- Hypokaliämie
Es handelt sich um eine Abnahme der Kaliummenge im Körper. Normalerweise befindet sich 98% des Kaliums im Zellinneren. Durch den Unterschied zwischen Kalium in der Zelle und Natrium ausserhalb der Zelle wird das Membranpotential bestimmt, welches wesentlich für die Erregung der Zelle ist.
Ursachen einer Hypokaliämie:
- Zuwenig Zufuhr
- Verlust über Durchfall, Erbrechen und Abführmittel
- Verlust durch Nierenerkrankungen, wie z.B. chronisch interstitielle Nephritis,
- Hyperaldostonerismus
- Diuretika
- Alkalosen
Symptome:
- Adynamie bis hin zu Lähmungen
- Obstipation, u.U. Ileus
- Reflexabschwächung
- Metabolische Alkalose
Therapie: Bei chronischer Hypokaliämie sollte man eine kaliumreiche Ernährung zu sich nehmen(mit viel Obst und Gemüse). Im akuten Fall ist eine parenterale Substitution erforderlich.
- Hypokalzämie
Von Hypokalzämie spricht man, wenn das Kalzium im Serum unter 2,2mmol/l fällt.
Ursachen können sein:
- Malabsorption
- Vitamin D Stoffwechselstörung
- Parathormonmangel(Hypoparathyreoidismus)
- akute Pankreatitis
Symptome:
- es kommt zu einer Tetanie, Krampfanfällen, sogenannte Pfötchenstellung der Hände
- Chvostek Zeichen(beim Beklopfen des N. facialis vor der Ohrmuschel kommt zu Zuckungen der Mundwinkel
- Trousseau Zeichen positiv: Bei Anlegen der Blutdruckmanschette am Oberarm kommt es zur Pfötchenstellung nach einigen Minuten arteriellen Mitteldruckes
Therapie: Gabe von Kalzium, u.U. i.v., und Behandlung des Grundleidens.
- Hypoparathyreoidismus:
Es handelt sich um eine Unterfunktion der Schilddrüsen mit einem Mangel an Parathormon. Die Unterfunktion wird meist durch Operationen an der Schilddrüse ausgelöst, wenn die kleinen Epithelkörperchen mitentfernt werden.
Symptome:
- Hypokalzämie mit tetanischen Zeichen: Krampfanfälle, Parästhesien, Pfötchenstellung, Stimmritzenkrampf
- Zur Überprüfung kann man zwei Untersuchungen durchführen:
Chvostek Zeichen: Beim Beklopfen des N. Facialis im Bereich der Wange kommt es zu Zuckungen des Mundwinkels
Trousseau Zeichen: Durch Aufpumpen der Blutdruckmanschette am Arm(arterieller Mitteldruck) kommt es zur Pfötchenstellung der Hand - Haar- und Nagelwachstumsstörungen
- Katarakt
- Osteosklerose
- Reizbarkeit
Differentialdiagnose: Eine Hyperkalzämie kann auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden:
- akute Panreatitis
- Malabsorption
- Peritonistis
- Niereninsuffizienz
Therapie: Kalzium und Vitamin D Gabe unter strenger Überwachung wegen Gefahr einer Hyperkalzämie
- Hypophysenvorderlappeninsuffizienz
Es handelt sich um einen totalen oder partiellen Ausfall d Hypophysenvorderlappens.
Ursache:
- Hypophysentumore oder Metastasen
- Traumen der Hypophyse
- Sheehan-Syndrom(Nekrose des HVL während der Geburt)
- durch Autoimmunprozesse
- Granulome
Symptome:
- Ausfall der lateralen Augenbrauen
- Zwergwuchs bei Ausfall von Growth Hormon im Wachstumsalter
- Fettmasseerhöhung und Muskelmasseabnahme durch GH-Mangel bei Erwachsenen
- durch Mangel an LH und FSH Amenorrhoe und Libido/Potenzverlust
- durch Mangel an TSH Hypothyreose mit Schwäche, Müdigkeit, Kälteintoleranz
- durch Mangel an MSH und ACTH kommt es zur Nebennierenindeninsuffizienz
- Ausfall von Prolaktin führt bei stillenden frauen zum Milchstopp
Die Hormone fallen bei einem Adenom des Hypophysenvorderlappens oft in einer gewissen Reihefolge aus: Growth Hormone>Gonadotropin>TSH>ACTH
Im Medizinstudium gibt es die wichtige Merkregel "7A" für die Symptome der Hypophysenvorderlappeninsuffizienz:
1. Achselbehaarung
2. Augenbrauenbehaarung
3. Amenorrhoe
4. Agalktie
5. Apathie
6. Adynamie
7. Alabasterfarbene Blässe
Therapie: Kausale Behandlung, dh. in der Regel OP des Tumors
- Hypothyreose
Es handelt sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse man unterteilt die Hypothyreose in die primäre, sekundäre und tertiäre Hypothyreose ein, wobei die primäre H. die häufigste ist.
Die primäre Hypothyreose kann entweder angeboren oder erworben sein.
Symptome der angeborenen Hypothyreose:
- Ikterus neonatorum
- Trinkfaulheit
- Obstipation
- Bewegungsarmut
- Sprachstörungen
- Wachstumsverlangsamung
- geistige und Psychische Retardierung
Beimgesetzlich vorgeschriebenen Neugeborenen Screening wird eine TSH Bestimmung gemacht, um eine eventuelle Hypothyreose auszuschliessen.
Die erworbene Hypothyreose ist meist Folge einer Autoimmunerkrankung, sog. Hashimoto Thyreoiditis. Sie kann aber auch durch Operationen an der Schilddrüse, nach Behandlung mit Radjodtherapie und bestimmte Medikamente ausgelöst(Thyreostatika) werden
Symptome der erworbenen Hypothyreose:
- Müdigkeit, Verlangsamung, Desinteresse
- Kälteempfindlichkeit
- rauhe, heisere Stimme
- trockenes brüchiges Haar
- Obstipation
- Bradykardie
Diagnose: Zur Bestimmung einer Hypothyreose misst man das TSH (Thyreo-Stimulating Hormon) aus dem Hypothalamus. Bei einer Hypothyreose ist es erhöht.
- Hämoglobin
Als Hämoglobin (Hb) bezeichnet man den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) der Wirbeltiere. Es ermöglicht den Sauerstoff-Transport im Körper. Hämoglobin besteht aus dem eisenbindenden Häm als und einem Globulin.
Als Normalbereich wird der Bereich bezeichnet in dem die Werte von 96% aller gesunden Menschen liegen.
| Hämoglobin bei Menschen |
| | g/dl (alte Einheit) | mmol/l (SI-Einheit) |
| Männer | 14–18 | 8,7–11,2 |
| Frauen | 12–16 | 7,5–9,9 |
- ein erhöhter Hämoglobin-Wert bedeutet meistens auch eine erhöhte Erythrozyten-Anzahl und kann z. B. bei Aufenthalt in großen Höhen (Sauerstoffmangel) oder durch Flüssigkeitsverlust auftreten (Polyglobulie).
