpes Virus verläuft bei fast allen Personen ohne Symptomen. Bei Kleinkindern kann es jedoch zu Erscheinungen kommen:

Symptome HSV I:

  • meistens bei Kindern zwischen dem 1-4 Lebensjahr: Fieber, schmerzhafte Bläschen im Mund- Rachenraum , die später ulzerieren (Stomatitis aphtosa)

Symptome HSV II:

  • Infektion im Mutterleib: Neugeborene bekommen Fieber, Gelbsucht, Schwellung von Leber und Milz, Hautblutungen ;
  • Infektion während der Geburt: Krankheitsbild ähnlich  wie bei Infektion im Mutterleib

Symptome bei endogener Reaktivierung:

  • Herpes labialis: Bläschen, die verschorfen und u.U. zu Narben führen
  • Herpes genitalis: Bläschen und Ulzerationen, oft mit leichtem Fieber

Die Herpesviren persistieren beim Menschen in vreschiedenen Nervenganglien und können durch verschieden Auslöser reaktiviert werden:

- Infekte
- Sonnenbestrahlung
- Stress
- Fieber
- hormonelle Veränderungen

Therapie: Die Schulmedizin kennt als Behandlung nur Aciclovir. Dies verändert aber nichts an der Erkrankungshäufigkeit. Der Organismus muss gestärkt werden, dass es gar nicht erst zu einem Auftreten der Bläschen kommt. Die Homöopathie ist hier sehr zu empfehlen, da sie die Lebenskraft des Organismus stärkt und weniger Infektionen damit ausgelöst werden.

Herzinfarkt

Es handelt sich um eine Verengung der Herzkranzgefässe, meist durch Arteriosklerose bedingt.

Ausgelöst wird der Herzinfarkt oft durch plötzliche Kraftanstrengung oder Stress, nach reichlichem Abendessen und bei der Umstellung von der Nachtruhe auf den Tagesrhythmus.

Symptome:

  • Wie bei der Angina pectoris kommt es zu starken retrosternalen Schmerzen, die jedoch nicht durch Ruhe verschwinden.  Sie können bis in die Finger ausstrahlen(auch in die rechte Hand!)Viele Infarkte verlaufen jedoch auch stumm, d.h. ohne Schmerzen, weswegen sie oft übersehen werden.
  • Schwächegefühl, Schweiss, Übelkeit, Erbrechen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Manchmal Atemnot  und Blutdruckabfall

Therapie bei einem Herzinfarkt ist sofortige Einweisung ins Krankenhaus. Hier wird versucht, das verstopfte herzkranzgefäss möglichst schnell wieder zu öffnen, damit kein grösserer Schaden entstehen kann. Je länger die Stenose andauert, desto grösser ist die Gefahr des Absterbens einzelner Herzbereiche.

Herzinsuffizienz

Die Ursachen der Herzinsuffizienz sind vielfältig. 90 % der Herzinsuffizienzen sind durch Hypertonie und KHK (Koronare Herzkrankheit) bedingt.
Man unterscheidet die Links und Rechtsherzinsuffizienz.

Symptome der Linksherzinsuffizienz:

  • Atemnot, anfangs bei Belastung später auch in Ruhe und beim Liegen.
  • Asthma cardiale (nächtlicher Husten), der den Patient dazu zwingt aufzustehen und das Fenster zu öffnen
  • Lungenödem
  • Zyanose der Extremitäten (Blauverfärbung)

Symptome der Rechtsherzinsuffizienz:

  • Staung der Venen am Hals
  • Ödeme an Fussrücken, prätibial, zu Beginn nur abends, später auch schon morgens (die Ödeme können sich dann über Nacht nicht mehr abbauen)
  • Stauungsleber, sichtbar eventuell durch Ikterus(Gelbfärbung)
  • Häufig ist auch eine sogenannte Stauungsgastritis mit Appetitlosigkeit, Meteorismus

Bei beiden Insuffizienztypen treten typischerweise auf: nächtliches Wasserlassen, Tachykardie, Herzvergrösserung.

