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Enzyklopädie B- Barrter-Syndrom
- Es handelt sich um eine autosomal-rezessiv vererbte Störung des Tubulusapparates der Nieren, die zu einem Kaliumverlust führt. Die Krankheit kommt jedoch sehr selten vor.
Symptome(schon im Säuglingsalter): - Schwere Hypokaliämie mit starker Schwäche
- metabolische Alkalose
- Polyurie mit hoher Kaliumausscheidung
- Austrockung durch Polyurie
- Renin, Aldosteron und Prostaglandine sind erhöht.
- Basaliom
- Beim Basaliom handelt es sich um einen Hautkrebs, der vorzugsweise im Gesicht oder der behaarten Kopfhaut auftritt. Das Basaliom wächst sehr langsam und setzt auch keine Metastasen.
- Biot-Atmung
- Bei der Biot-Atmung handelt es sich um eine kräftige Atmung, die durch plötzliche Atempausen unterbrochen wird. Das Atemzentrum reagiert nur noch auf einen Sauerstoffmangel. Sobald der Sauerstoffgehalt wieder normal ist, setzt die Atmung wieder aus.
Typisch ist die Biot- Atmung bei Verletzungen des Atemzentrums, bei intrakraniellen Blutungen, Hirnödem und Meningoenzephalitis. - Blepharitis
- Bei der Blepharitis handelt es sich um eine Entzündung des Lides, das mit Jucken, Brennen und Rötung einhergeht. Die Haut an den Rändern schuppt sich zudem weisslich ab und die Lider können an den betroffenen Stellen ausfallen. Handelt es sich um eine Entzündung mit Staphylokokken, kommt es zu gelblichen Krusten durch den eingetrockneten Eiter.
- Blindsacksyndrom
Es handelt sich ausgeschaltete bzw. ausgesackte (Divertikel) Darmabschnitte, die zu einer Malabsorption von Fetten, Eiweissen und Kohlenhydraten, sowie Vitaminen und Mineralien führen. In den betroffenen Darmabschnitten kommt es zur Keimbesiedelung und Dekonjugation der Gallensäuren(Abspaltung der Glukoronsäure; dies führt zur Wasserunlöslichkeit) Symptome: - Durchfall
- Steatorrhoe(Fett im Stuhl durch Dekonjugationder Gallensäuren)
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Vitamin B12 Mangel
- Bluthochdruck
Ein hoher Blutdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in der westlichen Welt. Man schätzt, dass bis zu 40 % der Bevölkerung einen erhöhten Blutdruck aufweist. Der normale Blutdruck bewegt sich zwischen 80-90 und 120-140 mm Hg. èber 90 bzw. 140 spricht man von Grenzwerthypertonie. Der Hochdruck kommt zustande durch einen hohen Widerstand in den Gefässen und/oder ein erhöhtes Herzzeitvolumen. 90% aller Hypertoniker haben die sogenannte Essentielle Hypertonie. Die Ursachen sind hier vielfältig. neben genetischen Faktoren ist vor allem die Arteriossklerose ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung des Hochdrucks. Die essentielle Hypertonie tritt oft gemeinsam mit dem sogenannten metabolischen Syndrom auf (Wohlstands-Syndrom). Dieses umfasst: - Übergewicht
- Diabetes II
- hohe Triglyceridwerte und niedrige HDL Cholesterin Werte
- Hohe Harnsäurewerte
Die restlichen 10% haben die sogenannte sekundäre Hypertonie., deren Ursache entweder renal( Niere) oder endocrin (durch Hormonhaushalt) bedingt ist. Symptome der Hypertonie sind: - meist ohne Symptome am Beginn, später:
- Frühmorgendliche Kopfschmerzen im Hinterkopfbereich
- Schwindel, Ohrensausen
- Nervosität
- Herzklopfen
- Atemnot bei Belastung