- ein verringerter Hämoglobin-Wert wird als Anämie bezeichnet.
- Hämophilie A
Hämophilie A ist eine mit einer Häufigkeit von 1:10.000 recht häufige x-chromosomal vererbte Koagulopathie mit einem Faktor VIII-Mangel. Da nur das x-Chromosom betroffen ist, sind die Erkrankten nur Jungen.
Symptome:
Je nach Höhe der Restaktivität treten bereits im Säuglingsalter erste Symptome auf.
Nachblutungen bei Schnittverletzungen sind selten, da die primäre Blutstillung intakt ist.
Diagnose:
verlängerte aPTT, normaler Quick-Wert und normale Thrombinzeit, erniedrigten Faktor VIII:C
Differenzialdiagnose:
Differentialdiagnostisch kommen bei gleicher pathologischer Gerinnungstestkonstellation der Faktor IX-Mangel, ein von Willebrand-Jürgens-Syndrom und der Faktor XI-Mangel in Frage.
Therapie:
Patienten erhaltenFaktor VIII-Konzentrate bei manifesten Blutungen oder vor bzw. nach Operationen. Bei sehr schweren Formen ist eine prophylaktische Dauertherapie indiziert.
- Hörsturz
Beim Hörsturz handelt es sich um eine plötzlich auftretende Schallempfindungsstörung, die bis zum völligen Hörverlust führen kann. Es kommt zu einer akuten Durchblutungsstörung des Innenohrs.
Ursachen:
- Stress
- Mikroembolien, Thrombosen
- Blutungen
- Infektionen
- Autoimmunkrankheiten
- Ikterus
Beim Ikterus handelt es sich um eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute durch Ablagerung von Bilirubin. Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen, welches normalerweise über die Gallenwege ausgeschieden wird. 80% des Bilirubins, welches im Darm zu Urobilinogen umgewandelt wird, wird ausgeschieden. Die restlichen 20% werden vom Körper wieder aufgenommen und gelangen wieder zur Leber und von dort in die Galle.
Der Ikterus wird durch verschieden Ursachen ausgelöst. Dies führt auch zu einer bestimmten Einteilung:
- Hämolytischer Ikterus( durch übermässige Zerstörung roter Blutkörperchen)
- Hepatozellulärer Ikterus; hier liegt die Ursache in der Leber( z.B. durch Hepatitis, toxische Vergiftung,Stauungsleber)
- Cholestatischer Ikterus als Folge eines gestörten Galleabflusses.Neben der Gelbfärbung der Haut und der Konjunktiven findet man hier hellen( sogenannte acholischen) Stuhl, bierbraunen Urin und Juckreiz der Haut. Beim cholestatischen Ikterus unterscheidet man eine intrahepatische und eine extrahepatische Gallenstauung. Bei der intrahepatischen Gallestauung handelt sich um eine Gallesekretionsstörung in der Leber, bei der extrahepatischen Stauung handelt es sich um eine Abflussstörung der Galle.
Ursachen der intrahepatischen Cholestase können sein:
-Virushepatitis
-Leberzirrhose
-Alkohol-Fettleber
-Bakterielle Infektionen(Salmonellen, Leptospiren)
-Primär bilär Zirrhose
Seltene Ursachen eines Ikterus können auch angeborene Störungen sein:
- Morbus Meulengracht; es handelt sich hier um eine Störung der Bilirubinaufnahme und Konjugation mit Glucoronsäure in der Leber
- Crigler-Najjar Syndrom; hier fehlt die Glukoronyltransferase (diese koppelt das Bilirubin an die Glukoronsäure) völlig und das Bilirubin kann überhaupt nicht konjugiert werden
- Immunsystem
Unser Körper wird ständig durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten aus der Umwelt bedroht und benötigt deshalb zu seinem Schutz ein Abwehrsystem. Dabei unterscheidet man eine unspezifische, angeborene Immunität und eine spezifische, erworbene Immunität. Beide Systeme sind eng miteinander verbunden.
Dringen z.B. Erreger in unseren Körper ein, reagiert zunächst das unspezifische Abwehrsystem, aber gleichzeitig werden auch Antikörper produziert, die noch viel effektiver den Eindringling zerstören können.
Vorraussetzung für eine Abwehr ist natürlich, dass der Körper die Eindringlinge als fremd erkennt. Dies lernt der Organismus etwa zum Zeitpunkt der Geburt. Die Stoffe, mit denen der Körper zu diesem Zeitpunkt in Berührung kommt, werden lebenslang als "körpereigen" toleriert, alle später dazukommende Stoffe sieht der Körper normalerweise als "fremd" an. (wenn diese Unterscheidung vom Körper nicht mehr getroffen werden kann, kommt es zu sogenannten Autoimmunerkrankungen, bei denen sich der Körper selbst angreift).
Unspezifische Abwehr
Der unspezifischen Abwehr stehen verschiedene Abwehrkörper zur Verfügung. Es gibt Phagozyten(Fresszellen), wie die Makrophagen und neutrophile Granulozythen und bestimmte Stoffe, wie z.B. Lysozym oder Interleukine. Dringt ein Erreger ein, werden diese von den Fresszellen umschlossen und "verdaut". damit die Fresszellen die Feinde auch schnell erkennen können, werden diese durch spezielle Marker (Immunglobuline oder Komplementfaktoren) markiert. Die "Verdauung " des Erregers im Granulozyten erfolgt mit Hilfe von Enzymen und Sauerstoffradikalen.
Die Fresszellen können zwar schnell eingreifen und erreichen auch den Ort des "Eindringlings" sehr rasch, aber Ihre Abwehrkraft erlahmt relativ schnell, so dass jetzt die sogenannten Makrophagen die Arbeit übernehmen müssen. Diese sind langlebiger und können mehr Erreger zerstören.
Bei dem Eindringen von Viren, werden die natürlichen Killerzellen aktiv. Diese erkennen die Veränderungen an der Zelloberfläche auf Zellen, die mit mit Viren befallen wurden und töten diese ab. Um die Killerzellen anzulocken, bilden befallenen Zellen sogenannte Interferone(eine Art Botenstoff).
Spezifische Abwehr
Die Fresszellen sind zwar gegen eine Vielzahl von Bakterien und Viren wirksam, aber im Laufe der Evolution haben viele Erreger es gelernt, sich gegen die Phagozyten zu schützen. Streptokokken und Staphylokokken können z.B. durch das unspezifische Abwehrsystem nicht abgetötet werden. Deshalb muss hier die spezifische Abwehr eingesetzt werden. Hier kommen or allem Lymphozyten zum tragen.
Die Lymphozyten stammen ursprünglich aus dem Knochmark und wandern während der frühkindlichen Entwicklung in die Thymusdrüse , in der sie ihre Immunkompetenz erwerben(T-Lymphozyten). Die B-Lymphozyten werden im Knochmark geprägt. Beide Lymphozytenarten findet man in den Lymphknoten, von wo sie aus ständig ins Blut und Lymphsystem geschickt werden.
