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Mesenterialarterienverschluss

Die Mesenterialarterie versorgt einen grossen Teil des Darmes mit sauerstoffreichem Blut aus dem Herzen. Kommt es zu einem Verschluss dieser Arterie, wird der Darm nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und es kommt zum Infarkt.

Ursachen eines Verschluss oder einer Einengung können sein:
- Arteriosklerose
- in selten Fällen eine arterielle Embolie

Der Verschluss kann langsam vor sich gehen. Man unterscheidet hier mehrere Stadien.
1. Kommt es nur zu einer leichten Minderdurchblutung , sind in aller Regel keine Symptome auffällig
2. In diesem Stadium kommt es zu nahrungsabhängigen Schmerzen(nach dem Essen strömt vermehrt Blut und verursacht die Schmerzen
3. Es kommt zu Dauerschmerzen, die oft die Lokalisation wechseln und einem Malabsorptionssyndrom
4. Heftige Schmerzen mit beschwerdefreiem Intervall. Akuter Mesenterialarteienverschluss und -infarkt verursacht Schmerzen, Meteorismus, paralytischem Ileus, Durchwanderungsperitonitis mit akutem Abdomen

Metabolische Alkalose

Bei der Alkalose kommt es zu einer Verschiebung des ph-Wertes auf über 7,44. Der Körper versucht ferner durch Verschiebung von Kalium in die Zellen, dem entgegenzuwirken. Hierdurch kommt  es zu einem Kaliummangel. Beim Kaliummangel wird vermehrt Wasserstoff ausgeschieden, was das Blut saurer macht.

Ursachen:

  • Erbrechen(Verlust von saurem Mageninhalt)
  • Diuretiktherapie mit Hypokaliämie
  • Zufuhr von Bikarbonat

Symptome:

  • verminderte flache Atmung
  • Tetanie durch Kaliummangel
  • Extrasystolen am Herzen
Metabolische Azidose

Von Azidose spricht man, wenn der ph Wert des Körpers unter 7,36 fällt.

Ursachen können sein:

  • Endogene Säurebildung durch Alkoholismus, Hungerzustände, Coma diabeticum(Ketoazidose)
  • Exogene Säurezufuhr
  • Verminderte Säureausscheidung durch Niereninsuffizienz
  • Bikarbonatverlust durch Diarrhoe

Symptome: als Kompensation versucht der Körper verstärkt Sauerstoff einzuatmen. Dies führt zur sogenannten Kussmaulschen Atmung.

Die Azidose führt immer zu einer Hyperkaliämie, da Kalium aus den Zellen in den Extrazellulärraum verschoben wird.

Methionin

Die Aminosäure Methionin, die zu den essentiellen AS gehört, hilft, die Einlagerung von Fett in der Leber und den Arterien zu verhindern. Es unterstützt den Blutfluss zu den Nieren, dem Herzen und dem Gehirn und schützt vor freien Radikalen. Mangelerscheinungen sind Haarverlust, schwacher Hauttonus, Leberprobleme und Arteriossklerose.

Minipille

Wirkmechanismus der Minipille:
• Hemmung der Spermienaszension durch Veränderung und Verminderung des Zervixschleims und Endometriums
• Abschwächung des mitzyklischen LH-Gipfels, Hemmung des Eisprunges in maximal 40 - 50%

Anwendung:
täglich Einnahme einer niedrigen Gestagendosis, keine Einnahmepause; die Dosis beträgt1/6 - 1/10 der Menge eines üblichen Ein-Phasen-Präparates.

Kontraindikationen:
Leberadenome, steroidabhängige Karzinome, Z.n. Chorionkarzinom, aktive Lebererkrankungen

Morbus Addison

Beim M. Addison handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung mit Bildung von Autoantikörpern gegen die Nebennierenrinde(NNR).Der Körper versucht durch eine vermehrte Produktion von ACTH in der Hypophyse die Kortisolbildung anzuregen, weshalb bei diesen Patienten der ACTH Spiegel stark erhöht ist.

Eine Nebennierenrindeninsuffizienz kann auch akut ausgelöst werden, z.B. durch Einblutung in die NNR bei Meningokokkensepsis(Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom).

Symptome: diese treten in aller Regel erst sehr spät auf, meist erst dann, wenn 90% der NNR schon zerstört sind. Unter normalen Bedingungen merkt der Patient höchstens eine gewisse Müdigkeit und Lustlosigkeit. Bei einem manifesten M.Addison findet man:

  • Schwäche und rasche Ermüdbarkeit
  • Pigmentierung der Haut und der Schleimhäute(auch der Handinnenflächen)
  • Gewichtsverlust
  • Niedriger Blutdruck
  • Dehydration
  • Abdominelle Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Durchfälle oder Obstipation)

Symptome der Addison Krise(bei totalem Ausfall der NNR):

  • Exikkose
  • Blutdruckabfall
  • Schock
  • Erbrechen, Durchfälle
  • Hypoglycämie
  • Koma
  • Pseudoperitonitis

Therapie: Patienten mit Addison Krise müssen  sofort in die Klinik eingewiesen werden. Hier wird wie beim M. Addison auch Kortisol gegeben. Eine zusätzliche homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.

Morbus Bechterew

Beim Morbus Bechterew handelt es sich um eine Entzündung der kleinen Wirbelgelenke, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt. 90% der Patienten haben einen positiven Rheumafaktor im Blut(HLA-B27)

Symptome:

  • nächtliche und morgendliche Kreuz-und Gesässschmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen können
  • Klopfschmerz und Verschiebeschmerz der Iliosakralgelenke(Stuhlsteigeversuch, Mennell Zeichen)
  • Spondylitis mit schmerzen zwischen Lumbalen und thorakalen Bereich der Wirbelsäule
  • Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule
  • Thoraxumfangdifferenz nimmt ab
  • Schober-Mass:  Eine 10cm lange Strecke aufwärts gemessen vom 5. Lendenwirbel muss sich beim  nach vorne Beugen um mind. 4 cm vergrössern. Bei M. Bechterew ist diese Strecke viel kleiner.
  • Ott-Mass: Die 30 cm Distanz vom 7 Halswirbel nach unten gemessen, muss sich bei Rumpfbeugung um mind. 2 zentimeter vergrössern.
  • Arthritis peripherer Gelenke
  • Brustschmerzen duch Entzündung der Synchondrosen von Sternum und Rippen)
  • Entzündung der Sehnenansätze(vor allem Achillessehne)
  • Entzündung der Iris

Diagnose:
-HLA-B27 Nachweiss(kann aber auch bei Gesunden positiv sein),
-Röntgen: an den Gelenken sieht man Sklerosierungen und Ersionen, Syndesmophyten(Bildung von sogenannten Knochenspangen, die benachbarte Wirbel überbrücken Verkalkungen der Wirbelkörperbänder

Therapie: eine kausale schulmedizinische Therapie ist nicht bekannt. Hilfreich ist die Bechterew-Gymnastik . Erfolgreich hat sich hier die klassische Homöopathie erwiesen.

