- Gallensteine
Etwa 10 -15% der Bevölkerung hat Gallensteine. Bei den meisten sind diese jedoch völlig symptomlos.
Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten:
- Cholesterinsteine und gemischte Steine (enthalten mehr als 70% Cholesterin) ca. 80 % der Bevölkerung
- Bilirubinsteine
Risikofaktoren, die eine Gallensteinbildung begünstigen:
- genetische Faktoren
- Alter
- Geschlecht(3 x so viel Frauen wie Männer)
- cholesterinreiche, ballaststoffarme Ernährung
- Übergewicht
- Diabetes
Im Medizinstudium gibt es folgende Merkregel: Die 5 "F's": female, fair(hellhäutig), fat, forty, fecund(fruchtbar)
Wie kommt es aber zur Gallensteinbildung? Normalerweise besteht die Gale zu 80% aus Wasser, der Rest ist Cholesterin(wasserunlöslich), welches durch Gallensäuren und Phospholipide in Lösung (in Form von Mizellen) gehalten wird. Zu Gallensteinen kommt es, wenn die Gallensäuren vermindert sind und sich das Cholesterin erhöht.
Symptome:
- in 80 % der Fälle ohne Symptome
- unspezifische Beschwerden, wie Druckgefühl, Meteorismus, Unverträglichkeit von Fett, Fleisch, Kaffee(diese Beschwerden finden sich aber bei einer Vielzahl von Erkrankungen im Magen-Darmbereich)
- Gallenkolik(hervorgerufen durch Steinpassage des Gallenblasen- oder Gallengang) mit krampfartigen Schmerzen, oft in Rücken und rechte Schulter ausstrahlend, manchmal begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen
- Murphy Zeichen: Es kommt zu einem plötzlichen Stopp wegen Schmerzen beim Einatmen, nachdem der Untersucher beim Ausatmen die Hand in die Gallenblasenregion gedrückt hat.
Durch den Steinabgang kann es zu Mikroverletzungen kommen, die bakterielle Infektionen der Galleblase oder der Gallenwege nach sich ziehen können. Erreger sind z.B. Klebsiellen, Streptococcus faecalis oder E.coli. bei einer Gallenblasenentzündung kommt es zu Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch und Ikterus.
Durch wiederkehrende Entzündungen kann sich eine sog. Porzellangallenblase entwickeln.
Es besteht ferner die Gefahr einer Steinperforation. Der Stein kann entweder in den Darm oder in die Bauchhöhle perforieren. bei Perforation in den Darm besteht die Gefahr einer Obstruktion mit Verlegung des Darmes(Ileus). Perforiert der Stein in die Bauchhöhle kommt es zu einer Peritonitis (Entzündung des Bauchfelles)
Differentialdiagnose: Gallensteine können oft mit anderen Krankheiten verwechselt werden, wie z.B.:
- Pankreatitis
- Appendizitis
- Nephrolithiasis(Nierensteine)
- Herzhinterwandinfarkt
- Primäre biliäre Zirrhoe
Therapie: Während einer Gallenkolik wird meist symptomatisch behandelt. bei rezidivierenden Beschwerden werden die Steine meist chirugisch entfert oder aufgelöst. Nebenwirkungen sind zu beachten.
Um Rezidive zu vermindern, sollte man eine homöopathische Behandlung beginnen.
- Gastrinom
Es handelt sich um eine das Hormon Gastrin produzierenden Tumor, der meist in der Bauchspeicheldrüse vorkommt. Gastrin wird normalerweise vom Magen produziert und fördert die Freisetzung von Salzsäure. Durch die übermässige Produktion des gastrins wird ständig Salzsäure produziert und führt zu folgenden Symptomen:
- Magengeschwüre im Magen und Dünndarm
- Durchfälle
- Steatorrhoen(Fettstühle), da die Salzsäue die fettspaltenden Enzyme(Lipasen) inaktiviert.
Therapie: meist wird eine Operation durchgeführt, auch Säureblocker kommen zur Anwendung. Eine homöopathische Behandlung ist anzuraten.
