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Enzyklopädie B- Ballaststoffe
Ballaststoffe sind Stoffe, die vom Verdauungssystem nicht verdaut werden können. Es handelt sich um Kohlenhydrate(wie.z.B. Zellulose, Pektin,...) die in Pflanzenzellen vorkommen, und diesen als stabilisierende und stützende Elemente dienen. Auch wenn die Ballaststoffe nicht verdaut werden, haben sie doch eine wesentliche Funktion. Zunächst fördern sie die Kauarbeit, welche wichtig für die Vorverdauung der Speisen ist. Sie sind in der Lage, eine grosse Menge Wasser zu speichern und erhöhen damit das Volumen im Darm, welche wiederum die Darmbewegungen anregt. Günstig wirkt sich dies auch auf die Verweilzeit im Darm aus, die dadurch sehr verkürzt wird. Durch das hohe Bindungsvermögen der Ballaststoffe können ferner Giftstoffe und überschüssiges Cholesterin gebunden werden. Dies setzt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich herab. Positiv wirken sich Ballaststoffe besonders für Diabetiker aus, da diese die Blutzuckerkonzentration senken können. Personen, die wenig Ballaststoffe zu sich nehmen, leiden häufiger an Obstipation, Divertikel und Krebs des Dickdarms. Auch Leber-und Gallestörungen sowie Diabetes mellitus tritt bei diesen häufiger auf. Erwachsene sollten täglich mindestens 30g /Tag zu sich nehmen, am besten in Form von Vollkorngetreide, Nüssen, Samen, Hülsenfrüchte, Gemüse, Kartoffeln und Obst. - Bierhefe
- Bierhefe und Hefezellen, die in anderen Nährmedien gezüchtet werden sind eine exzellente Quelle an Vitamin B1, B2, B6, Pantothensäure, Biotin und Folsäure und enthalten auch eine grosse Menge an Mineralien und Spurenelementen, wie z.B. Chrom und Selen. Ferner sind 8-10% Nukleinsäuren vorhanden, die immunstimmulierende Eigenschaften besitzen.
Bierhefe hat nichts mit Candida albicans zu tun. Es gibt überhaupt keine Anhanltsspunkte dafür, dass Bierhefe einen negativen Einfluss auf Candida hat. Genau genommen handelt es sich bei Candida albicans auch nicht um Hefezellen , sondern um einen Pilz. - Bioflavonoide
- Bioflavonoide findet man überall im Pflanzenreich, wo sie z.B für die Farben der Blüten, Blätter und Stengel verantwortlich sind.. Man kennt heute über 500 Arten von Bioflavonoiden.
Auch wenn sie früher Vitamin P genannt wurden, kann man sie nicht in die Klasse der Vitamine einstufen. Ein bekanntes Bioflavonoid ist z.B das Rutin, das in Buchweizen vorkommt. Wie die anderen Bioflavonoide auch stärkt es die Kapillarwände und unterstützt die Wirkung des Vitamin C. In Untersuchungen wurde gezeigt, dass Bioflavonoide auch Wirkungen bei Allergien, Viruserkrankungen und Entzündungen aufweisen. - Biotin
Biotin , auch Vitamin H genannt kommt in allen menschlichen Zellen vor. Es ist wichtig für den Ab- und Aufbau von Fettsäuren, den Abbau von Aminosäuren und bei der Neubildung von Zucker. Biotinreiche Lebensmittel sind Bierhefe, Leber, Nieren, Erd- und Walnüsse, Mandarinen, Eigelb, Kohlgemüse und Hülsenfrüchte besonders reichlich. Bei gemischter Kost treten beim erwachsenen Menschen in der Regel keine Mangelerscheinungen auf. Durch folgende Faktoren kann jedoch ein Mangel auftreten : - Verzehr großer Mengen roher Eier (enthalten Avidin, ein Biotin-Hemmstoff), was zu Dermatitis, Anorexie, Übelkeit, Depression und gestörter Fettstoffwechsel führt
- Chronischer Alkoholkonsum,
- partielle Darmentfernung,
- parenterale Ernährung,
- Bei Säuglingen kann es durch einen niedrigen Biotingehalt in der Muttermilch und durch Verdauungsbeschwerden zu einem Biotinmangel kommen.
Der Tagesbedarf an Biotin liegt bei 0,1 - 0,2 mg (momentaner Stand der Forschung). - Blei
Umweltbelastende Faktoren: Autoabgase, Abwasser, Klärschlämme, lndustrieabgase, Autobatterien, Wasserleitungen (alte Häuser), Kosmetika, Haarfärbe- und -spülmittel, Tabakrauch, Keramik, Bleiglas, Bleifarben, Druckfarben (Zeitung>, Autoabgase Gefährdete Körperteile und Funktionen: Knochen, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Herz, Enzymvergiftung, Blutbildung, Blockierung der Enzymwirkung in den Zel-len, Knochenbildung Belastungserscheinungen: Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Bauchschmerzen, Verstopfung, Reizbarkeit, Gedächtnisschwund, Lernschwäche Ernährungsmaßnahmen: Gedünstete Hülsenfrüchte (Bohnen etc.), Milch, Fleisch, Eier, Getreidekleien, Vollkomgetreide, ölhaltige Samen, Vitamin C, Knoblauch, hohe Zufuhr von Calcium, Eisen und Vitamin E Belastende Nahrungsmittel: Pflanzen allgemein, Konserven - Bromelain
- Bromelain ist ein Enzym aus der Ananas, das Eiweisse verdauen kann. Bromelain besitzt ein breites Wirkungsspektrum ohne schädliche Nebenwirkungen.
Man setzt es u.a. gerne bei entzündlichen Erkrankungen ein,wie z.B. Arthritis und es ist auch bei Sportverletzungen sehr sinnvoll, da es durch seine eiweissspaltende Kraft, Blutergüsse schneller absorbieren kann und Entzündungen verhindert. Es verbessert ferner die Fliesseigenschaften des Blutes und hilft damit vor Gefässverschlüssen vorzubeugen. Die Fähigkeit, Proteine aufzulösen macht Bromelain auch zu einem starken immunstimulierenden Stoff. Es "demaskiert" Antigene (fremde Stoffe, wie Bakterien, Viren,...)und macht sie damit für die Abwehrzellen angreifbar. Dies ist auch ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Krebs.
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