Die Lymphozytenabwehr kommt sofort zum Tragen, wenn ein Erreger in den Organismus eindringt. Dabei arbeitet die unspezifische Abwehr (also die Makrophagen) mit den Lymphozyten zusammen. Die Makrophagen präsentieren Bruchstücke der "verdauten Erreger" den Lymphozyten, die daraufhin spezifische Antiköper(Immunglobuline) produzieren, die nur gegen diesen Erreger wirksam sind. Die Antikörperproduktion setzt bei einem wiederholten Kontakt mit dem Erreger, sehr viel schneller ein, da der "Bauplan" der Antikörper in sogenannten Gedächtniszellen gespeichert wird.
Die Antikörper können die Erreger niemals selbst vernichten, sondern sie dienen nur als Markierung, damit sie z.B. von den Fresszellen besser erkannt werden können.
Andererseits können sich die T-Lymphozyten auch selbst vermehren und durch Produktion von Botenstoffen(Lymphokine) die Makrophagen auch direkt aktivieren. Dies , auch zelluläre Abwehr genannt, kommt vor allem bei Viren, Bruzellen und Mykobakterien vor.
- Insulinom
Es handelt sich um einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse, der zusätzlich zu dem bereits produzierten Insulin Insulin produziert. Die Tumore sind meist gutartig.
Symptome:
- typisch sind spontane Unterzuckerungen mit Heisshunger, Unruhe, Schwitzen, Tachykardie, Tremor
- u.U. auch Bewusstseinstörungen durch starke Hypoglykämie
Therapie: Entfernung des Tumors durch Operation
- Invagination
Unter Invagination versteht die Einstülpung von Darmabschnitten. Betroffen sind v.a. Säuglinge zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat.
Ursache: meist unklar.
Gehäuft wird sie beim Meckelschen Divertikel, Polyposis, Purpura-Schoenlein-Henoch, sowie Störungen der Darmperistaltik (Infektionen oder Abführmaßnahmen) beobachtet.
Komplikationen: Ileus, Perforation, Peritonitits
Therapie: Versuch mit Kolonkontrasteinlauf. Rezidivgefahr, daher stationäre Nachbeobachtung. Operation bei fehlgeschlagenem Kolonkontrasteinlauf u. Perforationszeichen.
- Ischiassyndrom
Ischiassyndrom ist eine recht häufige Erkrankung. Der Nerv kann in seinem gesamten Verlauf geschädigt werden, wobei meist jedoch eine verschobene Bandscheibe die Ursache ist.
Mögliche Ursachen:
- Bandscheibenvorfall bei L4/L5/S1. Dabei verlagert sich der Gallertkern der Bandscheibe durch den Faserring hindurch nach aussen und drückt auf die Nervenwurzel bzw. -faser.
- Erkältung
- Trauma, wie Verrenkung der Wirbelsäule und/oder der Beckengelenke
- Infektionskrankheiten
- Noxen, wie Alkohol, Tabak, Blei,...
Symptome:
- Schmerzen im Verlauf des Ischiasnerven, einseitig
- Parästesien, Kälte und Schlaffheit der Wadenmuskulatur
- kein Achillessehnenreflex
- sensible und motorische Ausfallserscheinungen
Diagnose:
- das gestreckte Bein kann im Liegen nicht angehoben werden (Lasègue Zeichen)
- bei Bandscheibenvorfall L5 kein Fersenstand möglich
- bei Bandscheibenvorfall S1 kein Zehenstand möglich
- Achillessehnenreflex
- Karzinoid
Es handelt sich um einen Tumor, der bestimmte Hormone, wie Serotonin, in geringerer Menge auch Kallikrein, Tachykenine und Prostaglandine produziert.
Die Tumore kommen in den meisten Fällen im Darm vor. Selten in der Lunge.
Symptome:
es besteht eine typische Trias aus:
- Durchfall,
- Flush(Hitzewallungen) mit Rötung des Gesichtes, Herzjagen, Schwitzen
- Herzsymptomen : Endokardfibrose
- manchmal auch ein ein intermittierender schmerzhafter Subileus
Therapie: Bei Möglichkeit wird der Tumor chirugisch entfernt.
- Kleienflechte
Bei der Pityriasis handelt es sich um eine Verhornungsstörung der Haut. Es kommt zu einer beschleunigten Verhornung der Haut, die zu einer unvollständigen Verhornung führt. Es gibt mehrere Formen der Kleienflechte.
Eine der häufigsten Form ist die Pityriasis versicolor:
Es handelt sich um eine Erkrankung mit Hefepilzen (Malassezia furfur), der normalerweise immer auf der Haut vorkommt, bei dieser Erkrankung jedoch stark vermehrt ist. Es kommt zu einer kleieförmigen Schuppung, die wie Hobelspäne aussehen. Prädilektionsstellen sind Schultern, Brust, Rücken und Hals.
Die zweithäufigste Form ist die Pityriasis rosea(Schuppenröschen)
Die genaue Ursache der Erkrankung ist noch unbekannt. Es kommt hier zu rosafarbene Flecken, auf denen sich Schuppen bilden, die nach oben gerichtet sind
- Kollagenosen
Es handelt sich um eine Gruppe von Autoimmun-Krankheiten, die vorwiegend das Bindegewebe befallen. Man zählt hierunter:
- Systemischer Lupus
- Sklerodermie
- Polymyositis und Dermatomyositis
- Sjögren Syndrom
- Mischkollagenosen
Die Krankheiten betreffen in aller Regel Frauen und es scheint eine genetische Disposition vorzuherrschen.
- Kolloidosmotischer Druck
Onkotischer Druck (Kolloidosmotischer Druck):
Der onkotische oder kolloidosmotische Druck herrscht an bestimmten Membranen im Körper, die für Eiweisse (Kolloide) undurchlässig, für Elektrolythe hingegen durchlässig sind. Diese Memrane findet man in den Blutkapillaren. Durch den Eiweissgehalt(vor allem Albumine) im Blut ist der Druck in den Kapillaren viel grösser als der ausserhalb der Kapillare. Damit wird verhindet, dass Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austritt, was zu Ödemen führen würde.
- Kolonkarzinom
Das Kolonkarzinom ist nach Brustkrebs und Lungenkrebs die häufigste Karzinomform. Meist treten sie nach dem 50. Lebensjahr auf. Sie entwickeln sich oft aus Polypen/ Adenomen des Kolons.
Ursachen:
- ballaststoffarme und fettreiche Ernährung
- genetische Faktoren
- andere Krankheiten, wie M. Crohn, Colitis ulcerosa
Symptome:
- oft symptomlos, wenn Symptome auftreten ist das Karzinom in der Regel schon weit fortgeschritten
- Blutbeimischung im Stuhl
- plötzliche Änderung der Stuhlgewohnheit
- Blähungen mit gleichzeitigem Stuhlabgang
zusätzlich können auftreten:
- Müdigkeit, Leistungsminderung
- Gewichtsverlust
- Fieber
- chronische Anämie durch Blutungen
Die Vorsorgeuntersuchung mit dem Hämoculttest (Blut im Stuhl) sind nicht 100% verlässlich, da Karzinome nicht unbedingt bluten müssen.
