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Enzyklopädie H- Hagelkorn
Bei einer Entzündung und Verstopfung der Meibom-Drüsen kommt es zum sogenannten Hagelkorn. Es bildet sich eine Zyste, die schmerzlos ist. Im Gegensatz zum Gerstenkorn sitzt das hagelkorn an der Innenseite des Augenlides. Es platzt in der Regel nicht von alleine auf und muss deshalb chirugisch entfernt werden. - Hantavirus-Infektion
Das Hantavirus wird von Mäusen oder Ratten übertragen. Eine Ansteckung erfolgt über die Inhalation infektiöser Ausscheidungen, wobei besonders Land und Waldarbeiter, Jäger und Soldaten gefährdet sind. Die Infektion führt zu einem hämorrhagischem Fieber mit Beteiligung der Nieren. Die Erkrankung verläuft nach einer Inkubationszeit von 2.3 Wochen meistens in 3 Phasen: Symptome: 1. Fieber, Schüttelfrost mit Kopfschmerzen, Muskelschmerzen 2. Schmerzen im Rücken und Abdomen mit Übelkeit und Erbrechen und Durchfall 3. Interstitielle Nephritis mit starker Proteinurie, Oligurie Es besteht die Gefahr eines Nierenversagens. Bei einem neuen Virusstamm aus den USA , de seit 1993 beobachtet wird , kann es ferner zu Lungenversagen und hoher Letalität kommen
- Harnwegsinfektion
Harnwegsinfektionen sind eine recht häufige Erkrankung, die meist Frauen betrifft, da diese eine wesentlich kürzere Harnröhre als Männer haben und so Keime schneller in die Blase eindringen können. Prädisponierende Faktoren: - Harnabflussstörungen durch anatomische Anomalien, Obstruktionen (Steine, Tumore, Stricturen), Blasenfunktionsstörungen, Vesiko-retero-renaler Reflux
- Schmerzmittelabusus
- Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht, Hyperkalzämie, Hypokalzämie
- Abwehrschwäche
- Schwangerschaft
- Untersuchungen der Harnblase durch Katheter
- äussere Faktoren wir Unterkühlung, sexuelle Aktivität
Die nachgewiesenen Erreger sind meist: E. coli, Klebsiella, Proteus, Enterokokken, Pseudomonas, Staphylokokken - HCG
Das humane Choriongonadotropin (HCG) ist ein Glykoprotein, das vom Synzytiotrophoblasten gebildet wird. Die Konzentration steigt in den ersten Wochen der Schwangerschaft steil an und errreicht in der 10. - 12. Woche ihren Maximalwert (100.000 IE/l). Am Ende des 1. Trimenon fällt es wieder ab und beträgt bis zum Ende der Schwangerschaft ca. 20.000 IE/l. Die Bedeutung des HCG liegt im Erhalt der Corpus luteum- Funktion und Anregung der Steroidhormonproduktion. Klinisch bedeutsam ist es zur Feststellung einer Schwangerschaft und zur Überprüfung von deren Intaktheit. Mit immunologischen Methoden (RIA, EIA) kann es bereits 8 Tage nach erfolgter Konzeption im Serum nachgewiesen werden. Im Urin ist ein HCG-Nachweis erst 8 Tage nach ausgebliebener Menstruation möglich. Erhöhte HCG-Werte finden sich bei Blasenmole und Chorionepitheliom, aber auch bei Mehrlingsschwangerschaft. Erniedrigte HCG-Werte können unter anderem Hinweis auf einen drohenden Abort, intrauterinen Fruchttod oder Extrauteringravidität geben. - Hepatische Enzephalopathie
Bei der hepatischen Enzephalopathie handelt es sich eine Gehirnerkrankung, die durch die Leber verursacht wurde. Sie führt im schlimmsten Fall zum tiefen Koma. Ursache ist eine Leberzirrhose. Die Leber kann bei einer Zirrhose ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und z.B. giftige Stoffe durch Wasserstoff oder Sauerstoffanlagerung entgiften. Stoffe, die für das Zentralnervensystem toxisch sind, sind vor allem Ammoniak, Mercaptan, Phenole, Fettsäuren und Gamma-Aminobuttersäure. In aller Regel ist das Ammoniak die auslösende Substanz . Ammoniak wird beim Abbau von Eiweiss gebildet. Normalerweise wird es zu Harnstoff abgebaut, aer wenn die Leber nicht mehr funktionstüchtig ist, gelangt das Ammoniak ins Gehirn und verursacht dort Schäden. Auslösend wirken oft Blutungen im gastrointestinalen Bereich(100ml Blut enthält 20g Eiweiss), eiweissreiches Essen oder fieberhafte Infekte, die zu Eiweissabbau führen. Symptome: - Schläfrigkeit, Konzentrationsprobleme