- Gastritis
Akute Gastritis
Bei der akuten Gastritis handelt es sich um eine akute Entzündung der Magenschleimhaut. Verursacht wird sie durch:
- Stress. Hier ist auch körperlicher Stress gemeint, wie Trauma, Verbrennungen, Schockzustände, nach Operationen
- Infektionen der Magenschleimhaut durch Helicobacter pylori
- Exogene Gifte: Alkohol, Azethylsalizylsäure, Nicht-steroidale Antirheumatica, Cortison, Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen, Staphylokokken
Symptome der akuten Gastritis:
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit und Erbrechen
- Druckgefühl im Bereich des Magens und Schmerz beim Druck auf den Magen
- Aufstossen
Werden die auslösenden Ursachen vermieden, lässt die Gastritis nach einiger Zeit von alleine nach. Eine homöopathische Behandlung beschleunigt den Heilungsverlauf.
Chronische Gastritis
Bei 85% aller Patienten mit chronischer Gastritis findet man im Magen das Bakterium Helicobakter pylori. Je älter die Person, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dieses Bakterium zu finden.
Durch die Besiedelung des Magens, nimmt die Zahl der Belegzellen ab, und es wird weniger Salzsäure produziert. Dadurch entwickelt sich eine Achlorhydrie.
Manche chronische Gastritiden sind durch Auto-Antikörper gegen Belegzellen des Magen bedingt. Dabei ist auch der Intrinsic Faktor betroffen, der wichtig für die Aufnahme des Vitamin B12 ist.
Die Symptome der chronischen Gastritis sind in den meisten Fällen recht uncharakteristisch. Bei der Helicobakter-Gastritis kann es zu Völlegefühl nach dem Essen, Schmerzen, Blähungen kommen.
Zur Diagnostik einer HP-Gastritis muss eine Endoskopie gemacht werden.
- Geburtslage
Die optimale Geburtslage ist die vordere Hinterhauptslage (94 % aller Geburten). Der Kopf ist hierbei flektiert, die kleine Fontanelle dient als Leitstelle und der Rücken des Kindes ist nach vorn (bezogen auf die Mutter) gerichtet. Man spricht auch von der regelrechten Geburtslage. Weitere mögliche Kopflagen sind die hintere Hinterhauptslage (1 %), die Scheitellage, die Vorderhauptslage, die Stirnlage und die Gesichtslage.
Siehe auch Querlage
- Gebärmutterkrebs
Der Gebärmutterkrebs kann entweder in der Gebärmutter oder am Hals der Gebärmutter auftreten. Das Gebärmutterhalskarzinom (Zervixkarzinom) tritt zudem sehr viel häufiger auf.
Symptome:
- das präcanzeröse Stadium macht häufig keine Symptome
- Blutungen(vor allem bei Frauen über dem 40 Lebensjahr und nach dem Klimakterium)
- Blutungen ausserhalb der Regel
- Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
- blutiger Ausfluss(nach Geschlechtsverkehr und Stuhlgang)
- weitere Symptome an den Nachbarorganen im Spätstadium wenn es zu Kompressionsbeschwerden durch den Tumor kommt
Jede Blutung, auch wenn sie gering ist, ausserhalb der Regel sollte deshalb unbedingt abgeklärt werden.
Eine regelmässige Vorsorgeuntersuchung, vor allem bei Frauen über 40, ist unbedingt anzuraten
- Gebärmuttermyom
Beim Gebärmuttermyom handelt es sich um eine gutartige Muskelgeschwulst an der Gebärmutter. Stimuliert werden diese Geschwulste durch die Östrogenproduktion. Demnach kommt es auch in den Wechseljahren zu einer langsamen Rückbildung
Symptome:
- verlängerte und verstärkte Regelblutung
- manchmal Dauerblutung
- Miktionsbeschwerden (durch Druck des Myoms)
- Obstipation(durch Druck des Myoms)
- Kreuzbeinschmerzen(durch Druck des Myoms)
Therapie: Myome sprechen sehr gut auf homöopathische Behandlungen an. Eine Hormontherapie sollte sehr gut überlegt werden wegen u.U. starker Nebenwirkungen.