- Kolonpolypen
Bei Polypen des Colons handelt es sich um Schleimhautwucherungen in das Darmlumen des Kolons hinein. Jeder zehnte Erwachsene hat Polypen, jedoch in den allermeisten symptomlos. Bestimmte Formen der Polypen können entarten. (Siehe Kolonkarzinom)
Die Polypen werden in aller Regel erst dann entdeckt, wenn sie zu Blutungen oder einer Obstruktion geführt haben.
Die Untersuchung erfolgt über Koloskopie.
- Komplementsystem
Das Komplementsystem ist Bestandteil des Abwehrsystems (humorales Abwehrsystem) und besteht aus Faktoren, die in der lage sind, das Abwehrsystem zu stimulieren. Vor allem Mikroorganismen werden vom Komplementsystem abgewehrt durch:
- Förderung der Phagozythose
- Zytolyse von mit Antikörpern beladenen "Feindzellen" durch das Endprodukt der Komplementaktivierungskette
Gibt es Störungen im Komplementsystem kommt es zu gehäuften bakteriellen Infekten.
Komplementfaktoren wirken auch bei der sogenannten Chemotaxis mit. Chemotaxis nennt man die Anlockung von Granulozyten z.B. in ein Entzündungsgebiet. Die Spaltprodukte , die bei der Aktivierung der Komplementfaktoren entstehen können diese Chemotaxis bewirken.
Ursache können sein:
- eine verminderte Synthese in der Leber
- Ein erhöhter Verbrauch bei Autoimmunerkrankungen
- bestimmte Infektionen
- Konjunktivitis
Bei der Konjunktivitis handelt es sich um eine Entzündung der Augenbindehaut.
Formen:
- Infektiöse K.: Es gibt eine ganze Reihe von Erreger, die an einer Konjunktivitis beteiligt sind. Häufig sind Staphylokokken.
- Nichtinfektiöse K.: ausgelöst durch Staub, Wind, Fremdkörper, Chemikalien
- Allergische K.: Oft zusammen mit einem Heuschnupfen auftretend. Es kommt zum Jucken und Brennen der Augen mit starker Tränenabsonderung.
Symptome:
- Brennen, Jucken. Als ob etwas im Auge wäre.
- Starke Absonderung mit oder ohne Eiter
- Verklebung der Lidränder morgens bei eitriger Entzündung
- Kuhmilchintoleranz
Durch die Ernährung von Säuglingen mit Kuhmilch oder Milch auf Kuhmilchbasis kommt es zu einer Sensibilisierung gegenüber Kuhmilchproteinen über die Dünndarmmukosa, die in den ersten Lebensmonaten besonders durchlässig für Fremdeiweißmoleküle ist.
Pathomechanismus:Kuhmilchproteine werden als Antigene den Dünndarmmakrophagen und -lymphozyten präsentiert und gelangen in die Blutbahn. Die sensibilisierten Lymphozyten ( B- und T) wandern wiederum in die Darmwand zurück und können beim nächsten Antigenkontakt reagieren und zu allergischen Gewebsreaktionen führen.
Symptome:
- meist in den ersten Lebensmonaten
- akute Gastroenteritis mit Erbrechen
- teilweise blutige Durchfälle.
- später Übergang in chronischen Durchfall, bis hin zur Malabsorption mit Gedeihstörungen
Diagnose: rein klinisch ( d.h. durch Zusammenhang zwischen Kuhmilchprotein und klinischer Symptomatik) Laborchemisch findet sich häufig eine Eisenmangelanämie, eine Leukozytose, eine Eosinophilie und erhöhte IgG-Antikörper gegen Kuhmilcheiweiß.
Therapie:Elimination der Kuhmilchproteins aus der Ernährung des Säuglings. Ersatz durch Sojymilch oder Mandelmilch.
Prognose: Rückgang meist um das das 2. Lebensjahr von selbst. Bei schwereren Verläufen stationären Aufenthalten einschließlich langer parenteraler Ernährung.
Abzutrennen von der Kuhmilchproteinintoleranz ist die Kuhmilchallergie, die als IgE-vermittelte Allergie vom Soforttyp auftritt und mit Urticaria, Rhinokonjunktivitis, Asthma/Bronchitis oder atopischer Dermatitis einhergeht. Der Gastrointestinaltrakt reagiert hier ebenfalls mit akutem Durchfall. Hier können im RAST-Test erhöhte Werte auf Kuhmilch vorliegen und das Gesamt IgE erhöht sein.
- Kussmaulatmung
Bei der Kussmaulatmung handelt es sich um eine sehr vertiefte Atmung, die durch eine Azidose ausgelöst wird. Die Azidose reizt das Atemzentrum, welches durch die Veranlassung einer vertieften Atmung versucht, Säuren in Form von Kohlendioxid über die Lunge abzuatmen.. Typisch ist die Kussmaul-Atmung beim Koma diabeticum, da hier verstärkt Säureequivalente im Blut gebildet werden.
- Laktasemangel
Milch und manche Milchprodukte enthalten Milchzucker, auch Laktose genannt. Zur Verdauung benötigt der Körper bzw. der Darm ein Enzym mit den Namen Laktase. Bei vielen Menschen ist dieser Mangel angeboren. Z.B bei Chinesen.
Der Laktasemangel kann sich aber auch später entwickeln.
Symptome sind starke Durchfälle, Blähungen und unter Umständen Darmkrämpfe nach Milchgenuss.
Therapie ist Vermeidung von Milch. Vergorene Milchprodukte werden jedoch in der Regel gut vertragen.
- Laryngitis
Es handelt sich um eine akute oder chronische Entzündung des Kehlkopfes. Verursacht wird die Laryngitis durch Katarrhe(Beta-hämolysierende Streptokokken, Pneumokokken, Staphylokokken), Überbeanspruchung der Stimme, Rauchen, trockene Luft oder Staub.
Symptome:
- Heiserkeit bis hin zur Aphonie
- Reizhusten
- Kitzelhusten
- Lebensmittelvergiftung
Eine Lebensmittelvergiftung wird durch enterotoxinbildende Bakterien hervorgerufen, die in verdorbenen Nahrungsmitteln vorkommen. Die wichtigsten Erreger sind: Staphylococcus aureus, Bacillus cereus und Clostridium perfringens. Diese Bakterien bilden Gifte, auf die der Körper mit den unten genannten Symptomen reagiert. Er versucht quasi, das aufgenommene Gift, mit allen Mitteln wieder loszuwerden.
Die Symptome entstehen schon sehr schnell nach der Nahrungsaufnahme. Bereits nach 1 Stunde kann es zu Erscheinungen kommen.