Morbus Crohn

Es handelt sich um eine chronische Krankheit, die den Dickdarm und Endteile des Dünndarms betrifft. Es kommt hierbei zu einer Entzündung des Darmes mit krampfartigen Bauchschmerzen, Durchfällen, die teils, jedoch selten mit Blut vermischt sind und leichten Fieberschüben. Die Krankheit verläuft in Schüben, daszwischen können oft Monate ohne Symptome liegen. Oft wird fälschlicherweise eine Appendicitis diagnostiziert.

Mit zunehmender Erkrankung ist der ganze Darm betroffen und es können sich Fisteln ausbilden, die eitriges Sekret absondern. Der Darm vernarbt und es kann zu starken Verengungen führen. Die Fisteln sind oft das erste Symptom eines M. Crohn.
Bei der Abtastung des Bauches spürt man oft eine Resistenz im rechten Unterbauch.(DD Appendicitis!!)
Durch die Vernarbung des Darmes kommt es mit zunehmender Krankheit zu einem Malabsorptionssysndrom.

Die Ursache ist unbekannt. Man diskutiert eine Autoimmunkrankheit oder eine Störung der Immunregulation. Der Morbus Crohn wird wie die Colitis ulcerosa zu den psychosomatischen Krankheiten gezählt. Therapeutisch ist deshalb eine klassisch homöopathische Behandlung zu empfehlen.

Morbus hämorrhagicus neonatorum

Bei der Frühform kommt es zwischen dem 2. und 5. Lebenstag bei ansonsten gesunden Neugeborenen zu Blutungen. Diese betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt oder das zentrale Nervensystem. Bei mütterlichen Risikofaktoren (Medikamente wie Cumarin, Diphenylhydantoin, Primidon, Phenobarbital, Antibiotika oder Laxanzien) kann es jedoch schon am ersten Lebenstag zu Blutungssymptomen kommen

Die Spätform der Vitamin-K-Mangel-Blutungen tritt zumeist nach der 2. - 6. Lebenswoche auf. Zumeist handelt es sich um vollgestillte, männliche Säuglinge.
Wegen des geringen Vitamin-K-Gehalts der Muttermilch kann sich bei gestillten Kindern der physiologische Vitamin-K-Mangel noch verstärken und somit Blutungen auslösen.

Diagnose: PTT, PTZ und Blutungszeit sind verlängert, die Faktoren II, VII, IX und X sind erniedrigt.

Therapie: Als Prophylaxe wird schulmedizinisch Vitamin K s.c. oder p.o. am 1., 5. und 28. Lebenstag nach der Geburt verabreicht.

 Risikofaktoren:Früh- und Mangelgeburt, Geburtskomplikationen, Fütterungsbeginn nach 12 Stunden, längerdauernde parenterale Ernährung, Malabsorption, Cholestase, Enteritis.

Morbus Wilson

Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die zu einer krankhaften Speicherung von Kupfer in Leber und Stammganglien führt. Die Krankheit tritt zunächst meist im Kindesalter auf und manifestiert sich erst an der Leber.

Normalerweise wird Kupfer an Coeruloplasmin gebunden. Dieses Eiweiss ist im blut bei den Betroffenen stark vermindert. Da freies Kupfer toxisch ist, wandert es rasch ins Gewebe und wird dort abgelagert. Primär wird das Kupfer in der Leber und den Stammganglien abgelagert.

Symptome:

  • Zunächst als Fettleber, später Hepatitis und Leberzirrhose
  • nach dem 10. Lebensjahr: Parkinsonähnliche Symptome wie Rigor, Tremor, Dysarthrien
  • am Auge findet man den Kayser-Fleischer Kornealring(goldbraun-grüne Verfärbung des Kornealringes)
  • in seltenen Fällen kann es zu Nierenfunktionsstörungen, Anämien und Herzerkrankungen kommen.

Therapie: wichtig ist eine Kupferarme Diät. Die Patienten werden meist schulmedizinisch behandelt. Eine ergänzende homöopathische Behandlung ist unbedingt zu empfehlen.

Mukoviszidose

Es handelt sich um eine Erbkrankheit, bei der es zur Bildung zäher Schleimsekrete im Bronchialsystem, Dünndarm, Pankreas, Gallenwegen und Schweissdrüsen kommt.

Symptome:

  • Atemwege: Die Patienten leiden an rezidivierenden Infekten der Bronchien mit Husten, Auswurf. Es kann auch zu Bronchiektasen kommen. Später besteht die Gefahr eines Bluthochdruckes durch eine Lungenstauung. Durch die vermehrte Schleimproduktion kommt es zu einer angestrengten Atmung.
  • Darm:Mekoniumileus bei der Geburt
  • Bauchspeicheldrüse: Exokrine Pankreasinsuffizienz mit Maldigestion und chronischen Durchfälle
  • Galle: es kann sich eine bihiläre Zirrhose entwickeln

Die Kinder gedeihen sehr langsam, nehmen nicht zu genügend zu. Hier sollte man an eine Mukoviszidose zumindest denken, da die Krankheit immerhin bei jeder 2000sten Geburt auftritt. 

Komplikationen: Der zähe Schleim bildet den idealen Nährboden für Bakterien, wie Pseudomonas, Staphylokokken und Haemophilus influenza, so dass es immer wieder zu Lungenentzündungen kommt. Auch Bronchiektasen und Atelektasen  bilden sich aus.

Therapie: da es sich um eine angeborene Störung handelt, besteht die schulmedizinische Behandlung in Linderung der Symptome. Eine zusätzliche klassisch homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.

Multiple Sklerose

Die MS gehört zu den häufigsten Nervenerkrankungen überhaupt. In Mitteleuropa erkranken etwa 30-70 Personen/100.000 Einwohner. Die Krankheit ist in nördlichen Breitengraden sehr viel häufiger als in südlichen. Am Äquator kommt sie sehr selten vor. MS tritt meist zwischen dem 20-40 Lebensjahr auf und betrifft häufiger Frauen.