- grobschlägiges Händezittern
- im späteren Stadium: Veränderung der Schriftprobe, Rechenaufgaben können nicht mehr gelöst werden
- Koma im letzten Stadium
- zusätzlich Zeichen der Leberzirrhose(siehe dort)
Therapie: zunächst muss die Leberzirrhose behandelt werden, kommt es zum Koma, müssen zusätzlich die auslösenden Faktoren beseitigt werden. Eiweisszufuhr drosseln, gegebenenfalls Eiweisskarenz für mehrere Tage. - Herpex simplex
95% aller Erwachsenen tragen den Herpes simplex Virus Typ I in sich. Beim Typ II sind es immerhin noch 30%. Die Übertragung erfolgt beim Typ I über Tröpfcheninfektion, beim Typ II über sexuellen Verkehr. Der erste Kontakt mit dem Herpes Virus verläuft bei fast allen Personen ohne Symptomen. Bei Kleinkindern kann es jedoch zu Erscheinungen kommen: Symptome HSV I: - meistens bei Kindern zwischen dem 1-4 Lebensjahr: Fieber, schmerzhafte Bläschen im Mund- Rachenraum , die später ulzerieren (Stomatitis aphtosa)
Symptome HSV II: - Infektion im Mutterleib: Neugeborene bekommen Fieber, Gelbsucht, Schwellung von Leber und Milz, Hautblutungen ;
- Infektion während der Geburt: Krankheitsbild ähnlich wie bei Infektion im Mutterleib
Symptome bei endogener Reaktivierung: - Herpes labialis: Bläschen, die verschorfen und u.U. zu Narben führen
- Herpes genitalis: Bläschen und Ulzerationen, oft mit leichtem Fieber
Die Herpesviren persistieren beim Menschen in vreschiedenen Nervenganglien und können durch verschieden Auslöser reaktiviert werden: - Infekte - Sonnenbestrahlung - Stress - Fieber - hormonelle Veränderungen Therapie: Die Schulmedizin kennt als Behandlung nur Aciclovir. Dies verändert aber nichts an der Erkrankungshäufigkeit. Der Organismus muss gestärkt werden, dass es gar nicht erst zu einem Auftreten der Bläschen kommt. Die Homöopathie ist hier sehr zu empfehlen, da sie die Lebenskraft des Organismus stärkt und weniger Infektionen damit ausgelöst werden. - Herzinfarkt
Es handelt sich um eine Verengung der Herzkranzgefässe, meist durch Arteriosklerose bedingt. Ausgelöst wird der Herzinfarkt oft durch plötzliche Kraftanstrengung oder Stress, nach reichlichem Abendessen und bei der Umstellung von der Nachtruhe auf den Tagesrhythmus. Symptome: - Wie bei der Angina pectoris kommt es zu starken retrosternalen Schmerzen, die jedoch nicht durch Ruhe verschwinden. Sie können bis in die Finger ausstrahlen(auch in die rechte Hand!)Viele Infarkte verlaufen jedoch auch stumm, d.h. ohne Schmerzen, weswegen sie oft übersehen werden.
- Schwächegefühl, Schweiss, Übelkeit, Erbrechen
- Herzrhythmusstörungen
- Manchmal Atemnot und Blutdruckabfall
Therapie bei einem Herzinfarkt ist sofortige Einweisung ins Krankenhaus. Hier wird versucht, das verstopfte herzkranzgefäss möglichst schnell wieder zu öffnen, damit kein grösserer Schaden entstehen kann. Je länger die Stenose andauert, desto grösser ist die Gefahr des Absterbens einzelner Herzbereiche. - Herzinsuffizienz
Die Ursachen der Herzinsuffizienz sind vielfältig. 90 % der Herzinsuffizienzen sind durch Hypertonie und KHK (Koronare Herzkrankheit) bedingt. Man unterscheidet die Links und Rechtsherzinsuffizienz. Symptome der Linksherzinsuffizienz: - Atemnot, anfangs bei Belastung später auch in Ruhe und beim Liegen.