Als Komplikation kann eine sogenannte Hochdruckkrise auftreten. Dabei kommt es zu einem starken Anstieg des Blutdrucks mit Gefahr einer Hirnblutung, einer Herzüberlastung(Linksherz). Bei langandauerndem Hochdruck sind immer die Gefässe, das Herz, die Nieren, das Gehirn und die Aorta betroffen. Es kommt zu frühzeitiger Arteriossklerose, Linksherzinsuffizienz, Hirninfarkt oder Ischämie, arteriosklerotische Schrumpfniere oder Aortenaneurysma. Therapie: zunächst müssen die Risikofaktoren eines Bluthochdruckes ausgeschaltet werden. Behandlung des Übergewichtes, Reduzierung von Alkohol und Rauchen. Desweiteren ist regelmässiger Sport sehr wichtig. Allein durch diese Massnahmen ist ein grosser Teil der Hypertoniker sehr gut behandelbar.- Borkenflechte
Bei der Borkenflechte handelt es sich um einen ansteckenden Hautausschlag, der in den meisten Fällen Kinder betrifft. Die Borkenflechte wird über Staphylokokken oder Streptokokken übertragen. Symptome: - kleine Blasen und Pusteln oder grosse Blasen, gefüllt mit eitriger Flüssigkeit. Mesit an Gesicht, Hals und Händen
- Nach Aufplatzen bilden sich gelb-braune Krusten.
- Juckreiz
- Lymphknotenschwellung
- Borreliose
Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragbare Krankheit, die relativ häufig auftritt. Die auch von Zecken übertragbare FSME(Frühsommermeningoenzephalitis) ist hingegen recht selten. Symptome: Erythema migrans: Um den den Zeckenstich bildet sich ein kreisförmiger roter Hautausschlag, manchmal begleitet von grippalen Symptomen. Dieses Erythem ist aber nicht zwingend. Viele Personen bemerken oft auch gar nichts! In späteren Stadien kann es zu Meningitis/Enzephalitis und zu einer Entzündung der Knie oder Sprunggelenke kommen. Manchmal sieht man auch die sogenannte Pergamenthaut.(Acrodermatitis chronica atrophicans). Diese Symptome können Monate bis Jahre nach einem Zeckenbiss auftreten und werden deshalb oft damit nicht mehr in Verbindung gebracht. Therapie: Die Schulmedizin behandelt mit Antibiotikum. Eine spätere Erkrankung mit Arthitis oder Meningitis ist dadurch aber nicht auszuschliessen. Eine naturheilkundliche(klassisch homöopathische) Behandlung ist unbedingt anzuraten. - Bronchialkarzinom
Das Bronchialkarzinom gehört bei Männern zur Krebsart mit den häufigsten Todesfällen. Der Tumor geht von der Schleimhaut der Bronchien aus, im Gegensatz zum Lungenkarzinom, das seinen Anfang in den Alveolarzellen nimmt. Das Lungenkarzinom ist jedoch sehr selten. Ursache Nr. 1 ist das Rauchen. Raucher haben ein 2000% erhöhtes Risiko, an Bronchialkrebs zu erkranken als Nichtraucher. Andere Ursachen sind kanzerogene Stoffe(Asbest, Arsen, Teer...) und radioaktive Strahlung. Auch chronische Bronchitiden prädisponieren zu dieser Krankheit. Normalerweise reagiert die Schleimhaut der Lunge mit einer erhöhten Schleimproduktion, wenn sie über längerer Zeit Zigarettenrauch aussetzt ist. Der Körper versucht so, den Terr des Rauches aus der Lunge zu befördern. Es kann jedoch auch zu einer überschiessenden Zellteilung mit nachfolgender Entartung kommen. Symptome: - Reizhusten, vor allem nachts
- blutiges Sputum
- Heiserkeit durch Lähmung des Kehlkopfnerves(N. recurrens)
- Gewichtsverlust
- Leistungsverminderung
- Lymphknotenschwellung
- paraneoplastisches Syndrom durch Freisetzung von Hormonen
Anfangs sind die Symptome des Bronchialkarzinoms sehr unspezifisch, weshalb die Diagnose oft sehr spät erfolgt. Die oben genannten Symptome treten erst sehr spät auf. Komplikationen: Je nach Gröss und Lage des Tumors können ganz unterschiedliche Komplikationen auftreten. Häufig sind: Lungenentzündung, Pleuraerguss, Atelektasen, Lähmung von benachbarten Nerven, Schluckbeschwerden durch Kompression des Ösophagus. - Bronchiektasen
- Bronchiektasen sind sackförmige Ausweitungen der Bronchien mit bronchialer Obstruktion. Es tritt entweder angeboren z.B. bei zystischer Fibrose oder erworben durch chronische Infekte, Bronchitiden, Bronchusstenosen der Luftwege auf.