Therapie ist Behandlung des Grundleidens

Hiatushernie

Bei einer Hiatushernie kommt es zu einer Verlagerung der Kardia(Übergang Speiseröhre in Magen) und des Magenfornix(oberer Teil des Magens) durch das Zwerchfell in den Brustraum (Gleithernie). Dies ist die häufigste form der Hiatushernie. In manchen Fällen schiebt sich auch ein anderer Teil des Magens durch den Zwerchfellhiatus in den Brustraum.(sogenannte paraösophageale Gleithernie)

Die Symptome sind bei der Gleithernie oft zu übersehen. Nur etwa 10 % der betroffenen leiden unter der Refluxkrankheit(Sodbrennen, etc.). Bei der paraösophagealen Hernie kann es zu Aufstossen, Druckgefühl in der Herzgegend, besonders nach dem Essen kommen. In manchen Fällen sieht man auch Passagestörungen, Erosionen oder Ulcera am Schnürring und Blutungsneigung. Blut ist im Stuhl über Hämoculttest nachweissbar.

Hirntumor

Hirntumore lassen sich, wie andere Tumorarten auch, in gutartige und bösartige Tumore unterteilen. Beine Arten sind äusserst problematisch , da durch das Wachstum der Tumore  das Hirngewebe verdrängt wird und Nerven zugrunde gehen.
Ein Hirntumor geht entweder  direkt vom Gehirn , oder von den Meningen (Hirnhäuten), den Gliazellen, der Hypophyse oder vom Knochen aus. Meist handelt es sich jedoch um Metastasen eines anderen Primärtumors im Körper.

Symptome: Die Symptomatik ergibt sich einerseits aus der Drucksteigerung durch die Raumforderung des Tumors, andererseits durch die Zerstörung von Hirngewebe.

  • Plötzliches Erbrechen, oft nach Lageänderung des Kopfes
  • Kopfschmerzen
  • Wesensveränderung
  • Benommenheit, Schläfrigkeit
  • Epileptische Anfälle
Hirsutismus

Es handelt sich um eine abnorme Vermehrung der Behaarung bei Frauen durch vermehrte Produktion von Androgene(männliche Hormone) Es kommt bei den Frauen zu einer männlichen Behaarung an Kinn, Oberlippe, Oberschenkel, Brust und Schambereich.

Neben dem Hirsutismus kann es auch zu einer dunklen stimme, Hervortreten des Kehlkopfes(Adamsapfel), männlichen Körperproportionen, Klitorishypertrophie und einem Ausbleiben der Menstruation kommen. In diesem Fall spricht man dannvon Virilismus.

Ursache  können sein:

  • ideopathisch: bei 90% der Fälle ist die Ursache unbekannt
  • androgenproduzierende Ovarialtumore
  • Cushing-Syndrom
  • Typ II Diabetes
  • Adipositas
  • Hypothyreose
  • Medikamente(Kortison, ACTH, Testosteron, Anabolika, Gestagene)

Therapie: Kausale Therapie, wenn Ursache bekannt. Sonst sollte eine homöopathische Behandlung in Erwägung gezogen werden, da eine Behandlung des ideopathischen Hirsutismus nicht bekannt ist.

 

HIV

Weltweit sich ausbreitende Viruserkrankung mit letalem Ausgang


Die Infektion erfolgt über Blut, Sperma oder Vaginalsekrete. Im Speichel sind ebenfalls Viren vorhanden, jedoch nicht in ausreichender Anzahl, um eine Infektion auszulösen. HIV konnte bisher in jeder Körperflüssigkeit nachgewiesen werden. HIV – Viren finden sich in CD4- Zellen, in dendritischen Zellen und in Nervenzellen. Bei Stichverletzung liegt die Übertragung bei 0,3%.

Der Verlauf wird in drei Stadien eingeteilt(Die Stadien werden nach Klinik und der Anzahl der CD4 positiven Helferzellen klassifiziert.)Bei einem HIV-Infizierten finden sich bis zu 1 Millionen verschiedene Viren.

