Home Donnerstag, 21. August 2008 
Home
Über ADHS
Suche
Bezeichnungen
Was ist ADHS?
Ursachen
Behandlung
Ritalin
Psychopharmaka
Homöopathie und ADHS
Was ist Homöopathie
Vorteile
Behandlung von ADHS
Tipps zum Umgang
Büchertipps
Amazon Empfehlungen
Allgemeines
Links
Kontakt
Praxis
Forum
Vitalstoff-Shop
Enzyklopädie
Impressum
Enzyklopädie

I

Ikterus

Beim Ikterus handelt es sich um eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute durch Ablagerung von Bilirubin. Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen, welches normalerweise über die Gallenwege ausgeschieden wird. 80% des Bilirubins, welches im Darm zu Urobilinogen umgewandelt wird, wird ausgeschieden. Die restlichen 20% werden vom Körper wieder aufgenommen und gelangen wieder zur Leber und von dort in die Galle.

Der Ikterus wird durch verschieden Ursachen ausgelöst. Dies führt auch zu einer bestimmten Einteilung:

  • Hämolytischer Ikterus( durch übermässige Zerstörung roter Blutkörperchen)
  • Hepatozellulärer Ikterus; hier liegt die Ursache in der Leber( z.B. durch Hepatitis, toxische Vergiftung,Stauungsleber)
  • Cholestatischer Ikterus als Folge eines gestörten Galleabflusses.Neben der Gelbfärbung der Haut und der Konjunktiven findet man hier hellen( sogenannte acholischen) Stuhl, bierbraunen Urin und Juckreiz der Haut. Beim cholestatischen Ikterus unterscheidet man eine intrahepatische und eine extrahepatische Gallenstauung. Bei der intrahepatischen Gallestauung handelt sich um eine Gallesekretionsstörung in der Leber, bei der extrahepatischen Stauung handelt es sich um eine Abflussstörung der Galle.

Ursachen der intrahepatischen Cholestase können sein:
-Virushepatitis
-Leberzirrhose
-Alkohol-Fettleber
-Bakterielle Infektionen(Salmonellen, Leptospiren)
-Primär bilär Zirrhose

Seltene Ursachen eines Ikterus können auch angeborene Störungen sein:

  • Morbus Meulengracht; es handelt sich hier um eine Störung der Bilirubinaufnahme und Konjugation mit Glucoronsäure in der Leber
  • Crigler-Najjar Syndrom; hier fehlt die Glukoronyltransferase (diese koppelt das Bilirubin an die Glukoronsäure) völlig und das Bilirubin kann überhaupt nicht konjugiert werden
Immunsystem

Unser Körper wird ständig durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten aus der Umwelt bedroht und benötigt deshalb zu seinem Schutz ein Abwehrsystem. Dabei unterscheidet man eine unspezifische, angeborene Immunität und eine spezifische, erworbene Immunität. Beide Systeme sind eng miteinander verbunden.
Dringen z.B. Erreger in unseren Körper ein, reagiert zunächst das unspezifische Abwehrsystem, aber gleichzeitig werden auch Antikörper produziert, die noch viel effektiver den Eindringling zerstören können.
Vorraussetzung für eine Abwehr ist natürlich, dass der Körper die Eindringlinge als fremd erkennt. Dies lernt der Organismus etwa zum Zeitpunkt der Geburt. Die Stoffe, mit denen der Körper zu diesem Zeitpunkt in Berührung kommt, werden lebenslang als "körpereigen" toleriert, alle später dazukommende Stoffe sieht der Körper normalerweise als "fremd" an. (wenn diese Unterscheidung vom Körper nicht mehr getroffen werden kann, kommt es zu sogenannten Autoimmunerkrankungen, bei denen sich der Körper selbst angreift).

Unspezifische Abwehr
Der unspezifischen Abwehr stehen verschiedene Abwehrkörper zur Verfügung. Es gibt Phagozyten(Fresszellen), wie die Makrophagen und neutrophile Granulozythen und bestimmte Stoffe, wie z.B. Lysozym oder Interleukine. Dringt ein Erreger ein, werden diese von den Fresszellen umschlossen und "verdaut". damit die Fresszellen die Feinde auch schnell erkennen können, werden diese durch spezielle Marker (Immunglobuline oder Komplementfaktoren) markiert. Die "Verdauung " des Erregers im Granulozyten erfolgt mit Hilfe von Enzymen und Sauerstoffradikalen.
Die Fresszellen können zwar schnell eingreifen und erreichen auch den Ort des "Eindringlings" sehr rasch, aber Ihre Abwehrkraft erlahmt relativ schnell, so dass jetzt die sogenannten Makrophagen die Arbeit übernehmen müssen. Diese sind langlebiger und können mehr Erreger zerstören.
Bei dem Eindringen von Viren, werden die natürlichen Killerzellen aktiv. Diese erkennen die Veränderungen an der Zelloberfläche auf Zellen, die mit mit Viren befallen wurden und töten diese ab. Um die Killerzellen anzulocken, bilden befallenen Zellen sogenannte Interferone(eine Art Botenstoff).