Bei der MS kommt es zu Markscheidenverfall, Gliawucherungen der Nerven des ZNS, die je nach Lokalisation zu unterschiedlichen Symptomen führen

Ursachen: noch unklar, diskutiert werden Slow Virus Infektion oder Autoimmunerkrankungen

Symptome:

typische Charcot Trias:

  • 1.Nystagmus(Augenzittern)
  • 2.Skandierende Sprache(langsame Sprache, der Patient buchstabiert förmlich)
  • 3.Intentionstremor(Zielbewegungen verursachen Zittern
  • Hirnstammsymptome mit Augenmuskellähmungen, Blickparesen und Schluckstörungen
  • fehlende oder stark abgeschwächte Bauchhautreflexe
  • Sensibilitätsstörungen und Parästhesien
  • Neuritis des Nervus opticus mit Nebelsehen, etc.
  • Blasen-Mastdarmstörungen
  • in späterem Stadium: hirnorganisches Psychosyndrom
  • spastische Lähmungen

Der Krankheitsverlauf erfolgt in Schüben, die Wochen anhalten können. Zwischen den Schüben können Jahre liegen.

Therapie: In der Schulmedizin werden Kortison eingesetzt, um die Schübe zu verkürzen, ansonsten keine kausale Therapie bekannt.Zu empfehlen sind naturheilkundliche Therapien und klassische Homöopathie.

Muttermilch
Inhaltsstoffe Muttermilch Kuhmilch
Proteine 1,2%
Casein : Molkenprotein  30 : 70
3,3%
Casein : Molkenprotein  80 : 20
Kohlenhydrate 3,5%
ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure
3,5%
gesättigte Fettsäuren
Fette 7,0%, vor allem Laktose 4,8%
Salze 0,2%, wenig Natrium 0,7%, reich an Natrium
Sonstiges Antikörper IgA(50mg/100ml), Lysozym, Laktoferrin  

Nabelhernie

Es handelt sich um ein recht häufiges Krankheitsbild beim Säugling.
Wie auch die Leistenhernie tritt die Nabelhernie vor allem beim Schreien stark hervor. Im Gegensatz zur Leistenhernie verschließt sich die Nabelhernie fast immer von selbst. Die Nabelhernie stülpt sich durch eine Bruchpforte im Bereich des Nabelringes nach außen.
Nabelhernien bilden sich fast immer selbst zurück und müssen deshalb auch nicht operiert werden. Nur sehr große und lange bestehende Hernien werden operativ verschlossen.

Nabelkoliken


Als "Nabelkoliken" bezeichnet Anfälle mit plötzlicher Übelkeit, Bauchschmerzen und Blässe oder Gesichtsrötung, die vor allem bei Schulkindern auftreten. Eine anatomische Ursache konnte bisher nicht gefunden werden, man vermutet eine stark psychische Komponente. Es scheint sich um eine starke vegetative Reaktion des Körpers auf Sinneswahrnehmungen zu handeln.

Therapie: meist keine. Bewährt hat sich die Behandlung mit einer homöopathischen Konstitutionstherapie.

Nabelschnur

Nabelschnur:

Wird auch Funiculus umbilicalis oder Nabelstrang genannt. Sie ist ca. 50-60 cm lang, meist spiralförmig gedreht und führt vom Nabel des Kindes zur fetalen Seite der Plazenta. Im Inneren enthält die Nabelschnur 3 Gefässe: Die beiden Aa. umbilicales, die kindliches Blut zur Plazenta führen) und eine Vena umbilicalis, die das Blut von der Plazenta zum Kind führt.
Nackenfaltenmessung

Nackenfaltenmessung:


Die Nackenfaltenmessung ist eine Untersuchungsmethode mit Ultraschall, die es dem Arzt ermöglicht beim heranwachsenden Embryo (10.-14- Schwangerschaftswoche) eine mögliche Chromosomenanomalie festzustellen. Dabei wird die Dicke der Haut an der Nackenfalte gemessen.

Eine Nackenfaltendicke im Bereich von 2,5 mm gilt als normal. Deutlich dickere Hautschichten im Nackenfaltenbereich können auf Entwicklungsstörungen, wie z.B. eine Trisomie hindeuten. Wichtig ist, dass es natürliche Schwankungsbreiten gibt und nicht jede Verdickung der Nackenfalte gleich mit einer Chromosomenanomalie gleichzusetzen ist.

Nahrungsmittelallergie

Nahrungsmittelallergien 

Nahrungsmittelallergien werden immer häufiger. Heute leiden etwa 1-5% der Bevölkerung an einer Lebensmittelallergie. Meistens sind Kinder betroffen, die zusätzlich in der Hälfte der Fälle an Heuschnupfen, Asthma oder atopischer Dermatitis leiden.

Die häufigsten Allergene sind: Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Schalentiere, Erdnüsse(oder andere), Soja, Getreide(v.a. Weizen), Sellerie, Obst, Gewürze, Hefe. Häufig bestehen mehrere Allergien gleichzeitig und die auslösenden Allergene können sich auch mit der Zeit ändern

Die Immunreaktion auf dies Nahrungsmittel geschieht in den meisten Fällen unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme(durch IgE Antikörper vermittelt). Kommt die Reaktion später handelt es sich um eine verzögerte Reaktion vom Typ III oder IV

Symptome:

  • In den meisten Fällen kommt Hautmanifestationen, wie z.B. Urtikaria, Quinke-Ödem, Juckreiz, Exanthem
  • Symptome der Atemwege, wie Asthma, allergische Rhinitis, Kehlkopfödem
  • Symptome im Magen-Darmbereich, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen)
  • Kreislaufsymptome mit Herzrasen, Blutdruckabfall, eventuell anaphylaktischer Schock

Diese Symptome werden nicht nur durch Allergien ausgelöst, sondern können auch durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgelöst werden. Es kommen in diesen Fällen keine Antikörper bei den Patienten vor, die die Reaktion auslösen. Die Reaktionen werden direkt ausgelöst, indem die Mastzellen das Histamin direkt ausschütten.  Man dieses Krankheitsbild auch PAR(pseudoallergische Reaktion). Folgende Stoffe können Auslöser sein:
- Erdbeeren, Tomaten,
- Histamin in Sauerkraut, Käse, Wein, Fischkonserven
- Serotonin in Bananen und Walnüssen
- Tyramin in Käse, Schokolade, Rotwein
- Nahrungsmittelzusätze, bekannt ist z.B. das Chinarestaurant-Syndrom