- Gebärmuttersenkung
Bei der Gebärmuttersenkung kommt es zu einem Absinken des Uterus und der Scheide. Häufig durch Bindegewebsschwäche und nach Geburten.. Tritt ein Teil der Gebärmutter und Scheide vor die Vulva, spricht man von einem Gebärmuttervorfall.
Die Senkung kann homöopathisch sehr gut behandelt werden. Beim Prolaps ist u.U. Operation notwendig.
- Gelbfieber
Eine in den Tropen Africas und Mittel-und Südamerikas vorkommende Erkrankung, die durch duch Stechmücken übertragen wird. Das Reservoir sind Affen und Meerkatzen.
Symptome:
- Initialstadium: plötzlicher Fiberanstieg bis 40°C mit Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit, Erbrechen
- am 3-4 Tag fällt das Fieber ab, es kann jedoch zu einem erneuten Fieberanstieg mit Beteiligung von Leber und Nieren kommen.(Hepatitis, Nephritis, hämorrhagische Diathese). Typisch ist das "vomito negro" = schwarzes Bluterbrechen.
Es kann zu Leberversagen, Nierenversagen, Meningoenzephalitis und Kreislaufschock bis hin zum Koma führen.
Therapie: bei schweren Fällen: Intensivstation
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- Gerstenkorn
Bei Entzündung der Moll oder Zeissdrüsen der Lider kann sich bei einer nachfolgenden Verstopfung der Drüsen ein Gerstenkorn entwickeln. Beteiligte Erreger sind wie bei der Lidentzündung meist Staphylokokken. Die Verstopfung führt zu einem Abszess am äusseren Lid,der sehr schmerzhaft sein kann. Nach wenigen Tagen platzt das Gerstenkorn meist von alleine auf oder es wird eine vom Arzt eröffnet.
- Gicht
Gicht ist eine ernährungsbedingte Stoffwechselkrankheit, bei Harnsäure in den Gelenken auskristallisiert und dadurch heftigste Schmerzen verursacht. Früher war die Gicht eine Krankheit der Reichen, in unserer heutigen Gesellschaft betrifft es jedoch sehr viele Menschen. Notwendig ist jedoch eine vererbte Disposition zur Gicht, ausgelöst wird die Gicht dann jedoch durch purinreiche Ernährung.
Die Krankheit tritt häufig zusammen mit dem metabolischen Syndrom (Wohlstandssyndrom) auf: Übergewicht, Diabetes Typ II, Hypertriglyzeriämie und essentielle Hypertonie. Die primäre Gicht muss man von sekundären Gichtformen unterscheiden.
Die sekundäre Gicht tritt z.B. bei vermehrter Harnsäurebildung bei Leukämie, Polyzythämie, Chemotherapie, hämolytischer Anämie oder bei verminderter Harnsäureausscheidung bei Nierenerkrankungen auf.
Harnsäure fällt im Körper beim Abbau von Purinen, einer Substanz in den Zellkernen, an. Normalerweise werden diese Purine über die Nieren ausgeschieden. Nimmt man aber zuviel Purine zu sich oder funktioniert die Niere nicht 100%, so erhöht sich der Harnsäurespiegel im Blut und es kommt zu einer Ablagerung der Harnsäure in den Gelenken. Diese Ablagerungen werden durch Granulozythen (weisse Blutkörperchen) phagozythiert, wobei Entzündungsmediatoren freigesetzt werden, die eine Entzündung der Synovia hervorrufen.
Der erste Anfall tritt meist nach einem üppigen Essen auf, wobei sehr häufig das Grosszehengrundgelenk betroffen ist
Symptome akuter Gichtanfall:
- Starke schmerzhafte Entzündung meist des Grosszehengrundgelenks mit Hautrötung , Schwellung und Überwärmung. Manchmal sind auch andere Gelenke, wie Daumengrundgelenk, Sprung- oder Kniegelenk
- Fieber
Symptome der chronischen Gicht:
- Tophi(Harnsäureablagerungen) an Ohrmuschel, Grosszehen, Ferse, Ellenbogen, Sehnenscheiden oder Schleimbeutel
- Harn und Nierensteine aus Uraten
- in seltenen Fällen Erkrankungen der Niere
Therapie: Eine Behandlung durch einen erfahrenen Homöopathen ist anzuraten. Des weiteren sollte man unbedingt seine Ernährung umstellen. Wichtig dabei ist eine eiweissarme Ernährung, Eiweiss enthält nämlich sehr viel Purine, mit Ausnahme von Milchprodukten und Eier. Achten Sie auch auf eine genügend grosse Trinkmenge. Die Nieren müssen die Harnsäure ausscheiden und benötigen dazu Flüssigkeit.