Stadium A
Untypsiche Infektionen, Grippeähnlicher Verlauf. Es finden sich mehr als 200 CD4/mm3.
Exantheme, Seborrhoische Keratitis und Ekzem, Lymphadenopathie. Mononukleoseartiger Verlauf.
Stadium B
-Mundcandidose
-Nachtschweiß, subebrile Temperaturen
-Herpes Zoster
-Periphere Polyneuropathie
-Orale Haarleukoplakie
-Papulöse Dermatits
-Diarrhoe über einen Monat
Wenn die Zellzahl unter 200 CD4 Zellen liegt wird der Patient auch in Stadium B gestuft.
Stadium C
Das Stadium C wird nur über die Klinik definiert und nicht über die Zellen. Im Stadium C liegt AIDS vor. Die AIDS definierenden Krankheiten sind Krankheiten, die durch die Immunschwäche bedingt sind und zum Tode führen, wenn sie nicht therapiert werden.

bei Aids können folgende Erkrankungen auftreten:
- Lymphome, Burkett,
- Kaposi Sarkom, livide und groß,Hellrote bis bläuliche Hernde teils im Hautnivea, teils knotig erhaben , Abheilung hinterlässt braune Pigementierung,kommt auch an Schleimhäuten vor.
- Cervix-Ca
- Candidose von Ösopagus, Trachea, Bronchien, Lunge
- Mykobakterium avium complex, ähnliche Tuberkulose
-  PCP – schleichender Verlauf, Belastungsdyspnoe, unproduktiver, trockener Husten
- Toxoplamose des Gehirns
- Wasting Syndrom und HIV Enzephalitis
-  CMV – Ulcus der Zunge, äußerst scherzhaft
-  Kryptokokken Meningitis


Schulmedizinische Therapie
Virostatika und lokale Therapie
Die ersten 3 Monate zeigen die Medikamente starke Nebenwirkungen, an die sich die Patienten dann gewöhnen.

Ziele:
Verlängerung der Lebenszeit, Steigerung des Körpergewichtes, Verbesserung der Lebensqualität und Rückgang der Viruslast.

 
Indikationen zur Therapie
-AIDS, HIV-assoziierte Symptome
-CD4* < 350, Viruslast über 10.000
-Anstieg der Virusreplikation
-Akuter HIV-Befall
Es gilt: je jöher die initiale Viruslast, desto schlechter die langfristige Prognose

Postinfektionsprophylaxe nach Stichverletzung
-Fremdmaterial entfernen
-Ausbluten lassen und in Alkohol halten über 5 min
-Abschätzen der infektösen Gefahr
-Anamnese (Hep B,C), nach Therapie und Resistenzen fragen
-Spätestens nach 2h zuständige Station aufsuchen
-Retrovir, AZT, Zidovudin
-D-Arzt-Bericht
-Kontrolle nach 1,2,3,6.12 Monaten, schon nach 3 Mon 90 % Sicherheit
-Schutzmaßnahmen bei privaten Kontakten

Hodgkin-Lymphom

Morbus Hodgkin ist eine Entartung des lymphatischen Systems. Typisch beim Morbus Hodgkin, im Gegensatz zum Non-Hodgkin Lymphom ist das Merkmal der Sternberg Riesenzelle. Anfangs handelt es sich um eine lokalisierte Lymphknotenerkrankung, die später das zu einer Systemerkrankung führt.

Symptome:

  • Fieber(ist typisch, aber nicht sehr häufig), Nachtschweiss und Gewichtsverlust
  • Leistungsminderung
  • Lymphknotenschwellung(meist sind die zervikalen Lymphknoten betroffen), normalerweise sind die Knoten schmerzlos und zu Packeten verbacken("Kartoffelsack"), nach Alkoholgenuss  kommt es manchmal zu Schmerzen inden Lymphknoten
  • Leber und Milzschwellung
  • Lymphozytopenie

Die schulmedizinische Therapie besteht in Strahlen und Chemotherapie. Ziehen auch immer einen klassischen Homöopathen zu Rate. Man sollte hier auf alle Fälle ganzheitlich behandeln.