- Asthma cardiale (nächtlicher Husten), der den Patient dazu zwingt aufzustehen und das Fenster zu öffnen
- Lungenödem
- Zyanose der Extremitäten (Blauverfärbung)
Symptome der Rechtsherzinsuffizienz: - Staung der Venen am Hals
- Ödeme an Fussrücken, prätibial, zu Beginn nur abends, später auch schon morgens (die Ödeme können sich dann über Nacht nicht mehr abbauen)
- Stauungsleber, sichtbar eventuell durch Ikterus(Gelbfärbung)
- Häufig ist auch eine sogenannte Stauungsgastritis mit Appetitlosigkeit, Meteorismus
Bei beiden Insuffizienztypen treten typischerweise auf: nächtliches Wasserlassen, Tachykardie, Herzvergrösserung. Therapie ist Behandlung des Grundleidens - Hiatushernie
Bei einer Hiatushernie kommt es zu einer Verlagerung der Kardia(Übergang Speiseröhre in Magen) und des Magenfornix(oberer Teil des Magens) durch das Zwerchfell in den Brustraum (Gleithernie). Dies ist die häufigste form der Hiatushernie. In manchen Fällen schiebt sich auch ein anderer Teil des Magens durch den Zwerchfellhiatus in den Brustraum.(sogenannte paraösophageale Gleithernie) Die Symptome sind bei der Gleithernie oft zu übersehen. Nur etwa 10 % der betroffenen leiden unter der Refluxkrankheit(Sodbrennen, etc.). Bei der paraösophagealen Hernie kann es zu Aufstossen, Druckgefühl in der Herzgegend, besonders nach dem Essen kommen. In manchen Fällen sieht man auch Passagestörungen, Erosionen oder Ulcera am Schnürring und Blutungsneigung. Blut ist im Stuhl über Hämoculttest nachweissbar. - Hirntumor
Hirntumore lassen sich, wie andere Tumorarten auch, in gutartige und bösartige Tumore unterteilen. Beine Arten sind äusserst problematisch , da durch das Wachstum der Tumore das Hirngewebe verdrängt wird und Nerven zugrunde gehen. Ein Hirntumor geht entweder direkt vom Gehirn , oder von den Meningen (Hirnhäuten), den Gliazellen, der Hypophyse oder vom Knochen aus. Meist handelt es sich jedoch um Metastasen eines anderen Primärtumors im Körper. Symptome: Die Symptomatik ergibt sich einerseits aus der Drucksteigerung durch die Raumforderung des Tumors, andererseits durch die Zerstörung von Hirngewebe. - Plötzliches Erbrechen, oft nach Lageänderung des Kopfes
- Kopfschmerzen
- Wesensveränderung
- Benommenheit, Schläfrigkeit
- Epileptische Anfälle
- Hirsutismus
Es handelt sich um eine abnorme Vermehrung der Behaarung bei Frauen durch vermehrte Produktion von Androgene(männliche Hormone) Es kommt bei den Frauen zu einer männlichen Behaarung an Kinn, Oberlippe, Oberschenkel, Brust und Schambereich. Neben dem Hirsutismus kann es auch zu einer dunklen stimme, Hervortreten des Kehlkopfes(Adamsapfel), männlichen Körperproportionen, Klitorishypertrophie und einem Ausbleiben der Menstruation kommen. In diesem Fall spricht man dannvon Virilismus. Ursache können sein: - ideopathisch: bei 90% der Fälle ist die Ursache unbekannt
- androgenproduzierende Ovarialtumore
- Cushing-Syndrom
- Typ II Diabetes
- Adipositas
- Hypothyreose
- Medikamente(Kortison, ACTH, Testosteron, Anabolika, Gestagene)
Therapie: Kausale Therapie, wenn Ursache bekannt. Sonst sollte eine homöopathische Behandlung in Erwägung gezogen werden, da eine Behandlung des ideopathischen Hirsutismus nicht bekannt ist. - HIV
Weltweit sich ausbreitende Viruserkrankung mit letalem Ausgang Die Infektion erfolgt über Blut, Sperma oder Vaginalsekrete. Im Speichel sind ebenfalls Viren vorhanden, jedoch nicht in ausreichender Anzahl, um eine Infektion auszulösen. HIV konnte bisher in jeder Körperflüssigkeit nachgewiesen werden. HIV – Viren finden sich in CD4- Zellen, in dendritischen Zellen und in Nervenzellen. Bei Stichverletzung liegt die Übertragung bei 0,3%. Der Verlauf wird in drei Stadien eingeteilt(Die Stadien werden nach Klinik und der Anzahl der CD4 positiven Helferzellen klassifiziert.)Bei einem HIV-Infizierten finden sich bis zu 1 Millionen verschiedene