Symptome: Typisch ist die sogenannte "maulvolle Expektoration". Besonders morgens oder bei Lagewechsel im bett kommt es zu reichlichem Auswurf. Hinzu kommt ein produktiver Husten, wobei das Sputum oft Eiter und Blut enthält. Es riecht zudem noch süsslich-fade. - Bronchiolitis
Bronchiolitis ist eine virusinduzierte (80% der Fälle durch RS-Viren, desweiteren Parainfluenza-, Rhino-, Adenoviren oder Mykoplasmen) obstruierende Entzündung der Bronchiolen, die fast ausschliesslich Säuglinge betrifft. Symptome: Im Rahmen eines Luftwegsinfektes mit Fieber und Husten treten nach 1 - 2 Tagen Tachypnoe und exspiratorische Dyspnoe auf. Das Allgemeinbefinden der kleinen Patienten ist schwer beeinträchtigt. Diagnose: Die Diagnose wird klinisch gestellt. Auskultatorisch findet man ein sehr leises Atemgeräusch mit meist fehlenden Nebengeräuschen. Im Röntgenbild: ausgeprägte Überblähung beider Lungen mit verstärkter Bronchialiszeichnung im parahilären Bereich. Oftmals zusätzlich auch Hypoxie und Hyperkapnie.
Therapie: In der Regel bilden sich die Symptome nach 3 - 4 Tagen rasch wieder zurück. In einzelnen Fällen kann eine Intensivtherapie notwendig werden.Die Gesamtprognose ist gut, falls keine anderen Begleiterkrankungen vorliegen. Etwa 40 - 60% der Kinder mit einer RS-Viren induzierten Bronchiolitis leiden später an rezidivierenden, obstruktiven Bronchitiden oder an einem Asthma bronchiale. - Bronchitis, akute
Die akute Bronchitis wird meist durch Viren oder Mycoplasmen ausgelöst. bei Kindern koomt es oft zusammen mit masern oder Keuchhusten vor. Selten ist eine Bronchitis duch Pilze oder Reizstoffe. Symptome: - Hustenreiz mit Schmerzen hinter dem brustbein
- Zäher, spärlicher Auswurf. Erst bei einer bakteriellen Infektion kommt es zu reichlichem, gelben Auswurf.
- Fieber , Kopfschmerzen und gewöhnliche Erkältungssymptome
Als Komplikation kann immer eine Brochopneumonie oder bakterielle Infektionen auftreten. Dies kompliziert den Verlauf etwas.- Bronchitis, chronische
Von einer chronischen Bronchitis spricht man dann, wenn es zu einem lang andauernden Husten und Auswurf über mind. 3 Monate pro Jahr in zwei aufeinander folgenden Jahren kommt. Ursachen sind meist Rauchen oder Luftverschmutzung. Durch Zigarettenrauch wird die Reinigungsfunktion der Zilien der Bronchialschleimhaut herabgesetzt und es kommt zu einer Hyperplasie der Schleimdrüsen mit Bildung eines zähen Schleimes. Dieser Schleim kann nur erschwert abtransportiert werden und es kommt zu einer Atrophie der Bronchialschleimhaut. Symptome: - es kommt zu morgendlichem Abhusten von Schleim
- mit zunehmender Dauer entwickelt sich eine Belastungsdyspnoe und Leistungsabfall
- Im letzten Stadium kann es zu einer Insuffizienz und einem Cor pulmonale kommen.