Zu meiden sind:
- Linsen, Bohnen
- Innereien, Hühnerfleisch
- Fisch, Fischkonserven
- Alkohol (kann Gichtanfall auslösen)
- Zucker
- Gliedmassen-Arterienverschluss
Es handelt sich um einen Verschluss der unteren Gliedmassen durch eine Embolie. Der Embolus wird in 2/3 der Fälle im linken Herzen durch Herzinfarkt, Vorhoffflimmern, Mitralklappenfehler, Endokarditis oder künstliche Klappen gebildet und wird dann in die Gliedmassen weitertransportiert, bis er in den immer enger werdenen Gefässen steckenbleibt. Aber durch eine Thrombose bei arterieller Verschlusskrankheit kann ein akuter Arterienverschluss ausgelöst werden.
Symptome: die "6 P's":
- Pain: plötzlich auftretender, starker Schmerz
- Paleness: Blässe
- Pulslessness: Pulslosigkeit(distal des Verschlusses)
- Paralysis: Bewegungsunfähigkeit
- Paresthesia: Missempfindungen(Pelzigsein, Kribbeln...)
- Prostration: Schock
Während sich ein akuter Arterienverschluss durch eine Thrombose eher langsam entwickelt, setzt die Symptomatik des Verschlusses durch einen Embolus sehr rasch ein.
Patienten mit kardialer Herzerkrankung werden eher einen Embolus haben, während Patienten mit einer bekannten artereillen Verschlusskrankheit eher zu Thrombosen neigen.
Therapie: Sofortmassnahmen sind: Extremitäten tief lagern (auch wenn Schocksymptomatik vorherrscht) und sofortige Krankenhauseinweiung zur Entfernung und Fibrinolyse des Thrombus oder Embolus.
- Glomerulonephritis
Die Glomerulonephritis kommt im Vergleich zu Harnwegsinfektionen relativ selten vor, ist aber die häufigste Ursache für eine chronische Niereninsuffizienz.
Ursachen:
- Immunkomplexnephritis: nach einer Streptokokkeninfektion kommt es zur Bildung von Immunkomplexen, die sich in den Glomeruli ablagern und dort nachfolgend zu einer Entzündung führen
- Antikörper gegen Basalmembran der Glomerula
- durch Ablagerung von IgA Antikörpern
Symptome:
- häufig ohne Beschwerden, oft nur Zufallsbefund mit Erythrozyten im Urin und geringer (oft fehlender) Proteinurie
- bei der akuten GN: Mikrohämaturie und Proteinurie
Man unterscheidet mehrere Formen der Glomerulonephritis:
1. Akute Postinfektiöse GN
2. Rapid Progressive GN
3. Chronisch progrediente GN-Syndrom
4. Nephrotisches Syndrom
1.Akute postinfektiöse GN:
Nach einem Infekt mit beta-hämolysierenden Strptokokken der Gruppe A (Angina tonsillaris, Pharyngitis) kommt es nach 1-2 Wochen Beschwerdefreiheit zu folgenden Symptomen:
- Mikrohämaturie und Proteinurie
- ev. Ödeme, Hypertonie
- ev. Gesichtsödem, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Schmerzen in Nierengegend
Im Urin finden sich Erythrozythen, Protein
2.Rapid Progressive GN
Diese Form der GN führt zu einer rasch zunehmenden Verschlechterung der Nierenfunktion(durch Antikörper gegen Basalmembran). Häufig ist hier auch die Lunge beteiligt, da die basalmembran der Alveolen eine Ähnlichkeit mit der Basalmembran der Glomerula aufweisen.(Goodpasture-Syndrom)
Symptome:
- Hypertonie
- starke Proteinurie
- Blässe
- progrediente Niereninsuffizienz
- bei Lungenbeteiligung: Lungenblutung
3.Chronisch progrediente GN-Syndrom
Es handelt sich um das chronische Stadium verschiedener Glomerulopathien
Symptome:
- schleichender Krankheitsbeginn
- Proteinurie
- Erythrozyturie
- Hypertonie
4.Nephrotisches Syndrom
Vom nephrotischen Syndrom spricht man, wenn 1. starke Proteinurie über 3g/d , 2. Hypoproteinämie, 3. Hypalbuminämische Ödeme und 4. Hyperlipidämie mit Cholesterin und Triglyceriderhöhung vorliegt.