Therapie: Zunächst wird man versuchen, den auslösenden Stoff zu meiden. Man sollte sich aber bewusst sein, dass es sich bei einer Allergie um ein fehlgeleitetes Immunsystem handelt, bei dem das Immunsystem gegen an sich harmlose Stoffe Amok läuft. Wichtig ist ein gut funktionierendes Immunsystem. Eine Behandlung kann dementsprechend nur ganzheitlich ansetzen. Eine Konstitutionsbehandlung ist sicher anzuraten

Natrium

Natrium:

 Beeinflußte Körperfunktionen: normaler Zellflüssigkeitsspiegel, einwandfreie Muskelkontraktion, Blut, Lymphsystem, Elektroyt-Haushalt, Nervenimpulse,Transport von Nährstoffen in der Zelle, Unterversorgung

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Appetitlosigkeit, Blähungen, Muskelschwund, Erbrechen, Gewichtsverlust, Schwäche

Senkung der Natrium-Konzentrationen im Körper durch: Chlor/Kaliummangel, Abführmittel, Schwitzen, Erbrechen, Durchfall

Erhöhung der Natrium-Konzentrationen im Körper durch: übermäßige Zufuhr von Natrium mit der Nahrung Natriumreiche Nahrungsmittel: Käse, Brot, Salz, Milch, Meeresfrüchte, Wurstwaren, geräucherte und gesalzene Lebensmittel (Schinken, Speck, Fisch,

Aufmahmefördernde Nahrungsbestandteile: Vitamin D, Kalium

Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Flüssigkeitsverlust (Sport), Fieber, Hitzeschlag

Nebennierenrinde

Nebennierenrinde:

Die Nebennieren, die den Nieren aufsitzt produziert in der Nebennierenrine(NNR) 3 verschieden Gruppen von Hormone: Mineralkortikoide, Glukokorticoide und Androgene. Hauptvertreter dieser Hormongruppen sind: Aldosteron, Kortisol und Dehydroepiandrosteron.

Die Androgene aus der NNR spielen beim Mann nur eine untergeordnete Rolle, bei der Frau jedoch sind sie für die sekundäre Geschlechtsbehaarung notwendig.

Ausgangssubstanz für die Hormonproduktion ist das Cholesterin.

Beim Ausfall der NNR kommt es zum M. Addison.

Nephrotisches Syndrom

Nephrotisches  Syndrom:

Beim Nephrotischen Syndrom handelt es sich um einen Symptomenkomplex, der bei bestimmten Nierenerkrankungen auftreten kann.

Der Komplex besteht aus folgenden Symptomen:

  • Hypoproteinämie
  • Proteinurie
  • Hyperlipidämie und Hypercholesterinämie
  • Ödeme

 Ursache ist eine erhöhte Durchlässigkeit der Basalmembran in den Glomeruli der Nieren für Eiweisse. Betroffen sind hierbei meist Albumine. Dies sind die kleinsten Bluteiweisse. Die Durchlässigkeit kommt durch die Phagozytierung abgelagerter Immunkomplexes in der Basalmembran zustande(z.B. 2 Wochen nach einem "abgeheilten"Streptokokkeninfekt) Andere Ursachen sind Toxine, Amyloidablagerungen.

Nesselsucht Urticaria

Nesselsucht (Urticaria):

Die Nesselsucht , auch Urticaria genannt, handelt es sich um einen Hautausschlag, bei dem es zur Bildung von Quaddeln kommt. Die Urticaria betrifft immer nur die Oberhaut

Ursachen können eine Allergie sein, aber die Quaddeln können auch durch physikalische Reize entstehen.
Ursachen:
allergische Urticaria:
- Pollen, Staub, Medikamente, Nahrungsmittel, Insektenstiche
physikalische Urticaria:
 - Sonnenlicht, Wärme, Kälte, Druck und Reibung von Kleidung

Symptome:

  • Quaddeln, leicht erhaben, rot oder weiss gefärbt, linsen bis handtellergross
  • heftiger Juckreiz
  • Quincke-Ödem: es Stellt eine Sonderform der Urticaria dar. Hier kommt es zu einer Schwellung der Subcutis. Die Schwellungen sind oft sehr groß. Die Haut über dem Ödem ist gerötet und die Haut ist meist prall gespannt. In einigen Fällen verursachen sie auch Schmerzen. Das Quincke-Ödem juckt in der Regel nicht. Meistens sind das Gesicht und die Genitalregion betroffen. Insbesondere kommt es oft zu starken Schwellungen der Lippen und Augenlider. Die Gesichter der Betroffenen können regelrecht entstellt aussehen. Bilden sich starke Schwellungen im Bereich des Kehlkopfes, besteht Erstickungsgefahr. Normalerweise bildet sich das Quincke-Ödem innerhalb von ein bis drei Tagen zurück.
Netzhautablösung

Netzhautablösung:

Es handelt sich um eine Trennung der Netzhaut vom Pigmentepithel durch subretinale Flüssigkeit.

Ursachen:

  • degenerative Netzhaut- oder Glaskörperveränderungen
  • Glaskörperschrumpfung bei Diabetes
  • Trauma
  • Tumore, die einen Druck von hinten auf das Auge ausüben

Symptome:

  • prodromale Flusen
  • Blitze
  • später Schatten und Schleier(Gesichtsfeldausfall)

Therapie: Photokoagulation durch Laser, Dellmethode

Neurodermitis

Neurodermitis 

Bei der Neurodermitis handelt es sich um ein endogenes, stark juckendes Ekzem. Sies gehört zu den erblich bedingten Hauterkrankungen. Zusammen mit Heuschnupfen und allergischem Asthma bildet sie den Formenkreis der sogenannten „Atopischen Erkrankungen“. Etwa 20% der Menschen besitzen die Erbanlage zur Atopie (Atopiker). Die meisten davon (ca. 80%) erkranken bereits in der Kindheit. Hinzu treten oft Heuschnupfen und Asthma bronchiale. Sie bricht aber nicht bei allen aus. Hierzu müssen andere Faktoren hinzutreten.

Die auslösenden Faktoren können sein:

  • psychisch
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kontaktallergien
  • Schwächung des Immunsystems (Impfung?)