Horner Symptomenkomplex

Durch eine Lähmung der zum Auge laufenden Sympatikusfasern kommt es zu einer typischen Symptomemtrias:

  • Enophtalmus(tief liegende Augäpfel)
  • Ptosis(Herabsinken des Oberlids)
  • Miosis (Verengung der Pupillen)
Hyperhydration

Bei der Hyperhydration handelt es sich um ein Überangebot von Salz und/oder flüssigkeit im Körper. Je nachdem, ob Die Flüssigkeit oder das Salz überwiegt, spricht man von: isotoner, hypotoner oder hypertoner Hyperhydration.

Ursachen:

  • Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Hypoproteinämie(durch Eiweissverlust, verminderte Zufuhr oder Leberzirrhose)
  • Regulationsstörungen des Wasserhaushaltes

Symptome:

  • Gewichtszunahme
  • Ödeme
  • Lungenödem
  • bei Veränderung der Salzkonzentration nach oben bzw. nach unten(Osmolalität) kann es zu Zerebralen Symptomen komen, wie Kopfschmerzen, Krämpfe
  • Hypertonie(bei zuviel Natrium)
  • Hypotonie
Hyperkaliämie

Von Hyperkaliämie spricht man, wenn das Serumkalium über 5,5 mmol/l liegt.

Ursachen:

  • erhöhte Kaliumzufuhr
  • verminderte Ausscheidung durch akutes Nierenversagen, chron. Nireeninsuffizienz
  • Morbus Addison
  • Azidose(Kalium wird in den Extrazellulärraum abgegeben)
  • Zellschäden(dadurch Freisetzung von Kalium) durch Verletzungen, zytostatische Therapie oder Hämolyse

Symptome: oft verläuft die Hyperkaliämie symptomenarm. Eventuell findet man neuromuskuläre Symptome, wie Parästhesien, Muskelzuckungen

Therapie: Kaliumzufuhr stoppen, in Akutfällen Kaliumeinstrom in die Zellen fördern durch Gabe von Glucoselösung mit Insulin oder Natriumbikarbonat

Hyperkalzämie

Von  Hyperkalzämie spricht man bei Werten über 2.7 mmol/l Kalzium im Serum

Ursachen:

  • Knochenmetastasen  oder parathormonähnliche Peptide bei Malignomen
  • Hyperparathyreoiditis
  • Hyperthyreose
  • Vitamin D oder Vitamin A Intoxication

Symptome: meist keine typischen Symptome. DIe Symptome hängen oft vom Grundleiden ab.

  • Rhythmusstörungen am Herzen
  • Muskelschwäche
  • Polyurie und Polydypsie
  • Erbrechen, Übelkeit
  • Somnolenz bis Koma

Es besteht die Gefahr einer Hyperkalzämischen Krise.

Therapie: Abklärung der Ursache, bei hyperkalzämischer Krise ist unbedingte Diurese notwendig, um Kalzium auszuleiten.

Hyperparathyreoidismus
Primärer Hyperparathyreoidismus

Es handelt sich um eine Erkrankung der Nebenschilddrüse mit einer vermehrten Bildung von Parathormon.

Ursachen sind in den meisten Fällen solitäre bzw multiple Adenome der Nebenschilddrüse, wobei die meisten Adenome hinter der Schilddrüse lokalisiert sind. Seltener handelt es sich um eine Hypertrophie der Epithelkörperchen.

Das erhöhte Parathormon führt zu einer vermehrten Phosphatausscheidung über die Niere. Das Absinken des Phosphatspiegels hat eine Stimulation der Calcitriolbildung zur Folge, das wiederum die Kalziumresorbtion im Darm erhöht.  Und dies führt zu einer Hyperkalzämie.
Durch das Parathormon wird ferner die Osteoklastenaktivität erhöht, das zusätzlich den Kalziumspiegel ansteigen lässt.