Symptome:
- Übelkeit, Erbrechen
- Durchfall
- Bauchkrämpfe
- eventuell Fieber
- Durch den oft sehr schnell vor sich gehenden Wasserverlust kann es zu einer Exsikkose und zu einem Kollaps kommen.
Therapie: Flüssigkeitszufuhr und Ausgleich von Elektrolyten
- Leberkarzinom
Das Leberkarzinom ist in unseren Breitengraden relativ selten. In Afrika, Asien und China ist es allerdings relativ häufig.
Ursachen können sein:
- chronische Hepatitis B oder C
- Leberzirrhose
- Aflatoxine (Giftstoff eines Schimmelpilzes, der auf Erdnüssen, Getreide wächst)
- Vergiftung mit Arsen
Symptome: Druckschmerz im rechten Oberbauch, Abmagerung. Die Symptome sind zunächst recht unspezifisch. Sind die Symptome jedoch schon manifest, ist das Stadium schon recht weit fortgeschritten und eine Therapie sehr schwierig.
- Leberversagen (Leberzerallskoma)
Es handelt sich um eine akute Leberinsuffizienz infolge eines massiven Untergangs von Leberzellen, ohne dass eine chronische Lebererkrankung vorliegt.
Auslösende Ursachen können sein:
- Virushepatitis
- Toxische Stoffe: Medikamente, Knollenblätterpilz, Chemikalien(Tetrachlorkohlenwasserstoff)
- akute Schwangerschaftsfettleber
Symptome:
- Bewustseinstörungen von Schläfrigkeit bis zum Koma reichend
- Ikterus
- Geruch nach Leber(Foetor hepaticus)
- Lebergrösse abnehmend
- Blutungsneigung durch Abnahme der Gerinnungsfaktoren
- Arterielle Hypotonie durch Vasodilatation
- Hyperventilation mit respiratorischer Alkalose
Es besteht immer die grosse Gefahr eines Hirnödems und Blutungen. Eine Einweisung ins Krankenhaus ist deshalb unabdingbar.
- Leberzirrhose
Bei der Leberzirrhose handelt es sich um einer Zerstörung der Leber mit bindegewebigen Umbau, was zu Leberinsuffizienz und Portaler Hypertension führt.
Ursachen:
- Alkoholabusus
- Virushepatitis
- primäre biliäre Zirrhose
- M. Wilson
- Hämochromatose
- Rechtsherzinsuffizinez
Symptome:
- Abgeschlagenheit, Leistungsminderung
- Druck und Völlegefühl im Oberbauch
- Leberhautzeichen: Spider Naevi, Teleangiektasien
- Palma- und Plantarerythem
- Lacklippen, Lackzunge
- Ikterus mit Juckreiz
- Weissnägel
- Hormonelle Störungen: Beim Mann: Hodenatrophie, Potenzstörung, Verlust der männlichen Sekundärbehaarung. Bei der Frau: Menstruationsstörungen
- Lebervergrösserung, Leberverhärtung, im Spätstadium wird die Leber jedoch kleiner
Diagnose: Durch die Zirrhose verliert die Leber die Fähigkeit, Eiweisse zu synthetisieren. Deshalb fallen im Blut die Werte für Gerinnungsfaktoren und Albumin, und lassen sich gut nachweisen. Die Leberenzyme sind in entzündlichen Schübern erhöht.Ferner nimmt das Ammoniak(entseht beim Eiweissabbau zu, da die Leber es nicht mehr in Harnstoff umwandeln kann. Amoniak ist hirntoxisch und kann zum Koma führen.
Komplikationen: Es kommt zur portalen Hypertension und das Blut versucht, einen alternativen Weg zu nehmen, da der Weg durch die Leber zusehends versperrt wird. Hierdurch staut sich das Blut an und es kommt zu Speiseröhrenvarizen, Aszites (Bauchwassersucht) und vergrösserte Milz. Die Varizen können bluten und zu lebensgefährlichen Zuständen führen.
Therapie: Da in den meisten Fällen der Alkohol der Auslöser für die Zirrhose ist , ist eine Alkoholkarenz unabdingbar. Durch mangelnde Syntheseleistung der Leber, sollten auch Vitamine substituiert werden.
- Legionellose
Die Legionellose ist eine recht häufige Infektionskrankheit, wobei es bei nur 10% der Infizierten zu einer manifesten Infektion kommt. In Deutschland schätzt man jährlich etwa 800000 Infektionen. Von diesen erkranken dann etwa 80000 manifest. Bei den anderen 90% läuft die Krankheit symptomlos ab.
Legionellen kommen weltweit in Süsswasser vor und werden z.B. über Klimaanlagen, Wasseranlagen, Duschen etc übertragen. Legionellen verursachen gerade bei äteren Menschen, DiabetikernLungenentzündung. und Abwehrgeschwächten eine
Symptome:
- Nach einer Inkubationszeit von 2-10 Tagen kommt es zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, einer atypischen Pneumonie und gastrointestinalen Beschwerden. Als Komplikation kann ein akutes Nierenversagen auftreten
- Manche Fälle laufen auch ohne Lungenentzündung ab (sogenanntes Pontiacfieber)
- Leptospirose
Leptospirosen sind Erreger, die durch den Harn von infizierter Nagetiere über den Erdboden oder Wasser übertragen werden. Die Erreger können über kleine Verletzungen der haut und Schleimhäute oder über die Bindehaut aufgenommen werden.
Die Leptospiren führen zu einer Sepsis mit Beteiligung Leber, Nieren und Zentralnervensystem und sind meist sehr schwer verlaufend(werden oft auch als Morbus Weil bezeichnet). Wichtig ist ein zweiphasiger Verlauf: In der ersten Phase kommt es zur Erregereinschwemmung ins Blut, in der zweiten Phase zur Beteiligung innerer Organe.
Symptome:
- Frühstadium: äusserst dramatischer beginn mit sehr hohem Fieber, hinzu treten Konjunktivitis, Exantheme und Wadenschmerzen aund anderen Muskelschmerzen; Fieber lässt nach einigen Tagen wieder nach.
- Organstadium: hier kommt es zur Organmanifestation mit Hepatitis und Ikterus (bei Auftreten des Ikterus geht es dem Patienten schlechter), Nierenentzündung, Meningitis, Myokarditis
Es besteht die Gefahr eines Nierenversagens und starker Blutungsneigung durch einen Abfall der Thrombozyten.
- Leukopenie
Mit Leukopenie (vollständig: Leukozytopenie) bezeichnet einen Mangel an Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Blut. Der Mensch verfügt normalerweise über ca. 4000 bis 11.00 Leukozyten pro Mikroliter Blut. Wird dieser Wert unterschritten, spricht man von einer Leukozytopenie. In den meisten Fällen liegt eine Verminderung von neutrophilen Granulozyten vor (neutrophile Granulozytopenie, auch Neutropenie). Eine Vermindung der Lymphozyten (Lymphozytopenie) führt häufig nicht zur verminderten Gesamtleukozytenzahl.