Symptome:

  • entzündliche Hautareale, die stark jucken, vor allem nachts
  • Bei Säuglingen sind diese häufig an den Wangen zu finden aber auch der restliche Körper kann betroffen sein.
  • Milchschorf der Säuglinge
  • ab dem Kleinkindesalter  Beugenekzeme
  • bei Erwachsenen zusätzlich Gesicht, Hals, Brust, Schulter

Hinweise auf eine Atopie können ferner sein:

  • abgeschwächte Rachenreflex (verminderter Würgereflex beim Berühren der Rachenhinterwand)
  • ausgedünnte seitliche Augenbrauen
  • doppelte Lidfalte an den Unterlidern
  • weiße Dermographismus (Weißwerden der Haut nach mechanischer Reizung).
Nickel

Nickel:

 
Umweltbelastende Faktoren: Nickelraffinerien, Kohle- und Ölverbrennung, Abfall am Kohlebergbau (Halden, Katalysatoren Maschinenteile, Farbstoffe, Küchengeräte, Körperteile und Funktionen Knochen, Muskeln, Blut, Verhinderung der Enzymwirkung evtl krebserzeugend (Lunge, Nase, Niere)

Belastungserscheinungen: Asthma, Hautkrankheiten, Funktionsminderung der Hirnblutgefäße, Lungenkrebs, Allergien

Ernährungsmaßnahmen: Gedünstete Hülsenfrüchte (Bohnen etc.), Milch, Fleisch, Eier, Getreidekleien, Vollkorngetreide, ölhaltige Samen, Knoblauch Vitamin C

Belastende Nahrungsmittel Kaffee, Tee, Gemüse, Konservennahrung, Tabak

Nierenarterienstenose

Nierenarterienstenose:

Die Nierenarterienstenose ist entweder durch eine Arteriossklerose( dann meist in höherem Alter) oder durch eine fibromuskuläre Stenose bedingt. Die Verengung der Blutzufuhr zur Niere führt in dieser zur Ausschüttung von Renin, welches über den Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus den Blutdruck erhöht.

Gerda bei einem hohen systolischem(erster Blutdruckwert) Blutdruck, über 110 mmHg ist eine Verengung sehr wahrscheinlich.

Bei einer arteriossklerotischen Ursache ist zunächst die Arteriosskleorse zu therapieren (siehe auch Hypertonie)
Nierensteine

Nephrolithiasis (Nierensteine):

 Nierensteine betreffen rund 5% der Bevölkerung, wobei Männer doppelt so häufig betroffen sind. Durch eiweissreiche Kost(Wohlstandsernährung) steigt die Harnsäure, Oxalat und Kalziumazusscheidung im Urin und damit auch die die Häufigkeit der Erkrankung. Auch  eine geringe Flüssigkeitszufuhr und grosse Hitze fördern die Bildung.

Man unterscheidet mehrere Steinarten:

1. Kalziumoxalat -Steine
2. Kalziumphosphat -Steine
3. Urat-Steine
4. Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine

Symptome:

  • Harnleiterkolik bei Lösung eines Steines aus dem Nierenbecken. Es kommt zu heftigsten Schmerzen im Rücken, Flanken, Bauch mit Ausstrahlung bis in die Hoden, Schamlippen, je nach Lokalisation der Steineinklemmung. Hinzu treten oft Übelkeit, Erbrechen und ein reflektorischer Subileus(Darmperistaltik wird reflektorisch gestoppt)
  • Hämaturie(Mikrohämaturie kommt eigentlich immer vor, Makrohämaturie in etwa 30% der Fälle)

Die Hämaturie muss immer gegen ein Nieren oder Blasenkarzinom abgegrenzt werden! Häufig ist eine Nierenkolik schwer zu diagnostizieren, da andere Erkrankungen ähnliche Symptome bereiten, z.B. Appendizitis, stielgedrehte Ovarialzyste, Eileiterschwangerschaft, Ileus, Pankreatitis, Gallenkolik, Divertikulitis, LWS-Syndrom

Die Diagnose kann aber sicher durch Sonographie, Urographie gestellt werden.

Nierenversagen

Nierenversagen, akutes:

Beim akuten Nierenversagen handelt es sich um eine meist reversible Niereninsuffizienz, bei der es zum Versiegen der Urinproduktion kommt.

Ursachen können können prärenal, renal oder postrenal sein.
Prärenales Nierenversagen:
- durch Schock und damit verbundene Minderdurchblutung der Niere,
- Blutdruckabfall oder
- Hypovolämie

Renales Nierenversagen:
- entzündliche Nierenerkrankungen
- vaskuläre Nierenerkrankung
- hämolytisch urämisches Syndrom

Postrenales Nierenversagen:
- Abflussbehinderung der ableitenden Harnwege

Symptome:

  • zunächst meist symptomlos
  • später rasche Ermüdbarkeit, Übelkeit, Somnolenz
  • Oligurie(nicht in allen Fällen)

Komplikationen:

  • Schocklunge
  • Hypertonie(durch Überwässerung)
  • Herzinsuffizienz
  • Hirnödem
  • Stressulkus
  • Anämie, Thrombozytopenie
  • Abwehrschwäche
Nierenzellkarzinom

Nierenzellkarzinom (Hypernephrom, Grawitz-Tumor):

 Es handelt sich um einen bösartigen Tumor in der Niere, der meist nach dem 50. Lebensjahr auftritt.

Symptome: mehr als die Hälfte der fälle ist symptomlos und wird nur durch Zufall diagnostiziert. Die folgenden Symptome sind in aller Regel auf, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist:

  • Hämaturie(Blut im Urin ist immer sorgfältig abzuklären)
  • Metastasierung in Lunge, Knochen, Leber oder Hirn, da der Tumor häufig in die Vena renalis durchbricht.
  • unklares Fieber, evtl. Flankenschmerzen
  • Varikozele des linken Hodens bei Tumoreinbruch in die linke V. renalis
  • Paraneoplastische Symptome durch Hormonproduktion: Hypertonie durch Renin oder Polyglobulie durch Erythropoetin
Nierenzysten:

Nierenzysten:

Nierenzysten werden meist durch Zufall diagnostiziert und sind in aller Regel nicht behandlungsbedürftig. Sie können einseitig, beidseitig, einzeln oder multipel auftreten.

Mögliche Symptome:

  • Schmerzen im Rücken bei grossen Zysten
  • Polyglobulie(durch Erythropoetin-Stimulierung)
  • Hypertonie(durch Renin-Stimulierung)

Nur bei starken Beschwerden werden die Zysten punktiert oder eventuell entfernt.