Ursachen können sein:
- Glomerulonephritis
- Diabetes mellitus
- Plasmozythom
- Kollagenosen
- Nierenvenenstauung
- toxisch
- immunologisch
Die Proteinurie führt ferner zum Verlust von IgG Antikörpern und damit zur verstärkten Infektanfälligkeit. Durch den Verlust an Serumalbumin, nimmt der onkotische Druck , vor allem in den Kapillaren ab und führt damit zu einer Flüssigkeitsverschiebzng von Flüssigkeit ins Interstitium.
- Glukokortikosteroide
In der Nebennierenrinde werden in der Zona fasciculata Glukokortikosteroide, zu dem auch das Kortisol gehört, gebildet. In 24 h werden dort unter Normalbedingungenetwa 20-30mg Kortisol produziert. Im Stress erhöht sich dieser Wert auf das bis zu 10-fache.
Die Hormonbildung unterliegt einem zirkadianen Rhythmus. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr erreicht die Produktion ein Maximum, ein Minimum liegt um Mitternacht. 70% des Kortisols werden morgens abgegeben.
Gesteuert wird die Kortisolabgabe durch den Hypothalamus(Corticotrpoin-Releasing-Hormon) und der Hypophyse(adrenocorticotrophes Hormon= ACTH)
Wirkungen der Glukokortikoide(Die Wirkungen treten nur bei grossen Mengen auf):
- Glukoneogenese: Bildung von Glukose aus Aminosäuren und Laktat, Pyruvat oder Glycin. Dies fördert einen Abbau der Muskulatur und verstärkt einen Diabetes mellitus
- Hyperlipidämie durch gesteigerten Fettabbau und Fettmobilisation aus der Peripherie und Ablagerung in der Leber und am Stamm
- Leukozytenerhöhung mit gleichzeitigem Absinken der Lymphozyten und Unterdrückung der B-und T-Lymphotytenaktivität
- Hemmung von Entzündungen
- verzögerte Wundheilung
- Hemmung der enteralen Kalziumresorption und Steigerung der Kalziumausscheidung
- Natriumretention
- gesteigerte Kaliumausscheidung
Heute wird Kortison bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Nebenwirkungen sind hier sehr häufig. Die Nebenwirkungen treten in der Regel bei einer Langzeittherapie auf. Folgende Nebenwirkungen können sein:
- Exogenes Cushingsyndrom mit Stammfettsucht und Abmagerung der Extremitäten
- Verschlechterung eines Diabetes
- Erhöhtes Infektionsrisiko
- Gewichtszunahme
- Ödeme
- Hypokalämiesche Alkalose
- Atrophie der Muskulatur
- Osteoporose
- Wachstumshemmung bei Kindern
- Katarakte und Glaukomgefahr
- Thromboseneigung
- Menstruationsstörungen
- Glutamin
Die Aminosäure Glutamin unterstützt die Gesundheit des Gastrointestinaltraktes und schützt vor Malabsorption. Mangelanzeichen sind Müdigkeit, fehlende Reaktionskraft Depressionen. Auch bei Alkoholabusus kommt ein Mangel sehr häufig vor.
- Glycin
Die Aminosäure Glycin hilft bei der Entgiftung der Leber und ist Bestandteil des Glucose Toleranz Faktors. Zeichen des Mangels sind ein saurer Magen, frühzeitiges Altern und schwankender Blutzuckerspiegel.