Spezifische Abwehr
Die Fresszellen sind zwar gegen eine Vielzahl von Bakterien und Viren wirksam, aber im Laufe der Evolution haben viele Erreger es gelernt, sich gegen die Phagozyten zu schützen. Streptokokken und Staphylokokken können z.B. durch das unspezifische Abwehrsystem nicht abgetötet werden. Deshalb muss hier die spezifische Abwehr eingesetzt werden. Hier kommen or allem Lymphozyten zum tragen.
Die Lymphozyten stammen ursprünglich aus dem Knochmark und wandern während der frühkindlichen Entwicklung in die Thymusdrüse , in der sie ihre Immunkompetenz erwerben(T-Lymphozyten). Die B-Lymphozyten werden im Knochmark geprägt. Beide Lymphozytenarten findet man in den Lymphknoten, von wo sie aus ständig ins Blut und Lymphsystem geschickt werden.

Die Lymphozytenabwehr kommt sofort zum Tragen, wenn ein Erreger in den Organismus eindringt. Dabei arbeitet die unspezifische Abwehr (also die Makrophagen) mit den Lymphozyten zusammen. Die Makrophagen präsentieren Bruchstücke der "verdauten Erreger" den Lymphozyten, die daraufhin spezifische Antiköper(Immunglobuline) produzieren, die nur gegen diesen Erreger wirksam sind. Die Antikörperproduktion setzt bei einem wiederholten Kontakt mit dem Erreger, sehr viel schneller ein, da der "Bauplan" der Antikörper in sogenannten Gedächtniszellen gespeichert wird.

Die Antikörper können die Erreger niemals selbst vernichten, sondern sie dienen nur als Markierung, damit sie z.B. von den Fresszellen besser erkannt werden können.

Andererseits können sich die T-Lymphozyten auch selbst vermehren und durch Produktion von Botenstoffen(Lymphokine) die Makrophagen auch direkt aktivieren. Dies , auch zelluläre Abwehr genannt, kommt vor allem bei Viren, Bruzellen und Mykobakterien vor.

Insulinom

Es handelt sich um einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse, der zusätzlich zu dem bereits produzierten Insulin Insulin produziert. Die Tumore sind meist gutartig. 

Symptome:

  • typisch sind spontane Unterzuckerungen mit Heisshunger, Unruhe, Schwitzen, Tachykardie, Tremor
  • u.U. auch Bewusstseinstörungen durch starke Hypoglykämie

Therapie: Entfernung des Tumors durch Operation

Invagination

Unter Invagination versteht die Einstülpung von Darmabschnitten. Betroffen sind v.a. Säuglinge zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat.

Ursache: meist unklar.
Gehäuft wird sie beim Meckelschen Divertikel, Polyposis, Purpura-Schoenlein-Henoch, sowie Störungen der Darmperistaltik (Infektionen oder Abführmaßnahmen) beobachtet.

Komplikationen: Ileus, Perforation, Peritonitits

Therapie: Versuch mit Kolonkontrasteinlauf. Rezidivgefahr, daher stationäre Nachbeobachtung. Operation bei fehlgeschlagenem Kolonkontrasteinlauf u. Perforationszeichen.

Ischiassyndrom

Ischiassyndrom ist eine recht häufige Erkrankung. Der Nerv kann in seinem gesamten Verlauf geschädigt werden, wobei meist jedoch eine verschobene Bandscheibe die Ursache ist.

Mögliche Ursachen:

  • Bandscheibenvorfall bei L4/L5/S1. Dabei verlagert sich der Gallertkern der Bandscheibe durch den Faserring hindurch nach aussen und drückt auf die Nervenwurzel bzw. -faser.
  • Erkältung
  • Trauma, wie Verrenkung der Wirbelsäule und/oder der Beckengelenke
  • Infektionskrankheiten
  • Noxen, wie Alkohol, Tabak, Blei,...

Symptome:

  • Schmerzen im Verlauf des Ischiasnerven, einseitig
  • Parästesien, Kälte und Schlaffheit der Wadenmuskulatur
  • kein Achillessehnenreflex
  • sensible und motorische Ausfallserscheinungen

Diagnose:

  • das gestreckte Bein kann im Liegen nicht angehoben werden (Lasègue Zeichen)
  • bei Bandscheibenvorfall L5 kein Fersenstand möglich
  • bei Bandscheibenvorfall S1 kein Zehenstand möglich
  • Achillessehnenreflex

RD Glossary by Run Digital

: Home :: Suche :: Bezeichnungen :: Was ist ADHS? :: Ursachen :: Behandlung :: Ritalin :: Psychopharmaka :: Was ist Homöopathie :: Vorteile :: Behandlung von ADHS :: Tipps zum Umgang :: Büchertipps :: Amazon Empfehlungen :: Links :: Kontakt :: Praxis :: Forum :: Vitalstoff-Shop :: Enzyklopädie :: Impressum :
powered by mambo open source designed by peekmambo.com