- Leukämie
Man unterscheidet zwei Formen der Leukämie, die akute lymphatische Leukämie(ALL) und die akute myeloische Leukämie(AML). Die AML tritt vorwiegend im Erwachsenenalter auf, während die ALL meist bei Kindern vorkommt. Es kommt in beiden Fällen zu einer Vermehrung von unreifen Leukozyten, die nicht funktionstüchtig sind.
Ursachen:
- Knochenmarksschädigung durch chemische Substanzen(Benzol, Zytosstatika) oder isonisierende Strahlen
- Genetisch bedingt
- Viren( verursachen die Erwachsenen T-Zell Leukämie)
Symptome: Neben Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Fieber und Nachtschweiss kommt es häufig zu bakteriellen Infekten durch die Verminderten Granulozyten im Blut. Man findet hier häufig Entzündungen an Haut-Schleimhautübergängen und Pilzinfektionen(Candida, Soor).
Durch verminderte Thrombozytenzahlen kommt es zu Blutungen und durch die Erythrozytopenie kommt es zu einer Anämie mit Blässe, Müdigkeit und Atemschwierigkeiten.
Weitere Symptome sind Lymphknotenschwellungen, Milzvergrösserung, manchmal auch Lebervergrösserung.
Therapie:Schulmedizinisch wird Chemotherapie und Knochenmarkstransplantation eingesetzt, zunehmend auch Stammzelltransplantationen.
- Lichen ruber
Es handelt sich um eine chronisch rezidivierende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Schleimhäute. Sie ist nicht ansteckend und nicht erblich.
Ursache ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich um eine virusbedingte Autoimmunreaktion.
Häufigste Form: Lichen ruber planus
Symptome:
- 3-6 Lebensjahrzehnt
- Papel (gerötet, flach oder zentral eingedellt), oft in Gruppen, können zu Plaques konfluieren oder zu netzförmigen Feldern
- Treten schubweise akut mit starkem Juckreiz auf
- Beugestellen – Handgelenk – Handflächen – Fußsohlen, auch Mundschleimhaut
Schulmedizinische Therapie
Lokaltherapie mit Steroiden.
- Lungenabszess
Beim Lungenabszess handelt es sich um einen nekrotisierten Bereich in der Lunge, der Eiter enthält. Ursache ist meist eine Lungenentzündung. In seltenen Fällen auch durch Aspiration von Fremdkörpern, Bronchialkrebs, Verletzungen.
Symptome:
- schweres Krankheitsgefühl mit Fieber über 39°C
- Schweissausbrüche
- Husten mit eitrigem Sputum, häufig blutig (wenn Abszess in einen Bronchus einbricht)
anfangs ähneln die Symptome einer Pneumonie.
Komplikationen: Pleuraempyem, Fistelbildung
Diagnose:Röntgen, Bronchgraphie (Verschattung mit Höhlenbildung und Flüssigkeit)
- Lungenembolie
Bei der Lungenembolie handelt es sich um einen Verschluss einer Lungenarterie. Der Verschluss wird meist durch einen Thrombus aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen verursacht. Symptome machen erst Verschlüsse grösserer Arterien, kleine Verschlüsse verlaufen oft stumm. Der Thrombus führt zu einer Einengung des Gefässquerschnittes mit nachfolgender Druckerhöhung und Rückstau im rechten Herzen und Unterversorgung des linken Herzens.
Die Bildung von Thromben wird besonders nach Operationen, bei Herzinsuffizienz, Varikose, Blutgerinnungsstörungen und Immobilität gefördert. Weitere Risikofaktoren sind Entbindungen, Schwangerschaft, Einnahme der Pille,Rauchen, oder auch langes Sitzen (Economy class syndrom).
Symptome:
- Bei Verlegung grosser Lungenarterien: Atemnot, Schnelle Atmung, Tachycardie, Brustschmerzen(atemabhängig), Zyanose, Husten, Schweissausbruch und Angst. Es entwickelt sich ein Schock. Tod kann durch akutes Rechtsherzversagen auftreten.
- Bei Verlegung kleiner Gefässe: Nur vorübergehende Atemnot, Tachycardie, Schwindel. Patient fühlt sich unwohl. Oft auch keine Symptome. Bei wiederholten kleinen Embolien besteht die Gefahr einer grossen Embolie
Komplikationen: bei grossen Embolien besteht die Gefahr eines Lungeninfarktes mit Absterben ganzer Lungenteile
Therapie: Sofortige Krankenhauseinweisung notwendig.
- Lungenemphysem
- Beim Lungenemphysem handelt es sich um eine irreversible Erweiterung der kleinen Bronchiolen. Die Ursachen können vielfältig sein, meist handelt es sich um eine Obstruktion bei Asthma bonchiale oder eine chronischen Bronchitis.
Symptome: Es gibt zwei Typen:
- Typ PP("pink puffer") Diese Personen sind meist eher hager, haben eine ausgeprägte Atemnot und einen trockenen Reizhusten
- Typ BB("blue bloater") Die Gruppe ist übergewichtig, zeigt eine starke Blauverfärbung (Zyanose), Husten mit Auswurf. Die Lungenfunktion ist stark eingeschränkt, wodurch es zu einem Mangel an Sauerstoff kommt. Dies führt häufig zu Kopfschmerzen. Aufgrund der eingeschränkten Lungenfunktion kommt es frühzeitig zu einem Cor pulmonale mit einer Rechtsherzinsuffizinez
Bei den Patienten sieht man ferner den typischen fassförmigen Thorax mit horizontal verlaufenden Rippen, geblähten Schlüsselbeingruben. Die Atmung ist so behindert, dass man zwischen Ein-und Ausatmung kaum einen Unterschied im Brustumfang bemerkt.
Behandlung je nach Grunderkrankung unterschiedlich. Auch muss ein Fortschreiten des Emphysem verhindert werden. Rauchen ist deshalb keineswegs ratsam. Viele Patienten müssen bei fortgeschrittenem Emphysem besondere Atemtechniken erlernen.
- Lungenfibrose
Bei der Lungenfibrose handelt es sich um einen bindegewebigen Umbau der Lunge. Es kommt zu einem difusen Wachstum von Bindegewebe im Lungenparenchym mit Zerstörung der Alveolarstruktur und folgender restriktiver Ventilationsstörung.
Ursachen der Lungenfibrose ist meist eine chronische Alveolitis, die z.B. durch organische Stäube oder Steinstaub/Kohlestaub ausgelöst werden kann. Auch Kollagenosen und rheumatische Krankheiten spielen eine Rolle. Die wichtigsten Krankheiten, die zu einer Lungenfibrose führen, sind Silikose, Asbestose und Sarkoidose.
- Lungenödem
Das Lungenödem ist eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit aus den Lungenkapillaren in den Alveolarraum und das Lungeninterstitium austritt.