- Gonorrhoe
Die Gonorrhoe, kurz auch GO genannt gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten überhaupt. Erreger ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae.
Etwa 25% der Männer und 50% der Frauen tragen die Gonorrhoekeime in sich und können damit andere anstecken.
Symptome:
- Mann: Urethritis mit Brennen und Jucken beim Urinieren; eitriger Ausfluss
- Frau: eitriger Ausfluss mit mit Entzündung der Harnröhre und der Zervix
- hinzu kommen: Arthritis(oft ist nur ein Kniegelenk betroffen), Endokarditis,
- Gefahr besteht durch eine Einschwemmung der Erreger ins Blut: Gonokokkensepsis
Therapie: wie bei der Lues auch besteht in Deutschland Behandlungspflicht. Personen, die sich weigern, werden zwangsbehandelt.
- Granulozyten
Granulozyten gehören zum menschlichen Abwehrsystem und richten sich hauptsächlich gegen Bakterien und Pilze. Gemeinhin sind sie auch unter dem Namen weisse Blutkörperchen bekannt.
Normalerweise befinden sich die Granulozyten zu 90% im Knochenmark und werden erst durch bestimmte Signale(Interleukin, Komplement C3)ins Blut abgegeben.
Die Granulozyten sind in der Lage sich amöboid zu bewegen, d.h. sie sind sehr bewegungsfähig und so in der Lage auch die Kapillare zu verlassen und ins Gewebe einzudringen. Sie können dort Bakterien und Pilze umschliessen und verdauen.
Beim Arzt hört man manchmal den Begriff Linksverschiebung im Blut. Dies bedeutet eine Verschiebung zu "jüngeren" Granulozyten im Blut hin, d.h. wenn z.B. bei Entzündungen Granulozyten verbraucht werden und durch die erhöhte Produktion nur noch "jüngere" Granuloyten aufzufinden sind.
- Granulozytopenie
Es handelt sich um eine Verminderung der neutrophilen Granulozyten(weisse Blutkörperchen)
Ursachen und Äthiologie können sein:
- Knochenmarksschädigung durch Medikamente, Strahlen und Chemikalien
- Reifungsstörung der Granulozytenpoese(Bildung) durch Vit. B12 oder Folsäure Mangel
- Akut nach Infektionen
- bei malignen Lymphomen
- bei systemischen Lupus
Eine Granulozytopenie über 1000/mcl sind meist ohne Symptome, erst unter 1000 bis 500 nimmt das Infektionsrisiko stetig zu. Unter 500 kommt es regelmässig zu Infektionen, insbesonders bakterieller Art
Therapie ist Behandlung der Ursache.
- Grauer Star
Der graue Star ist eine Erkrankung der Augenlinse, bei der diese trüb wird und damit die Sehkraft einschränkt. Der Alterstar tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf. Kommt es schon früher zu einer Linsentrübung, ist oft ein Diabetes mellitus die Ursache.
Die Trübung kann so stark werden, dass im fortgeschrittenen Stadium nur noch Hell-Dunkel-Sehen möglich ist.
Therapie: Schulmedizinisch wird der graue Star operiert und man ersetzt die Linse durch ein Implantat.
- Grüner Star
Der grüne Star, auch Glaukom genannt bezeichnet eine Druckerhöhung im Augeninneren über 22mmHg. Der erhöhte Druck kann zu einer Schädigung des Sehnerves führen mit Gesichtsfeldausfällen und Erblindung. Ursache des Glaukoms ist eine Verlegung des Schlemmschen Kanals, in Folge dessen kein Kasserwasser mehr abfliessen kann.
Man unterscheidet zwei Formen: das akute und das chronische Glaukom
Symptome:
Akutes Glaukom: ausgelöst meist im höheren Alter durch Überanstrengung, Schreck oder Kummersituationen.