Viren. Stadium A Untypsiche Infektionen, Grippeähnlicher Verlauf. Es finden sich mehr als 200 CD4/mm3. Exantheme, Seborrhoische Keratitis und Ekzem, Lymphadenopathie. Mononukleoseartiger Verlauf. Stadium B -Mundcandidose -Nachtschweiß, subebrile Temperaturen -Herpes Zoster -Periphere Polyneuropathie -Orale Haarleukoplakie -Papulöse Dermatits -Diarrhoe über einen Monat Wenn die Zellzahl unter 200 CD4 Zellen liegt wird der Patient auch in Stadium B gestuft. Stadium C Das Stadium C wird nur über die Klinik definiert und nicht über die Zellen. Im Stadium C liegt AIDS vor. Die AIDS definierenden Krankheiten sind Krankheiten, die durch die Immunschwäche bedingt sind und zum Tode führen, wenn sie nicht therapiert werden. bei Aids können folgende Erkrankungen auftreten: - Lymphome, Burkett, - Kaposi Sarkom, livide und groß,Hellrote bis bläuliche Hernde teils im Hautnivea, teils knotig erhaben , Abheilung hinterlässt braune Pigementierung,kommt auch an Schleimhäuten vor. - Cervix-Ca - Candidose von Ösopagus, Trachea, Bronchien, Lunge - Mykobakterium avium complex, ähnliche Tuberkulose - PCP – schleichender Verlauf, Belastungsdyspnoe, unproduktiver, trockener Husten - Toxoplamose des Gehirns - Wasting Syndrom und HIV Enzephalitis - CMV – Ulcus der Zunge, äußerst scherzhaft - Kryptokokken Meningitis
Schulmedizinische Therapie Virostatika und lokale Therapie Die ersten 3 Monate zeigen die Medikamente starke Nebenwirkungen, an die sich die Patienten dann gewöhnen. Ziele: Verlängerung der Lebenszeit, Steigerung des Körpergewichtes, Verbesserung der Lebensqualität und Rückgang der Viruslast. Indikationen zur Therapie -AIDS, HIV-assoziierte Symptome -CD4* < 350, Viruslast über 10.000 -Anstieg der Virusreplikation -Akuter HIV-Befall Es gilt: je jöher die initiale Viruslast, desto schlechter die langfristige Prognose Postinfektionsprophylaxe nach Stichverletzung -Fremdmaterial entfernen -Ausbluten lassen und in Alkohol halten über 5 min -Abschätzen der infektösen Gefahr -Anamnese (Hep B,C), nach Therapie und Resistenzen fragen -Spätestens nach 2h zuständige Station aufsuchen -Retrovir, AZT, Zidovudin -D-Arzt-Bericht -Kontrolle nach 1,2,3,6.12 Monaten, schon nach 3 Mon 90 % Sicherheit -Schutzmaßnahmen bei privaten Kontakten - Hodgkin-Lymphom
Morbus Hodgkin ist eine Entartung des lymphatischen Systems. Typisch beim Morbus Hodgkin, im Gegensatz zum Non-Hodgkin Lymphom ist das Merkmal der Sternberg Riesenzelle. Anfangs handelt es sich um eine lokalisierte Lymphknotenerkrankung, die später das zu einer Systemerkrankung führt. Symptome: - Fieber(ist typisch, aber nicht sehr häufig), Nachtschweiss und Gewichtsverlust
- Leistungsminderung
- Lymphknotenschwellung(meist sind die zervikalen Lymphknoten betroffen), normalerweise sind die Knoten schmerzlos und zu Packeten verbacken("Kartoffelsack"), nach Alkoholgenuss kommt es manchmal zu Schmerzen inden Lymphknoten
- Leber und Milzschwellung
- Lymphozytopenie
Die schulmedizinische Therapie besteht in Strahlen und Chemotherapie. Ziehen auch immer einen klassischen Homöopathen zu Rate. Man sollte hier auf alle Fälle ganzheitlich behandeln. - Horner Symptomenkomplex
Durch eine Lähmung der zum Auge laufenden Sympatikusfasern kommt es zu einer typischen Symptomemtrias: - Enophtalmus(tief liegende Augäpfel)
- Ptosis(Herabsinken des Oberlids)
- Miosis (Verengung der Pupillen)
- Hyperhydration
Bei der Hyperhydration handelt es sich um ein Überangebot von Salz und/oder flüssigkeit im Körper. Je nachdem, ob Die Flüssigkeit oder das Salz überwiegt, spricht man von: isotoner, hypotoner oder hypertoner Hyperhydration. Ursachen: - Niereninsuffizienz
- Herzinsuffizienz
- Hypoproteinämie(durch Eiweissverlust, verminderte Zufuhr oder Leberzirrhose)
- Regulationsstörungen des Wasserhaushaltes
Symptome: - Gewichtszunahme
- Ödeme
- Lungenödem