Non Hodgkin Lymphom

Non Hodgkin Lymphom:

Beim Non Hodgkin Lymphom handelt es sich um Neoplasien, die von den B- oder T-Lymphozyten des lymphatischen Gewebes ihren Ausgang nehmen

Symptome: Es kommt zu Lymphknotenschwellungen und typischen Allgemeinsymptomen, wie Fieber, Nachtschweiss und Gewichtsabnahme. Im Blutbild kann es zu einer Abnahme der der Leuko-, Thrombo- und Erythrozyten kommen. Dies ist dann der Fall, wenn das Knochenmark befallen ist.

Therapie: Schulmedizinisch wird Chemotherapie eingesetzt. Heilung ist durch Chemotherapie jedoch nicht möglich. Hinzu kommen auch Knochenmarkstransplantationen.

Wie auch beim Hodgkin Lymphom sollte man auch hier eine homöopathische Behandlung in Erwägung ziehen.

Nystagmus

Nystagmus:

 Beim Nystagmus handelt es sich um schnelles, ruckartiges Hin- und Herbewegen der Augen. Die Bewegungsrichtung kann dabei waagrecht, senkrecht aber auch drehend sein.
Nystagmus findet man häufig bei Kleinhirnstörungen, der Multiplen Sklerose oder Verletzungen des Labyrinths. Auch bei einer Schädigung des VIII. Hirnnerves (N. vestibulocochlearis) kann es zum Nystagmus kommen.

Ein plötzlich einsetzender Nystagmus muss unbedingt abgeklärt werden.

Obstipation

Obstipation (Verstopfung):

 Obstipation oder Verstopfung ist eine recht häufige Erkrankung. Es sind meist mehr Frauen als Männer betroffen und die Häufigkeit nimmt mit dem alter zu.

Die Ursachen sind sehr vielfältig:

  • Funktionelle Störung durch ballaststoffarme Kost, wenig Bewegung und mangelnde Flüssigkeitzufuhr
  • Reizdarmsyndrom
  • Durch Medikamente verursacht
  • Elektrolytstörungen(vor allem Hypokaliämie - oft durch Missbrauch von Abführmitteln)
  • Organische Darmerkrankungen, wie Adenom, Karzinom, Divertikulitis, M. Crohn, Hämorrhiden, Abszesse
  • Neurologische Störungen, z.B. MS, Parkinson, diabetische autonome Neuropathie
  • Endokrine Ursachen, wie Schilddrüsenunterfunktion
  • Schwangerschaft

Therapie: Zunächst muss die Ursache abgeklärt werden. Da es sich in den allermeisten Fällen um eine funktionelle Störung handelt, sind folgende Massnahmen erfolgversprechend:

  • Ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salate,Vollkorn
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr(mind. 2 Liter)
  • Körperliche Bewegung
  • Kolonmassage(leichte Bauchdeckenmassage entlang dem Darmverlauf, tgl. 10 min lang vor dem Aufstehen)
Orbitopathie

Orbitopathie, endokrine:

 Die Endokrine Orbitopathie tritt häufig zusammen mit einer immunogenen Hyperthyreose(Morbus Basedow) auf. Es kommt zur Einlagerung von Glukosaminoglycane mit einer lymphozytären Infiltration in das periorbitale Gewebe und die Augenmuskeln, die zu Exophtalmus und Bewegungseinschränkung der Augen führen.

Symptome:

  • durch Exophtalmus, der immer doppelseitig ist: seltener Lidschalag,Zrückbleiben des Oberlides bei Blicksenkung(Graefe Zeichen), Konvergenzschwäche(Möbius-Zeichen), als Frühsymptom oft Schwellung der der lateralen Partie der Augenbrauen
  • Lichtscheu, Fremdkörpergefühl, Doppeltbilder, Schmerzhafter Druck
  • ev.prätibiales Myxödem
  • Hyperthyreose Symptome

Therapie: Schulmedizinisch ist keine kausale Behandlung bekannt.

Ornithose

Ornithose (Papageienkrankheit, Psittakose):

 Die Ornithose wird durch Papageien bzw Wellensittische auf den Menschen übertragen.

Erreger ist Clamydia psittaci mit einer Inkubationszeit von 7-14 Tagen.

Symptome: Entweder verläuft die Erkrankung wie eine Grippe oder es kommt zu einer atypischen Lungenentzündung mit hohem Fieber(Continua über 2 Wochen), Schüttelfrost, Kopfschmerzen und trockenem Husten.

Osteomalazie

Osteomalazie:

 Während bei Kindern eine Rachitis auftritt, kommt es bei Erwachsenen zu einer Osteomalazie. Hierbei handelt es sich um eine mangelnde Mineralisierung des Knochens(Spongiosa und Kompakta)

Ursachen:

  • Vitamin D Mangel, meist durch Malassimilation bedingt
  • Störung des Vitamin D Stoffwechsels in Leber oder Niere

Symptome:

  • Schmerzen in den Knochen
  • Knochenverbiegungen(z.B. O-Beine)
  • Gehstörungen

Therapie: Vitamin D Gabe und Behandlung der kausalen Krankheit

Osteoporose

Osteoporose

Bei der Osteoporose handelt es sich um einen Verlust von Knochenmasse, -struktur und -funktion, die zu zunehmender Brüchigkeit der Knochen führt. Die Osteoporose betrifft entweder nur die Spongiosa des Knochens(Typ I) oder zusätzlich auch die Kompakta(Typ II)

Ursachen:

primäre Osteoporose:

  • Osteoporose nach der Menopause
  • Senile Osteoporose

sekundäre Osteoporose

  • Malabsorptionssyndrom(Kalzium)
  • Hormonale Krankheiten wie Hyperkortisolismus, Hypogonadismus, Hyperthyreose
  • Bettlägerigkeit
  • Medikamente(Kortison)

Angeborene Krankheiten: Osteogenesis imperfecta, Ehlers-Danlos-Syndrom

Symptome:

  • Knochenschmerzen vor allem im Rücken
  • häufig kommt es zu Brüchen vor allem am Oberschenkelhals
  • Rundrücken durch Zusammensinterung der Wirbelkörper
  • Kleinerwerden; hierbei sieht man starke Hautfalten am Rücken(tannenbaumartig)

 Die Diagnose umfasst neben klinischen Zeichen und Röntgen auch besondere Konchendichtemessungen

Therapie: Diese ist abhängig vom Grundleiden. Bei postmenopausaler  und seniler Osteoporose sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:

  • ausreichende Kalziumzufuhr und Vitamin C(Kollagenbildend)
  • körperliche Bewegung (fördert den Kalziumeinbau): hier vor allem Training mit Gewichten

 

Ostitis

Ostitis deformans (Morbus Paget):

 

Bei der Ostitis deformans handelt es sich um eine Erkrankung des Knochens im höheren Alter. Nach der Osteoporose handelt es sich um die zeithäufigste Knochenerkrankung in Deutschland, deren Ursache  noch nicht bekannt ist.