- plötzlich auftretender schneidender Schmerz, meist an einem Auge
- Regenbogenfarbensehen(um Lichtquellen) oder Schleier vor dem Auge
- Kopfschmerzen
- oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
- das Auge verfärbt sich rot und es bildet sich ein Ödem
- der Bulbus ist steinhart
- Pupille ist erweitert
Chronisches Glaukom:
- meist nur Druckerhöhung ohne äussere Symptomatik
- manchmal Regenbogenfarbensehen, Kopfschmerz oder Schmerz über oder in den Augen
- bei Fortbestehen des Innendruckes kommt es zu einer Degeneration des Sehnerves ; typisch ist hier das Tunnelsehen.
- Guillain-Barré-Syndrom
Das Guillain-Barré Syndrom wird auch als „akute idiopatische Polyneuritis“ bezeichnet. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven. Statistisch gesehen gibt es weltweit ca. 1-2 Fälle pro Jahr auf 100 000 Einwohner.
Ursache:Die genaue Ursache ist bis heute unbekannt. Viele Fälle treten innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach einer viralen oder bakteriellen Infektion auf. Das kann eine gewöhnliche Erkältung, Grippe, Rachenentzündung oder eine Magen-Darmstörung (verursacht durch Campylobacter Jejuni) mit Durchfall sein. Auch Insektenstiche sowie Impfungen (z.B.Tetanus, Grippe) werden als Auslöser vermutet.
Symptome: Beginn mit allgemeinen Schwäche, gefolgt von Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen in Beinen und Armen (meist aufsteigend). Gelegentlich sind auch die Atem- und Gesichtsmuskeln betroffen. Viele Betroffene müssen bereits im frühen Stadium auf der Intensivstation behandelt werden, besonders dann, wenn auch Beatmungspflicht aufgrund der Lähmungen der Atmungsorgane notwendig wird.
Die Symptome gehen meist wieder zurück, was jedoch Monate oder noch länger dauern kann. Einige Betroffene behalten geringe Langzeitschäden unterschiedlicher Art zurück.
Diagnose:
Bestätigung der Diagnose durch eine Lumbalpunktion zur Feststellung eines veränderten Eiweißspiegels.
Behandlung:
Im Frühstadium stationär in einer Akut-Klinik, gewöhnlich auf der Intensivstation (wg. Gefahr von Atemstillstand)
Medikamentös werden hohe Dosen von Immunglobulin intravenös gegeben. Alternativ kann auch eine Plasmaaustauschbehandlung (eine Art Blutreinigung) vorgenommen werden.
Nach der Akut-Behandlung ist ein Rehabilitationsprogramm zur Wiederherstellung der Nerven- und Muskelfunktionen erforderlich.
Formen:
chronisches GBS (CIDP):
CIDP = Chronic Inflammatory Demyelinating Polyneuropathy. (Chronische Inflammatorische Demyelisierende Polyneuropathie)
Das chronische GBS entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Auffallend ist die zunehmende Schwäche der Betroffenen. Diagnose sehr schwierig.
Miller- Fisher Syndrom (MFS):
MFS (Variante des GBS) befällt hauptsächlich die Gesichtsnerven, insbesondere die Nerven zur Funktion der Augenbewegungen. MFS ist eine überlappende Form des GBS und wird ähnlich behandelt.
Lewis Sumner Syndrom:
unsymetrisch verlaufende Form der GBS
Elsberg Syndrom:
betrifft nur die Nervenwurzeln.
MMN (Multifokale Motorische Neuropathie): betrifft nur motorische Nerven, z. B. Fußhebernerv oder Fingerstreckernerv. Sensibilitätsstörungen passen nicht zum Krankheitsbild. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Immunglobulinen.
- Gynäkomastie
Bei der Gynäkomastie handelt es sich um eine einseitige oder doppelseitigeVergrösserung der Brust beim Mann.
Ursachen können sein:
- Östrogenüberschuss(durch Östrogentherapie oder östrogensezernierende Turmore)
- Androgenmangel(Anorchie, Kastration, Hypogonadismus, Hyperthyreose)
- Medikamente(Östrogen, Antiandrogene)
- Drogen(cannabis)
- physiologisch(in der Entwicklungszeit und bei Übergewicht)
Therapie: Kausale Therapie wenn bekannt(Weglassen von Medikamenten etc.) Ansonsten wird eine homöopathische Behandlung empfohlen.