- bei Veränderung der Salzkonzentration nach oben bzw. nach unten(Osmolalität) kann es zu Zerebralen Symptomen komen, wie Kopfschmerzen, Krämpfe
- Hypertonie(bei zuviel Natrium)
- Hypotonie
- Hyperkaliämie
Von Hyperkaliämie spricht man, wenn das Serumkalium über 5,5 mmol/l liegt. Ursachen: - erhöhte Kaliumzufuhr
- verminderte Ausscheidung durch akutes Nierenversagen, chron. Nireeninsuffizienz
- Morbus Addison
- Azidose(Kalium wird in den Extrazellulärraum abgegeben)
- Zellschäden(dadurch Freisetzung von Kalium) durch Verletzungen, zytostatische Therapie oder Hämolyse
Symptome: oft verläuft die Hyperkaliämie symptomenarm. Eventuell findet man neuromuskuläre Symptome, wie Parästhesien, Muskelzuckungen Therapie: Kaliumzufuhr stoppen, in Akutfällen Kaliumeinstrom in die Zellen fördern durch Gabe von Glucoselösung mit Insulin oder Natriumbikarbonat - Hyperkalzämie
Von Hyperkalzämie spricht man bei Werten über 2.7 mmol/l Kalzium im Serum Ursachen: - Knochenmetastasen oder parathormonähnliche Peptide bei Malignomen
- Hyperparathyreoiditis
- Hyperthyreose
- Vitamin D oder Vitamin A Intoxication
Symptome: meist keine typischen Symptome. DIe Symptome hängen oft vom Grundleiden ab. - Rhythmusstörungen am Herzen
- Muskelschwäche
- Polyurie und Polydypsie
- Erbrechen, Übelkeit
- Somnolenz bis Koma
Es besteht die Gefahr einer Hyperkalzämischen Krise. Therapie: Abklärung der Ursache, bei hyperkalzämischer Krise ist unbedingte Diurese notwendig, um Kalzium auszuleiten. - Hyperparathyreoidismus
Primärer HyperparathyreoidismusEs handelt sich um eine Erkrankung der Nebenschilddrüse mit einer vermehrten Bildung von Parathormon. Ursachen sind in den meisten Fällen solitäre bzw multiple Adenome der Nebenschilddrüse, wobei die meisten Adenome hinter der Schilddrüse lokalisiert sind. Seltener handelt es sich um eine Hypertrophie der Epithelkörperchen. Das erhöhte Parathormon führt zu einer vermehrten Phosphatausscheidung über die Niere. Das Absinken des Phosphatspiegels hat eine Stimulation der Calcitriolbildung zur Folge, das wiederum die Kalziumresorbtion im Darm erhöht. Und dies führt zu einer Hyperkalzämie. Durch das Parathormon wird ferner die Osteoklastenaktivität erhöht, das zusätzlich den Kalziumspiegel ansteigen lässt. Die Symptome bzw. die Krankheit werden also durch die Höhe des Kalziums im Blut bestimmt. Symptome (oft wird der Hyperparathyreoidismus übersehen): - Nierensteine(Kalziumphosphat und -oxalat)
- Polyurie und Polydypsie, da die Niere den Harn nicht mehr konzentrieren kann
- Osteopenie (vor allem an Händen , Wirbelsäule und Schädel) mit Schmerzen
alkalische Phosphatase und Hydroxyprolinausscheidung ist durch den Knochenabbau erhöht - Appetitlosigkeit, Übelkeit, Obstipation, Gewichtsabnahme
- Muskelschwäche, schnelle Ermüdung
- psychatrische Symptome
Komplikation: Hyperkalzämische Krise mit Polyurie, Polydipsie, Erbrechen , Exikkose, Adynamie, Psychotische Erscheinungen bis hin zum Koma und Herzrythmusstörungen, die bis zum Tod führen können. Differentialdiagnose: Eine Hyperkalzämie kann auch durch bösartige Tumore verursacht werden, einerseits durch auftretende Knochenmetastasen oder durch Bildung parathormonähnlicher Hormone. Ein Tumor sollte daher immer in Betracht gezogen werden. Sekundärer HyperparathyreoidismusDurch den Absinken des Kalziumspiegels infolge einer Erkrankung, kommt es zu einer Mehrproduktion von Parathormon in den Epithelkörperchen. Ursache ist meist eine chronische Niereninsuffizienz. Die Chronische Niereninsuffizienz führt zu einer mangelnden Ausscheidung von Phosphat mit Anstieg des Phosphates mit konsekutivem Absinken des ionisierten Kalziums. Die Hypokalzämie regt nun die Nebenschilddrüse zu einer vermehrten Produktion von Parathormon an Symptome: - durch den Kalziumabbau kommt es zu Knochenschmerzen
- Schwäche der Muskulatur