Durch eine starke Stimulation der Osteoklasten kommt es zum Knochenabbau, dem anschliessend ein überschiessender, unkontrollierter Knochenanbau folgt. Daduch kommt es zur Bildung eines instabilen Knochens mit Verbiegungen und Verformungen.

Meistens ist das Becken befallen und zusätzlich Oberschenkel, Unterschenkel, Schädel und Lendenwirbel.

Symptome:

  • Knochenschmerzen
  • Verbiegung und Verkürzung der Beine (z.B. Sädelscheidentibia)
  • Zunahme des Kopfumfanges

Im Blut ist die alkalische Phosphatase und das Hydroxyprolin als Zeichen gesteigerten Knochenumbaus erhöht.

Therapie: Schulmedizinisch setzt man symptomatsch Osteoklastenhemmer, z.B Biphosphonate ein. Therapie mit klasssischer Homöopathie sollte in Erwägung gezogen werden, da diese den aus dem Gleichgewicht geratenen Knochenumbau stabilisieren kann.

Otitis media

Otitis media (Mittelohrentzündung):

 Es handelt sich um eine Entzündung der Schleimhaut des Mittelohrs. Die Entzündung entwickelt sich oft aufsteigend (durch die Eustachische Röhre)aus einer Erkältung oder Infektionskrankheit, vornehmlich bei Kindern.

Durch das Anschwellen der Schleimhaut in der Eustachischen Röhre können sich Bakterien im Innenohr stark vermehren und haben nicht die Möglichkeit abzufliessen.

Symptome:

  • Schmerzen
  • Fieber
  • Hörstörungen durch Druckerhöhung

Häufig kommt es durch die Eiteransammlung zum Durchbruch des Trommelfells. Dies verheilt aber in der Regel komplikationslos aus.

Durch Antibiotikagabe kommt es häufig zu wiederholten Mittelohrentzündungen, da diese nicht mehr richtig ausheilen können .So ist es nicht selten, dass Kinder  mehrer Entzündungen jährlich haben. ALs Komplikation kann auch eine Mastoiditis auftreten

Therapie: Mittelohrentzündungen sollten gut ausheilen, damit es nicht zu einer chronischen Otitis kommt. Eine naturheilkundliche Behandlung ist deshalb zu empfehlen. Bei Kleinkindern  steht hier an erster Stelle die Behandlung mit dem homöopathischen Konstitutionsmittel. Zusätzlich kann man frische Zwiebelsäckchen anwenden.

Otosklerose

Otosklerose 

Bei der Otosklerose kommt es zu einer Sklerosierung des ovalen Fensters im Innenohr, die auf den Steigbügel übergreift. Diese Verhärtung führt zu einer Unbeweglichkeit der Hörknöchelchen und damit Abnahme des Hörvermögens. Es entsteht eine Schallleitungsschwerhörigkeit.
Meist sind Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr betroffen und es kommt zu einer Verschlechterung in der Schwangerschaft.

Symptome:

  • Die Beschwerden treten sehr langsam auf, weshalb anfangs noch nichts bemerkt wird.
  • Beginn meist einseitig
  • Oft in Verbindung mit einseitgen Ohrgeräuschen
Pruritus

Juckreiz oder auch Pruritus der Haut kann eine Vielzahl an Ursachen haben. Die wichtigsten sind:

  • Medikamentenallergie

  • Hauterkrankungen

  • Darmparasiten

  • Gallenstauung

  • primäre biläre Zirrhose

  • Hepatitis

  • Maligne Lymphome

  • Niereninsuffizienz

  • Polycythämiea vera rubra

  • Im Alter durch trockene Haut

  • psychisch bedingt

 

Eine Abklärung der Ursache ist auf jeden Fall notwendig.
Schlaganfall

Schlaganfälle sind nach Herzinfarkt und bösartigen Tumoren die dritthäufigste Todesursache. Beim Schlaganfall handelt es sich um einen akuten Verschluss von Hirnarterien, die zu einem Absterben nachfolgender Hirnteile führt.

Ursachen:

  • Arteriossklerose mit arterieller Thrombose(meist bei Bluthochdruckpatienten)
  • Embolus aus dem linken Herzen bei Herzinfarkt, Vorhoffflimmern, Klappenfehlern
  • Embolus aus den Karotiden
  • Vaskulitiden(Gefässentzündungen)

Bei kleinen Verschlüssen kommt es nicht zu einem akuten Hirninfarkt, sondern es entwickelt sich über längere Zeit hinweg eine Demenz, wenn sich die kleinen Verschlüsse häufen.

Ansonsten sind die Symptome abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Stadien:

  • TIA(transitorische ischämische Attacke). Hier handelt es sich um kurzfristige reversible neurologische Ausfälle, die sich aber in innerhalb eines Tages zurückbilden.
  • PRINT(Prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit) Hier dauert die Rückbildung mehr als 24 Stunden
  • Hirninfarkt. Keine oder nur partielle Rückbildung

Symptome:

  • Halbseitenlähmung
  • später Spastik mit Reflexsteigerung
  • Sprach und Bewusstseinstörungen
  • Schwindel
  • Nystagmus(schnelles Bewegen der Augen)
  • Sehstörunen
  • Erbrechen

Die Symptome sind  abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Diagnose: über CT(Computertomograhie) oder MRT(Magnetresonanztomographie)

Therapie: Krankenhauseinweisung: Thrombolyse notwendig

Steyne-Stokes-Atmung

Bei der Steyne-Stokes-Atmung handelt es sich um eine schwere Störung des Atemzentrums. Es kommt zu einem Art wellenförmigen Verlauf der Atmung , bei der zunächst nach einer langen Atempause, eine kurze Atmung einsetzt, die sich dann in immer grösser werdende, sehr tiefe Atemzüge ändert.

Ursache liegt im Atemzentrum, das nur noch auf eine starke Änderung des CO2 Gehaltes des Blutes reagiert. Die Atmung wird also ausgelöst, wenn der Gehalt an CO2 eine bestimmte Höhe überschreitet und setzt dann bei erreichen des notwendigen Gehaltes wieder aus.

Ausgelöst werden kann die Cheyne-Stokes-Atmung durch Vergiftungen, aber auch durch schwere Herzinsuffizienz und  Gehirnleiden.