Die Symptome bzw. die  Krankheit werden also durch die Höhe des Kalziums im Blut bestimmt.

Symptome (oft wird der Hyperparathyreoidismus übersehen):

  • Nierensteine(Kalziumphosphat und -oxalat)
  • Polyurie und Polydypsie, da die Niere den Harn nicht mehr konzentrieren kann
  • Osteopenie (vor allem an Händen , Wirbelsäule und Schädel) mit Schmerzen
    alkalische Phosphatase und Hydroxyprolinausscheidung ist durch den Knochenabbau erhöht
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Obstipation, Gewichtsabnahme
  • Muskelschwäche, schnelle Ermüdung
  • psychatrische Symptome

Komplikation: Hyperkalzämische Krise mit Polyurie, Polydipsie, Erbrechen , Exikkose, Adynamie, Psychotische Erscheinungen bis hin zum Koma und Herzrythmusstörungen, die bis zum Tod führen können.

Differentialdiagnose: Eine Hyperkalzämie kann auch durch bösartige Tumore verursacht werden, einerseits durch auftretende Knochenmetastasen oder durch Bildung parathormonähnlicher Hormone. Ein Tumor sollte daher immer in Betracht gezogen werden.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus

Durch den Absinken des Kalziumspiegels infolge einer Erkrankung, kommt es zu einer Mehrproduktion von Parathormon in den Epithelkörperchen. Ursache ist meist eine chronische Niereninsuffizienz.

Die Chronische Niereninsuffizienz führt zu einer mangelnden Ausscheidung von Phosphat mit Anstieg des Phosphates mit konsekutivem Absinken des ionisierten Kalziums. Die Hypokalzämie regt nun die Nebenschilddrüse zu einer vermehrten Produktion von Parathormon an

Symptome:

  • durch den Kalziumabbau kommt es zu Knochenschmerzen
  • Schwäche der Muskulatur
  • Niereninsuffizienzsymptome: Ödeme an oberen Augenliedern, anfangs Polyurie, später Oligurie bis Anurie, Haut ist gelblich fahl

Diagnose erfolgt über:

  • erhöhten Kreatininspiegel
  • Hyperphospatämie
  • Serumkalzium normal bis erniedrigt
  • Alkalische Phosphatase erhöht
  • Parathormon erhöht
  • Osteopathie(Röntgen)

Therapie: Schulmedizinisch wird mit kalziumhaltigen Phosphatbindern behandelt, ferner phosphatarme Kost und Gabe von Vitamin D3. Zudem Behandlung der zugrundeliegenden Niereninsuffizienz.

 

 

Hypersensitivitätvaskulitis

Es handelt sich um eine nekrotisierende  Vasculitis der kleinen Gefässe. An den Gefässwänden lagern sich Immunkomplexe ab, die diese Entzündungen hervorrufen.

Die Ursachen der Vaskulitis können sein:
- bei Krankheiten, wie Kollagenosen oder Tumore
- Fremdeiweiss (z.B. Impfungen)
- Medikamente
- nach Atemwegsinfektionen bei Kindern: Purpura Schoenlein Henoch

Symptome:

  • Fieber
  • tastbare Purpuraerscheinungen, meist an den Beinen lokalisiert
  • Arthralgien
  • Glomerulonephritis
  • Polyneuropathie

Therapie: Ausschaltung der Causa

Hyperthyreose

 Die Hyperthyreose ist eine Überfunktion der Schilddrüse, bei der zu viel Schilddrüsenhormon gebildet wird. Man unterscheidet hier mehrere Formen:

-Immunogene Hyperthyreose (M. Basedow)
-Hyperthyreose mit Schilddrüsenautonomie
-andere Formen

Die Hyperthyreose vom Typ Basedow wird durch Autoantikörper verursacht, die  die Schilddrüse stimulieren. Bei der Schilddrüsenautonomie unterliegt die Steuerung nicht mehr dem Hypothalamus und es werden ohne Feed-Backmechanismus ständig Schilddrüsenhormone produziert.