- Niereninsuffizienzsymptome: Ödeme an oberen Augenliedern, anfangs Polyurie, später Oligurie bis Anurie, Haut ist gelblich fahl
Diagnose erfolgt über: - erhöhten Kreatininspiegel
- Hyperphospatämie
- Serumkalzium normal bis erniedrigt
- Alkalische Phosphatase erhöht
- Parathormon erhöht
- Osteopathie(Röntgen)
Therapie: Schulmedizinisch wird mit kalziumhaltigen Phosphatbindern behandelt, ferner phosphatarme Kost und Gabe von Vitamin D3. Zudem Behandlung der zugrundeliegenden Niereninsuffizienz. - Hypersensitivitätvaskulitis
Es handelt sich um eine nekrotisierende Vasculitis der kleinen Gefässe. An den Gefässwänden lagern sich Immunkomplexe ab, die diese Entzündungen hervorrufen. Die Ursachen der Vaskulitis können sein: - bei Krankheiten, wie Kollagenosen oder Tumore - Fremdeiweiss (z.B. Impfungen) - Medikamente - nach Atemwegsinfektionen bei Kindern: Purpura Schoenlein Henoch Symptome: - Fieber
- tastbare Purpuraerscheinungen, meist an den Beinen lokalisiert
- Arthralgien
- Glomerulonephritis
- Polyneuropathie
Therapie: Ausschaltung der Causa - Hyperthyreose
Die Hyperthyreose ist eine Überfunktion der Schilddrüse, bei der zu viel Schilddrüsenhormon gebildet wird. Man unterscheidet hier mehrere Formen: -Immunogene Hyperthyreose (M. Basedow) -Hyperthyreose mit Schilddrüsenautonomie -andere Formen Die Hyperthyreose vom Typ Basedow wird durch Autoantikörper verursacht, die die Schilddrüse stimulieren. Bei der Schilddrüsenautonomie unterliegt die Steuerung nicht mehr dem Hypothalamus und es werden ohne Feed-Backmechanismus ständig Schilddrüsenhormone produziert. Symptome - Struma
- Basedow: Exophthalmus(Froschaugen),prätibilaes Myxödem, Tachykardie Die Symptome Struma, Exophtalmus und Tachykardie werden auch als Merseburger Trias bezeichnet.
- Unruhe mit Schlaflosigkeit, Zittern der Hände und Nervosität
- Sinustachycardie
- Gewichtsabnahme trotz Heisshunger
- Haut ist warm und feucht
- Wärmeintoleranz
- Schweissneigung
- subfebrile Temperaturen
- Gesteigerte Stuhlfrequenz
- Osteopathie durch Kalziumabbau
- Myopathie
- Fettleber
Bei älteren Menschen wirkt sich eine Hyperthyreose durch Gewichtsverlust, Depressionen, Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen aus. Der Gewichtsverlust wird häufig als Tumor fehldiagnostiziert. Eine Thyreotoxische Krise/Koma kann bei einer Hyperthyreose jederzeit auftreten, z.B. nach Jodaufnahme(auch Röntgenkontrastmittel). Es kommt zu: - starke Tachykardie, eventuell sogar Vorhofflimmern
- Fieber bis 41°C
- Angst, Unruhe
- Erbrechen, Durchfälle
- Muskelschwäche mit Adynamie
- im fortgeschrittenen Stadium: Bewusstseinstörungen bis hin zum Koma
Ein Patient mit threotoxische Krise muss sofort ins Krankenhaus eingewiesen werden Therapie: Schulmedizinische werdenThyreostatika, Operation und Radiojodtherapie eingesetzt. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind hier zu beachten. Eine zusätzliche homöopathische Therapie ist zu empfehlen, um das Schilddrüsengewebe wieder zu normalisieren. - Hyperventilationssyndrom
Das Hyperventilationssyndrom betrifft in der Regel mehr Frauen als Männer. Ursachen sehr häufig psychisch bedingt, wie Ängste, Aufregung, oder Depressionen. Ferner kann es auch durch Krankheiten(hohes Fieber, hepatisches Koma, metabolische Azidose, Hypoxie) verzursacht sein.
Symptome: man unterscheidet ein akutes und ein chronisches Hyperventilationssyndrom. Beim akuten H. kommt es zu einer verstärkten Atmung und damit verbundenen Krämpfen und Tetanie(Parästhesien, Pfötchenstellung) Bei der chronischen H. findet man häufig Parästhesien(Ameisenlaufen) oder Hypästhesien an den Fingern oder um den Mund herum. Hinzu kommen Tachykardie, Schwindel, Kopfschmerzen, Zittern. Der Patient gähnt und seufzt häufig, hat eine unregelmässige Atmung und Luftnot. Auch Luftschlucken findet man nicht selten. Als psychische Symptome treten Nervosität, Aufregung, Angst, Depressionen und Schlafstörungen auf.