Ursachen des Lungenödems können sein:
- Linksherinsuffizienz(am häufigsten)
- Niereninsuffizienz
- allergisch, toxische Ursachen
Symptome:
- es kommt zu beschleunigter Atmung, Atemnot. Man hört ein Atemgeräusch. (Interstitielles Ödem)
- mit zunehmender Schwere und Eindringen von Flüssigkeit in den Alveolarraum kommt es zur schwerer Atemnot, Angst, blässe und Blauverfärbung(Zyanose). Starke Rasselgeräusche und ein schaumiges Sputum (Alveoläres Ödem)
Therapie: Den Erkrankten zunächst auf keinen Fall hinlegen, sondern sitzend lagern. Behandlung der Grundursache.
- Lupus erythematodes
Es handelt sich um eine Erkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen mit Vaskulitis und Perivaskulitis der Arterien, mit Ablagerungen von Immunkomplexen. Die Krankheit befällt zehn mal so viel Frauen wie Männer
Die genaue Ursache ist leider nicht bekannt. Eine Hypothese ist, dass durch einen Virusinfekt DNS aus der Zelle freigesetzt wird, gegen die der Körper Antikörper bildet
Symptome:
- Allgemeinbeschwerden mit Fieber, Schwäche , Gewichtsverlust
- Muskel und Gelenkbeschwerden(meist mehrere Gelenke betroffen)
- Myositis
- Hautveränderung: Schmetterlingserythem an Wangen und Nasenrücken, leuchtend rote Papeln mit Schuppenbildung und follikuläre Hyperkeratose, Lichtempfindlichkeit, Ulzerationen an Nase und Mund. Diagnose über Hautbiopsie(IgG oder IgM Immunkomplexe an der Basalmembran)
- Pleuritis/Pericarditis
- Glomerulonephritis oder nephrotisches Syndrom
- neurologische Veränderungen, wie Psychosen, Epilepsie, Hirnnervensymptome...
Zur Diagnose bestimmt man antinukleäre Antikörper(ANA) und Antikörper gegen doppelsträngige DNS
Eine schulmedizinische Therapie richtet sich nach der Behandlung der unterschiedichen Manifestationen des Lupus. Eine systemische Behandlung, also Behandlung im ganzheitlichen sinne erfolgt hier nicht. Deshalb sollte man eine homöopathische Behandlung ins Auge fassen.
- Lymphozytose
Es handelt sich um eine Vermehrung der Lymphozyten im Blut über 3000/mcl.
Ursachen können sein:
- Virusinfekte(z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber(Mononukleose), Röteln, Masern)
- nach bakteriellen Infektionen: die sogenannte "lymphozytäre Heilphase"
- Tuberkulose, Keuchhusten
- Chronisch lymphatische Leukämie(CLL)
Kinder haben ganz häufig eine Lymphozytose und ist im Kindesalter nicht beunruhigend.
- Magenkarzinom
Das Magenkarzinom ist in Westeuropa viel seltener anzutreffen als in China und Japan. Vermutlich spielen hier Ernährungsfaktoren eine wesentliche Rolle. Obst und Gemüse haben eine protektive Wirkung!
Folgende Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle:
- Blutgruppe A
- Hoher Nitratgehalt in Nahrungsmitteln und Zufuhr von Nitrit(auch in Tabakrauch vorkommend)
- zu wenig Salzsäure
- Helicobakter pylori
Symptome: Sehr viele Patienten geben an, dass sie nie etwas mit dem Magen hatten. Die Symptome kommen in aller Regel recht plötzlich, wie z.B:
- plötzliche Gewichtsabnahme
- Abneigung gegen Fleisch
- Druck und Schmerz im Oberbauch
- Leistungsknick
- subfrebrile Temperaturen
- akute Magenblutungen
- Blut im Stuhl
- Malaria
Die Malaria ist die häufigste Infektionskrankheit. Man schätzt heute 500 Mio. Neuerkrankungen pro Jahr. In Africa sterben jährlich 2 Mio. Kinder daran. Durch zunehmende Resistenz der Plasmodien gegen Chemotherapeutika u. der Anopheles-Mücken gegen Insektizide verschlechtert sich die Situation in vielen Endemiegebieten. In Europa zunehmende Zahl importierter Malaria(sogenannte Airport-Malaria);In Europa kommt die Malaria im Donaudelta u. Teilen der Türkei vor.
Es gibt 4 verschieden Erreger, die von der Anopheles Mücke übertragen werden können:
Plasmodium malaria = Malaria quartana
Plasmodium vivax = Malaria tertiana
Plasmodium ovale = Malaria tertiana
Plasmodium falciparum = Malaria tropica
Symptome:
- Fieber(bei M. quartana alle 3 Tage, bei M. tertiana alle 2 Tage) mit schüttelfrost und starkem Fieberabfall
- subfrebrile Temperaturen mit unregelmässigem Rhythmus bei M. tropica
- Kopf und Gliederschmerzen
- Leber und Milzvergrösserung
- Schmerzen in der Lebergegend
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Anämie
- M. tropica: Mikrozirkulationsstörungen in Gehirn, Herz, Lunge und Nieren
Diagn.: mikroskop. Nachweis der Plasmodien (Blutausstrich, Dicker Tropfen), v. a. zu Beginn des Fieberanfalls.
Wichtig: Daran denken!!
- Malassimilationssyndrom
Es handelt sich hier um mehrere Krankheiten, die zu zu einem Verlust zugeführter Nahrungsstoffe führt. Es kann sich prinzipiell entweder um eine Maldigestion oder um eine Malabsorption handeln.
Maldigestion: Hier kommt es zu einer Störung der Verdauung im Magen und der Aufspaltung der Nahrung durch Pankreasenzyme im Dünndarm. Dies kann verursacht sein durch:
- Pankreasinsuffizienz
- Mangel an Gallensäuren durch Behinderung des Galleabflusses oder mangelnde Rückresorption der Gallensäuren.
Malabsorption. In diesem Fall werden die bereits im Darm gespaltenen Nahrungsbestandteile nicht genügend ins Blut bzw. die Lymphe aufgenommen. Ursachen hierfür können sein:
- Dünndarmerkrankungen, wie z.B. Zöliakie, M. Crohn, Laktasemangel, chron. Darminfektionen
- Störung der Darmdurchblutung z.B. durch schwere Rechtsherzinsuffizienz oder konstriktive Perikarditis
- Störung des enteralen Lymphabflusses
- Hormonal aktive Tumore
Symptome:
- chronischer Durchfall, manchmal Steatorrhoe(grau-glänzende Fettstühle)
- Gewichtsverlust
- Mangelsyndrom durch Nährstoff- und Vitaminmangel:
Der Mangel an Nährstoffe zeigt sich ganz unterschiedlich:
Eiweissmangel: Abmagerung, hypoproteinämische Ödeme
Kohlenhydratmangel: Gärungsstühle, Flatulenz, geblähtes Abdomen
Fettlösliches Vitamin A: Nachtblindheit, trockene Haut, verminderte Tränensekretion
Fettlösliches Vitamin D: Rachitis bei Kindern und Kleinkindern, Osteomalazie bei Erwachsenen
Fettlösliches Vitamin K: Gerinnungsstörungen des Blutes und Blutungsneigungen
Vitamn B12, Folsäure, Eisen: Anämien (Eisenmangelanämie, Megaloblastäre Anämie)
Kalium: Schwäche
Kalzium: eventuell Tetanie
Therapie: Zunächst auffinden und Behandlung der Grundkrankheit. Eine homöopathische Behandlung bringt in vielen fällen sehr gute Besserung.