Tachykardie

 Mit Tachykardie bezeichnet man eine Erhöhung der Herzfrequenz auf über 100 Schläge/min. Die Tachykardie kann von verschiedenen Reizleitungssystemen im Herz ausgehen.

Demnach teilt man die Tachykardie in verschiedene Formen ein:

  • Sinustachykardie;
  • Supraventrikuläre T.
  • Vorhoftachykardie
  • Kammertachykardie

Eine Tachykardie muss immer genau abgeklärt werden. Neben physiologischen Tachykardien bei Kindern können  nämlich schwerwiegende Herzfehler und Herzkrankheiten die Ursache sein.  Aber auch Schildrüsenüberfunktion kann eine Tachykardie auslösen.

Thrombozytopenie
Thrombozytopenie (kurz: Thrombopenie) bezeichnet einen Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut. Der Mensch verfügt normalerweise über ca. 150 000 - 380 000 Thrombozyten pro µl Blut, wird dieser Wert unterschritten, spricht man von einer Thrombozytopenie.
Tourette-Syndrom

Das Gilles-de-la-Tourette-Syndrom (kurz: Tourettesyndrom) ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics charakterisiert ist. Bei den Tics handelt es sich um unwillkürliche, rasche, meistens plötzlich einschießende und mitunter sehr heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise einzeln oder serienartig auftreten können.

Symptome

Auftreten häufig im Alter von ca. sieben Jahren , Verstärkung ist oft in der Pubertät festzustellen, während bei 70% aller Betroffenen die Intensität der Tics zwischen dem 16. und 26. Lebensjahr wieder nachlässt. Manchmal völlige Rückbildung, aber meist lebenslange Beschwerden

Einfache Tics :Augenblinzeln, Naserümpfen oder Kopfwerfen, Ausstoßen von bedeutungslosen Lauten, Husten oder das Nachahmen von Tiergeräuschen.

Komplexen Tics : Grimassieren, das Imitieren anderer Leute (Echopraxie) , selbstverletzende Handlungen, Wiederholen von Wörtern (Echolalie bzw. Palilalie), Herausschleudern obszöner und aggressiver Wörter.

Auftrenen meist  mehrfach am Tag. Anzahl, Häufigkeit, Art und Lokalisation der Tics befinden sich in einem wiederkehrenden Wechsel. Auffallend ist, dass während des Schlafs keine Tics auftreten.

Ursachen 

Man vermutet die Ursache in fehlerhaften Stoffwechselvorgängen im Gehirn. Insbesondere betrifft dies die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Diese dienen im Gehirn der Signalübertragung (beispielsweise für Bewegungsabläufe) und sind teilweise übermäßig aktiv.

In den letzten Jahren mehren sich Hinweise darauf, dass das Tourette-Syndrom eine Autoimmunerkrankung, die sich nach einer Infektion des Hals- und Rachenraums bzw. des Mittelohrs mit β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A (Scharlach, Otitis media) manifestiert, sein könnte.

Transaminase

Transaminasen sind substratspezifische Enzyme, die eine Aminogruppenübertragung durchführen (Transaminierung).

Spricht man von Transaminasen beim Menschen, meint man damit vor allem die Leberenzyme SGOT und SGPT, die für bestimmte Stoffwechsel-Schritte von entscheidender Bedeutung sind. Sie befinden sich in besonders hoher Konzentration in den Leberzellen und gelangen dann ins Blut, wenn diese geschädigt sind. Die Bestimmung von SGOT und SGPT im Blut dient somit in der Praxis dem Nachweis von Leberschäden.

 

 

Trisomie

Trisomie bezeichnet eine Genommutation, bei der neben dem normalen diploiden Chromosomensatz ein oder mehrere Chromosomen dreifach vorhanden sind.

Bekannt sind Trisomie 3q, 9p, 10p, 12p, 13, 18, 21. Trisomie 21 wird auch als Down Syndrom bezeichnet.

Das Risiko, Kinder mit Trisomie zu gebären, wächst mit dem Alter der Mutter. Während bei Frauen um das 20.Lebensjahr die Wahrscheinlichkeit etwa 1:2500 beträgt, liegt sie bei Frauen um das 40. Lebensjahr bei 1:50.

Urtikaria

Bei der auch Nesselsucht oder Quaddelsucht genannten Urtikaria handelt es sich um eine Bildung von stark juckenden Quaddeln, die bis zu handtellergross werden können.

Sie entstehen durch Histaminfreisetzung aus Mastzellen, die zu einem Ödem in der haut führt. Ursache kann ein physikalischer Reiz(Licht, Kälte. Wärme, Druck) sein, eine allergische Reaktion vom IgE Typ oder eine Reaktion auf bestimmte Chemikalien oder Medikamente.
Die Ödeme können sehr grosse Ausmasse annehmen, was zu einem hypovolämischen Schock führen kann.

Dauer der allergisch bedingten Urtikaria ist meist nur wenige Tage. Hält die Urtikaria länger als 6 Wochen an, spricht man von chronischer Urtikaria. Deren Ursachen sind meist physikalisch oder Reaktionen auf Arzneimittel.

Virus-Menigoenzephalitis
Es handelt sich um eine Entzündung , die sowohl die Hirnhäute als auch das Gehirn betrifft. Eine bekannte Virus-Menigoenzephalitis ist die FSME, die durch Zecken übertragen wird.

Man unterscheidet zwei Arten:
Die Primäre Virus-Menigoenzephalitis, die direkt durch Erreger über den Blutweg verursacht wird.
Die Postinfektiöse Virus-Meningoenzephalitis, deren Ursache eine immunologische Reaktion nach Infektionskrankheiten darstellt. Masern, Mumps, Windpocken, Röteln, Mononukleose können hier die auslösenden Krankheiten sein. Beobachtet wurde sie jedoch auch nach Tollwutimpfung.

Symptome:

  • Primäre Virus-M.: grippeähnliche Beschwerden, Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen. Das Fieber fällt nach einigen Tagen ab und steigt dann wieder an. In dieser Phase kommt es zu weiteren Symptomen wie: Kopf- und Nackenschmerzen, Krampfanfälle, Lähmungen, Benommenheit, Verlangsamung, Sprachstörungen, Nystagmus. Die Symptome treten nicht immer gleich stark auf.
  • Postinfektiöse Virus-M.: Nach Abklingen der Primärkrankheit kommt es zu einem erneuten Anstieg des Fiebers mit ähnlichen Symptomen wie bei der primären Virus-Meningoenzephalitis.

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