Therapie ist Behandlung der Grundursache. Als hilfreich hat sich eine klassisch homöopathische Behandlung erwiesen, die besonders auf den psychischen Zustandd des Patienten eingeht. - Hypoglykämie
Von Hypoglykämie spricht man bei Blutzuckerwerten von unter 50mg/dl. Ursachen der Hypoglykämie können sein: Symptome: Heisshunger Schwitzen, Unruhe, Tachykardie Tremor, Krämpfe, Hemiphlegien, Aphasien, Doppeltbilder, Somnolenz, Koma, zentrale Atem und Kreislaufstörungen Da das Gehirn nur Glukose als Energielieferant nutzen kann, ist ein Absinken unter 50mg/dl besonders kritisch und führt deshalb zu neurologischen Symptomen Therapie: Gabe von Glucose in Form von Rohzucker, Traubenzucker oder zuckerhaltigen Getränken. Eine homöopathische Therapie hat sich bewährt. - Hypokaliämie
Es handelt sich um eine Abnahme der Kaliummenge im Körper. Normalerweise befindet sich 98% des Kaliums im Zellinneren. Durch den Unterschied zwischen Kalium in der Zelle und Natrium ausserhalb der Zelle wird das Membranpotential bestimmt, welches wesentlich für die Erregung der Zelle ist. Ursachen einer Hypokaliämie: - Zuwenig Zufuhr
- Verlust über Durchfall, Erbrechen und Abführmittel
- Verlust durch Nierenerkrankungen, wie z.B. chronisch interstitielle Nephritis,
- Hyperaldostonerismus
- Diuretika
- Alkalosen
Symptome: - Adynamie bis hin zu Lähmungen
- Obstipation, u.U. Ileus
- Reflexabschwächung
- Metabolische Alkalose
Therapie: Bei chronischer Hypokaliämie sollte man eine kaliumreiche Ernährung zu sich nehmen(mit viel Obst und Gemüse). Im akuten Fall ist eine parenterale Substitution erforderlich. - Hypokalzämie
Von Hypokalzämie spricht man, wenn das Kalzium im Serum unter 2,2mmol/l fällt. Ursachen können sein: - Malabsorption
- Vitamin D Stoffwechselstörung
- Parathormonmangel(Hypoparathyreoidismus)
- akute Pankreatitis
Symptome: - es kommt zu einer Tetanie, Krampfanfällen, sogenannte Pfötchenstellung der Hände
- Chvostek Zeichen(beim Beklopfen des N. facialis vor der Ohrmuschel kommt zu Zuckungen der Mundwinkel
- Trousseau Zeichen positiv: Bei Anlegen der Blutdruckmanschette am Oberarm kommt es zur Pfötchenstellung nach einigen Minuten arteriellen Mitteldruckes
Therapie: Gabe von Kalzium, u.U. i.v., und Behandlung des Grundleidens. - Hypoparathyreoidismus:
Es handelt sich um eine Unterfunktion der Schilddrüsen mit einem Mangel an Parathormon. Die Unterfunktion wird meist durch Operationen an der Schilddrüse ausgelöst, wenn die kleinen Epithelkörperchen mitentfernt werden. Symptome: - Hypokalzämie mit tetanischen Zeichen: Krampfanfälle, Parästhesien, Pfötchenstellung, Stimmritzenkrampf
- Zur Überprüfung kann man zwei Untersuchungen durchführen:
Chvostek Zeichen: Beim Beklopfen des N. Facialis im Bereich der Wange kommt es zu Zuckungen des Mundwinkels Trousseau Zeichen: Durch Aufpumpen der Blutdruckmanschette am Arm(arterieller Mitteldruck) kommt es zur Pfötchenstellung der Hand - Haar- und Nagelwachstumsstörungen
- Katarakt
- Osteosklerose
- Reizbarkeit
Differentialdiagnose: Eine Hyperkalzämie kann auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden: - akute Panreatitis
- Malabsorption
- Peritonistis
- Niereninsuffizienz
Therapie: Kalzium und Vitamin D Gabe unter strenger Überwachung wegen Gefahr einer Hyperkalzämie - Hypophysenvorderlappeninsuffizienz
Es handelt sich um einen totalen oder partiellen Ausfall d Hypophysenvorderlappens. Ursache: - Hypophysentumore oder Metastasen
- Traumen der Hypophyse
- Sheehan-Syndrom(Nekrose des HVL während der Geburt)
- durch Autoimmunprozesse
- Granulome
Symptome: - Ausfall der lateralen Augenbrauen
- Zwergwuchs bei Ausfall von Growth Hormon im Wachstumsalter
- Fettmasseerhöhung und Muskelmasseabnahme durch GH-Mangel bei Erwachsenen
- durch Mangel an LH und FSH Amenorrhoe und Libido/Potenzverlust