Hier sieht man zusätzlich: Lippenzyanose, Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel Als Komplikation können eine eitrige Bronchitis, Lungenabszess, sekundäre Bronchieektasen auftreten. Differentialdiagnose: Lungenkarzinom, Asthma bronchiale, Lungenemphysem, Bronchieektasen, Tuberkulose, Mukoviszidose - Brucellose
Es handelt sich um eine Antropozoonose, bei der der Mensch das Endglied der Infektionskette ist. Die Erreger werden von Haustieren wie Rinder, Schafen, Ziegen, Schweine oder Hunde über Schleimhäute oder Mikroverletzungen der Haut oder Milchprodukte auf den Menschen übertragen. Betroffen sind meist Personen, die beruflich mit Tieren zu tun haben, wie Metzger, Landwirte, Schäfer, Tierärzte. Bei der Erkrankung bilden sich Granulome in verschieden Organen, wie Lymphknoten, Milz ,Leber und Knochen. Man unterscheidet 4 Arten der Brucellosen: 1. Brucella melitensis, auch Maltafieber wird meist über Milchprodukte von Schafen und ziegen übertragen 2. Brucella abortus, auch Morbus Bang, wird über Rinder und Milchprodukte übertragen 3. Brucella suis, Schweinebrucellose, über direkten Kontakt mit Schweinen 4. Brucella canis, Hundebrucellose, über direkten Kontakt mit Hunden Symptome: Prodromalstadium mit Unwohlsein, Abgeschlagenheit, u.U. leichtem Fieber(bei B. melitensis feht dieses Stadium) Im Generalisationsstadium: Fieber, Schweissausbrüche, Bradykardie, Schwellung von Leber und Milz, Lymphknotenschwellung, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen Die Erkrankung verläuft häufig chronisch, da sich die Erreger im RES festsetzen. Es kann dann immer wieder , auch nach Jahren zu Rezidiven kommen. - Brustkrebs (Mammakarzinom)
Das Mammakarzinom ist heute die häufigste Geschwulstkrankheit bei Frauen. Etwa 6% aller Frauen sind davon betroffen, meist nach dem 45. Lebensjahr. Symptome: - schmerzloser Knoten in der Brust, der mit der Umgebung verwachsen ist (unverschieblich)
- Einziehung der Brustwarze
- Ödem
- Absonderung aus der Brustwarze
Die genannten Symptome sind erst im fortgeschrittenen Stadium sichtbar. Im Laufe der zeit kommt es dann zu Metastasierung. Zunächst sind die regionären Lymphknoten betroffen, im späteren Stadium Wirbelsäule, Beckenknochen, Leber, Lunge und Eierstöcke. In vielen Ländern wird als Vorsorgeuntersuchung die Mammographie durchgeführt. Diesbezüglich gibt es jedoch eine Menge Kontroversen: Eine kürzlich durchgeführte Studie der Dänen Dr. Peter Gotzsche und Ole Olsen, die im britischen Medizinjournal "the Lanclet" veröffentlich wurde, untersuchte man anderen Studien über Mammographie und musste feststellen, dass die Mammographie nicht zu einer höheren Lebenserwartung führt oder die Mastektomie(Entfernung der Brust) verhindert. Das einzige Land , das landesweite Vorsorgeuntersuchungen mit Mammographie ablehnt, ist die Schweiz. In allen anderen Ländern hält man jedoch weiter daran fest.
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