- Mastoiditis
Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Schleimhaut in den hohlen Räumen des Warzenfortsatzes(Processus mastoideus). Eine Mastoiditis kann sich z.B. aus einer Mittelohrentzündung entwickeln, wenn diese nicht richtig behandelt wird.
Komplikationen sind Meningitis, Entzündung des Innenohrs und Hirnabszess beim Durchbrechen in die Schädelhöhle.
- Megaloblastäre Anmämie
Es handelt sich um eine Anämie, die durch einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure verursacht wird. Dabei werden. Dabei kommt es zu unzureichend gebildeten Blutkörperchen(Megaloblasten), die ihre Aufgabe nicht erfüllen können.
Ursache: Meist Vitamin B 12 Mangel bzw. ein Mangel des sog. Intrinsic Factors im Magen der zur Resorption des Vitamin B12 im Enddarn notwendig ist. Auch ein Folsäuremangel kann zur Anämie führen, vor allem bei jungen Frauen, die die Pille einnehmen(diese stören die Umwandlung der Folsäure im Darm). Auch eine Mangelernährung durch einseitige Kost(häufig bei älteren Menschen) und bei Alkoholikern sowie ein erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft können zu einem Folsäuremangel führen.
Symptome: bei einem Vitamin B12 Mangel kommt es zu einer sogenannten Symptomentrias mit hämatologischen, neurologischen und gastrointestinalen Störungen:
- allg. Anämiesmptome. Müdigkeit, Blässe. Häufig ist die Haut auch gelblich gefärbt(durch Blässe der Haut und Ikterus(Gelbsucht)). Ursache für den leichten Ikterus ist das vermehrte Auftreten von fehlerhaften Blutzellen durch den B12 Mangel, die in der Milz abgebaut werden.
- Schleimhautveränderung mit glatter roter Zunge und Zungenbrennen. Ferner atrophische Autoimmungastritis
- das erste Symptom ist eine Störung der Tiefensensibilität bzw. Vibrationsempfindens durch Markscheidenschwund der Hinterstränge und Pyramidenbahn. Häufig zeigt sich auch eine Polyneuropathie mit schmerzhaften Parästesien an Händen und Füssen.
Therapie: Zunächst muss die Ursache ausgeschaltet werden. Wenn es sich um einen reinen Vitaminmangel handelt, Substitution. Durch die Gabe kann die Produktion der Erythrozythen wieder normal ablaufen und es kommt zu einem starken Anstieg. In dieser Phase sollte man deshalb auch an die Substitution von Kalium und Eisen denken.- Mekoniumileus
Ein durch zähes, abnormes Mekonium hervorgerufener Ileus ist fast immer das erste klinische Zeichen einer Mukoviszidose. Die hohe Viskosität des Mekoniums entsteht durch Produktion abnorm zähen Schleimes in den Becherzellen des Dünndarms und durch den bei exokriner Pankreasinsuffizienz unvollständigen Abbau der Proteine im Nahrungsbrei. Die teerartige Mekoniummasse füllt die distalen Anteile des Ileums, die proximalen Anteile sind dilatiert.
Symptome: Aufgetriebenes, schmerzhaftes Abdomen, Erbrechen, kein oder nur minimaler Stuhlabgang.
Therapie: besteht in Einläufen mit verdünntem Gastrografin, durch dessen osmotischen Effekt das Mekonium an Viskosität verliert und ausgeschieden werden kann. Haben die Einläufe keinen Erfolg oder droht gar die Perforation, muß umgehend operiert werden.
- Melanom
Beim Melanom handelt es sich um einen Hautkrebs. Es tritt häufig in seiner malignen Form auf. Das Melanom kommt in verschiedenen Formen vor. Es gibt weiche, harte, braune und schwarze und sie können in jeder Form auftreten. Jede Hautveränderung , die sich verändert, sollte auf alle Fälle abgeklärt werden.
Verdachtszeichen können sein (siehe auch abcd-Regel):
- Scharf umrandete oder auch unscharf umrandete Hautveränderungen, die wachsen
- Leberflecke, die schnell an Grösse zunehmen
- entzündeter Hof um einen Leberfleck
- Leberflecken , die bluten
- Jucken oder sogar Schmerzen in einem Leberfleck oder Hautmal.
- Meningitis
Eine Meningitis, auch Entzündung der Gehirnhäute, kommt generell in zwei Formen vor:
1.Viral verursacht, diese wird auch lymphozytäre Meningitis genannt
häufigsten Erreger : RNA-Viren: Poliomyelitis, Coxsackie, ECHO, FSME, Influenza, Mumps, Masern, HIV
DNA-Viren: Adeno, Herpes simplex, Varizella, CMV, EBV
2.durch Bakterien verursacht
häufigste Erreger:Kinder: Meningokokken, Hämophilus influenzae
Erwachsene: Pneumokokken, Meningokokken, Hämophilus influenzae, Listerien, Staphylokokken
Mycobacterium tuberculosis
Symptome :
- Unspezifische Prodromalstadien
- dann heftigste Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Fieber
- oft mit Bewußtseinstrübung,Lichtscheu,Übelkeit und Erbrechen,
- Lasegue,Kernig,Brudzinski positiv
Diagnose: Klinik,Liquorpunktion
Therapie:
Bakteriell: Gabe von Antibiotika. Unbehandelt Letalität 50%
Viral: Bettruhe,keine spezifische Therapie
- Meningokokken Meningitis
Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Hirnhäute durch Meningokokken. Die Erkrankung ist äusserst ansteckend und wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2-5 Tage.
Symptome:
- plötzlicher Krankheitsbeginn mit hohen Fieber und Schüttelfrost
- Starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Opistothotonus: Es handelt sich um eine starke Muskelanspannung des Rückens und anderer Muskeln, die zu einem Überstrecken des Rückens führt. Damit versucht der Körper, jedwede Bewegung der Hirnhäute zu vermeiden.
- Hyperästesie: die Patienten sind extrem empfindlich auf äussere Reize, wie Lärm oder Licht.
- Krämpfe und Lähmungen
- Benommenheit
Diagnose: diagnostische Zeichen wir Kernig, Brudzinski und Lasuegue sind positiv.
Komplikationen: Meningokokkensepsis: Hierbei kommt es zu Hautblutungen, ferner können Hirnnerven betroffen sein: Sehnerv(Nervus opticus), Gesichtsnerv(Nervus facialis) und Hörnnerv(Nervus akusticus)