- durch Mangel an TSH Hypothyreose mit Schwäche, Müdigkeit, Kälteintoleranz
- durch Mangel an MSH und ACTH kommt es zur Nebennierenindeninsuffizienz
- Ausfall von Prolaktin führt bei stillenden frauen zum Milchstopp
Die Hormone fallen bei einem Adenom des Hypophysenvorderlappens oft in einer gewissen Reihefolge aus: Growth Hormone>Gonadotropin>TSH>ACTH Im Medizinstudium gibt es die wichtige Merkregel "7A" für die Symptome der Hypophysenvorderlappeninsuffizienz: 1. Achselbehaarung 2. Augenbrauenbehaarung 3. Amenorrhoe 4. Agalktie 5. Apathie 6. Adynamie 7. Alabasterfarbene Blässe Therapie: Kausale Behandlung, dh. in der Regel OP des Tumors - Hypothyreose
Es handelt sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse man unterteilt die Hypothyreose in die primäre, sekundäre und tertiäre Hypothyreose ein, wobei die primäre H. die häufigste ist. Die primäre Hypothyreose kann entweder angeboren oder erworben sein. Symptome der angeborenen Hypothyreose: - Ikterus neonatorum
- Trinkfaulheit
- Obstipation
- Bewegungsarmut
- Sprachstörungen
- Wachstumsverlangsamung
- geistige und Psychische Retardierung
Beimgesetzlich vorgeschriebenen Neugeborenen Screening wird eine TSH Bestimmung gemacht, um eine eventuelle Hypothyreose auszuschliessen. Die erworbene Hypothyreose ist meist Folge einer Autoimmunerkrankung, sog. Hashimoto Thyreoiditis. Sie kann aber auch durch Operationen an der Schilddrüse, nach Behandlung mit Radjodtherapie und bestimmte Medikamente ausgelöst(Thyreostatika) werden Symptome der erworbenen Hypothyreose: - Müdigkeit, Verlangsamung, Desinteresse
- Kälteempfindlichkeit
- rauhe, heisere Stimme
- trockenes brüchiges Haar
- Obstipation
- Bradykardie
Diagnose: Zur Bestimmung einer Hypothyreose misst man das TSH (Thyreo-Stimulating Hormon) aus dem Hypothalamus. Bei einer Hypothyreose ist es erhöht. - Hämoglobin
Als Hämoglobin (Hb) bezeichnet man den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) der Wirbeltiere. Es ermöglicht den Sauerstoff-Transport im Körper. Hämoglobin besteht aus dem eisenbindenden Häm als und einem Globulin. Als Normalbereich wird der Bereich bezeichnet in dem die Werte von 96% aller gesunden Menschen liegen. | Hämoglobin bei Menschen | | | g/dl (alte Einheit) | mmol/l (SI-Einheit) | | Männer | 14–18 | 8,7–11,2 | | Frauen | 12–16 | 7,5–9,9 | - ein erhöhter Hämoglobin-Wert bedeutet meistens auch eine erhöhte Erythrozyten-Anzahl und kann z. B. bei Aufenthalt in großen Höhen (Sauerstoffmangel) oder durch Flüssigkeitsverlust auftreten (Polyglobulie).
- ein verringerter Hämoglobin-Wert wird als Anämie bezeichnet.
- Hämophilie A
Hämophilie A ist eine mit einer Häufigkeit von 1:10.000 recht häufige x-chromosomal vererbte Koagulopathie mit einem Faktor VIII-Mangel. Da nur das x-Chromosom betroffen ist, sind die Erkrankten nur Jungen. Symptome: Je nach Höhe der Restaktivität treten bereits im Säuglingsalter erste Symptome auf. Nachblutungen bei Schnittverletzungen sind selten, da die primäre Blutstillung intakt ist. Diagnose: verlängerte aPTT, normaler Quick-Wert und normale Thrombinzeit, erniedrigten Faktor VIII:C Differenzialdiagnose: Differentialdiagnostisch kommen bei gleicher pathologischer Gerinnungstestkonstellation der Faktor IX-Mangel, ein von Willebrand-Jürgens-Syndrom und der Faktor XI-Mangel in Frage. Therapie: Patienten erhaltenFaktor VIII-Konzentrate bei manifesten Blutungen oder vor bzw. nach Operationen. Bei sehr schweren Formen ist eine prophylaktische Dauertherapie indiziert. - Hörsturz
Beim Hörsturz handelt es sich um eine plötzlich auftretende Schallempfindungsstörung, die bis zum völligen Hörverlust führen kann. Es kommt zu einer akuten Durchblutungsstörung des Innenohrs. Ursachen: - Stress
- Mikroembolien, Thrombosen
- Blutungen
- Infektionen
- Autoimmunkrankheiten
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