Symptome

  • Struma
  • Basedow: Exophthalmus(Froschaugen),prätibilaes Myxödem, Tachykardie  Die Symptome Struma, Exophtalmus und Tachykardie werden auch als Merseburger Trias bezeichnet.
  • Unruhe mit Schlaflosigkeit, Zittern der Hände und Nervosität
  • Sinustachycardie
  • Gewichtsabnahme trotz Heisshunger
  • Haut ist warm und feucht
  • Wärmeintoleranz
  • Schweissneigung
  • subfebrile Temperaturen
  • Gesteigerte Stuhlfrequenz
  • Osteopathie durch Kalziumabbau
  • Myopathie
  • Fettleber

Bei älteren Menschen wirkt sich eine Hyperthyreose durch Gewichtsverlust, Depressionen, Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen aus. Der Gewichtsverlust wird häufig als Tumor fehldiagnostiziert.

Eine Thyreotoxische Krise/Koma kann bei einer Hyperthyreose jederzeit auftreten, z.B. nach Jodaufnahme(auch Röntgenkontrastmittel). Es kommt zu:

  • starke Tachykardie, eventuell sogar Vorhofflimmern
  • Fieber bis 41°C
  • Angst, Unruhe
  • Erbrechen, Durchfälle
  • Muskelschwäche mit Adynamie
  • im fortgeschrittenen Stadium: Bewusstseinstörungen bis hin zum Koma

Ein Patient mit threotoxische Krise muss sofort ins Krankenhaus eingewiesen werden

Therapie: Schulmedizinische werdenThyreostatika, Operation und Radiojodtherapie eingesetzt. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind hier zu beachten.
Eine zusätzliche homöopathische Therapie ist zu empfehlen, um das Schilddrüsengewebe wieder zu normalisieren.

Hyperventilationssyndrom

Das Hyperventilationssyndrom betrifft in der Regel mehr Frauen als Männer. Ursachen sehr häufig psychisch bedingt, wie Ängste, Aufregung, oder Depressionen. Ferner kann es auch durch Krankheiten(hohes Fieber, hepatisches Koma, metabolische Azidose, Hypoxie) verzursacht sein.

Symptome: man unterscheidet ein akutes und ein chronisches Hyperventilationssyndrom.
Beim akuten H. kommt es zu einer verstärkten Atmung und damit verbundenen Krämpfen und Tetanie(Parästhesien, Pfötchenstellung)
Bei der chronischen H. findet man häufig Parästhesien(Ameisenlaufen) oder Hypästhesien an den Fingern oder um den Mund herum. Hinzu kommen Tachykardie, Schwindel, Kopfschmerzen, Zittern. Der Patient gähnt und seufzt häufig, hat eine unregelmässige Atmung und Luftnot. Auch Luftschlucken findet man nicht selten. Als psychische Symptome treten Nervosität, Aufregung, Angst, Depressionen und Schlafstörungen auf.

Therapie ist Behandlung der Grundursache. Als hilfreich hat sich eine klassisch homöopathische Behandlung erwiesen, die besonders auf den psychischen Zustandd des Patienten eingeht.

Hypoglykämie

Von Hypoglykämie spricht man bei Blutzuckerwerten von unter 50mg/dl.

Ursachen der Hypoglykämie können sein:

  • Überdosierung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen      
  • Starke körperliche Belastung 		
  • Alkoholgenuss

Symptome:

  • Heisshunger 				
  • Schwitzen, Unruhe, Tachykardie
  • Tremor, Krämpfe, 				
  • Hemiphlegien, Aphasien, Doppeltbilder, Somnolenz, Koma,  zentrale Atem und Kreislaufstörungen

Da das Gehirn nur Glukose als Energielieferant nutzen kann, ist ein Absinken unter 50mg/dl besonders kritisch und führt deshalb zu neurologischen Symptomen

Therapie: Gabe von Glucose in Form von Rohzucker, Traubenzucker oder  zuckerhaltigen Getränken. Eine homöopathische Therapie  hat sich bewährt.

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