- Magenkarzinom
Das Magenkarzinom ist in Westeuropa viel seltener anzutreffen als in China und Japan. Vermutlich spielen hier Ernährungsfaktoren eine wesentliche Rolle. Obst und Gemüse haben eine protektive Wirkung!
Folgende Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle:
- Blutgruppe A
- Hoher Nitratgehalt in Nahrungsmitteln und Zufuhr von Nitrit(auch in Tabakrauch vorkommend)
- zu wenig Salzsäure
- Helicobakter pylori
Symptome: Sehr viele Patienten geben an, dass sie nie etwas mit dem Magen hatten. Die Symptome kommen in aller Regel recht plötzlich, wie z.B:
- plötzliche Gewichtsabnahme
- Abneigung gegen Fleisch
- Druck und Schmerz im Oberbauch
- Leistungsknick
- subfrebrile Temperaturen
- akute Magenblutungen
- Blut im Stuhl
- Malaria
Die Malaria ist die häufigste Infektionskrankheit. Man schätzt heute 500 Mio. Neuerkrankungen pro Jahr. In Africa sterben jährlich 2 Mio. Kinder daran. Durch zunehmende Resistenz der Plasmodien gegen Chemotherapeutika u. der Anopheles-Mücken gegen Insektizide verschlechtert sich die Situation in vielen Endemiegebieten. In Europa zunehmende Zahl importierter Malaria(sogenannte Airport-Malaria);In Europa kommt die Malaria im Donaudelta u. Teilen der Türkei vor.
Es gibt 4 verschieden Erreger, die von der Anopheles Mücke übertragen werden können:
Plasmodium malaria = Malaria quartana
Plasmodium vivax = Malaria tertiana
Plasmodium ovale = Malaria tertiana
Plasmodium falciparum = Malaria tropica
Symptome:
- Fieber(bei M. quartana alle 3 Tage, bei M. tertiana alle 2 Tage) mit schüttelfrost und starkem Fieberabfall
- subfrebrile Temperaturen mit unregelmässigem Rhythmus bei M. tropica
- Kopf und Gliederschmerzen
- Leber und Milzvergrösserung
- Schmerzen in der Lebergegend
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Anämie
- M. tropica: Mikrozirkulationsstörungen in Gehirn, Herz, Lunge und Nieren
Diagn.: mikroskop. Nachweis der Plasmodien (Blutausstrich, Dicker Tropfen), v. a. zu Beginn des Fieberanfalls.
Wichtig: Daran denken!!
- Malassimilationssyndrom
Es handelt sich hier um mehrere Krankheiten, die zu zu einem Verlust zugeführter Nahrungsstoffe führt. Es kann sich prinzipiell entweder um eine Maldigestion oder um eine Malabsorption handeln.
Maldigestion: Hier kommt es zu einer Störung der Verdauung im Magen und der Aufspaltung der Nahrung durch Pankreasenzyme im Dünndarm. Dies kann verursacht sein durch:
- Pankreasinsuffizienz
- Mangel an Gallensäuren durch Behinderung des Galleabflusses oder mangelnde Rückresorption der Gallensäuren.
Malabsorption. In diesem Fall werden die bereits im Darm gespaltenen Nahrungsbestandteile nicht genügend ins Blut bzw. die Lymphe aufgenommen. Ursachen hierfür können sein:
- Dünndarmerkrankungen, wie z.B. Zöliakie, M. Crohn, Laktasemangel, chron. Darminfektionen
- Störung der Darmdurchblutung z.B. durch schwere Rechtsherzinsuffizienz oder konstriktive Perikarditis
- Störung des enteralen Lymphabflusses
- Hormonal aktive Tumore
Symptome:
- chronischer Durchfall, manchmal Steatorrhoe(grau-glänzende Fettstühle)
- Gewichtsverlust
- Mangelsyndrom durch Nährstoff- und Vitaminmangel:
Der Mangel an Nährstoffe zeigt sich ganz unterschiedlich:
Eiweissmangel: Abmagerung, hypoproteinämische Ödeme
Kohlenhydratmangel: Gärungsstühle, Flatulenz, geblähtes Abdomen
Fettlösliches Vitamin A: Nachtblindheit, trockene Haut, verminderte Tränensekretion
Fettlösliches Vitamin D: Rachitis bei Kindern und Kleinkindern, Osteomalazie bei Erwachsenen
Fettlösliches Vitamin K: Gerinnungsstörungen des Blutes und Blutungsneigungen
Vitamn B12, Folsäure, Eisen: Anämien (Eisenmangelanämie, Megaloblastäre Anämie)
Kalium: Schwäche
Kalzium: eventuell Tetanie
Therapie: Zunächst auffinden und Behandlung der Grundkrankheit. Eine homöopathische Behandlung bringt in vielen fällen sehr gute Besserung.
- Mastoiditis
Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Schleimhaut in den hohlen Räumen des Warzenfortsatzes(Processus mastoideus). Eine Mastoiditis kann sich z.B. aus einer Mittelohrentzündung entwickeln, wenn diese nicht richtig behandelt wird.
Komplikationen sind Meningitis, Entzündung des Innenohrs und Hirnabszess beim Durchbrechen in die Schädelhöhle.
- Megaloblastäre Anmämie
Es handelt sich um eine Anämie, die durch einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure verursacht wird. Dabei werden. Dabei kommt es zu unzureichend gebildeten Blutkörperchen(Megaloblasten), die ihre Aufgabe nicht erfüllen können.
Ursache: Meist Vitamin B 12 Mangel bzw. ein Mangel des sog. Intrinsic Factors im Magen der zur Resorption des Vitamin B12 im Enddarn notwendig ist. Auch ein Folsäuremangel kann zur Anämie führen, vor allem bei jungen Frauen, die die Pille einnehmen(diese stören die Umwandlung der Folsäure im Darm). Auch eine Mangelernährung durch einseitige Kost(häufig bei älteren Menschen) und bei Alkoholikern sowie ein erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft können zu einem Folsäuremangel führen.
Symptome: bei einem Vitamin B12 Mangel kommt es zu einer sogenannten Symptomentrias mit hämatologischen, neurologischen und gastrointestinalen Störungen:
- allg. Anämiesmptome. Müdigkeit, Blässe. Häufig ist die Haut auch gelblich gefärbt(durch Blässe der Haut und Ikterus(Gelbsucht)). Ursache für den leichten Ikterus ist das vermehrte Auftreten von fehlerhaften Blutzellen durch den B12 Mangel, die in der Milz abgebaut werden.
- Schleimhautveränderung mit glatter roter Zunge und Zungenbrennen. Ferner atrophische Autoimmungastritis
- das erste Symptom ist eine Störung der Tiefensensibilität bzw. Vibrationsempfindens durch Markscheidenschwund der Hinterstränge und Pyramidenbahn. Häufig zeigt sich auch eine Polyneuropathie mit schmerzhaften Parästesien an Händen und Füssen.
Therapie: Zunächst muss die Ursache ausgeschaltet werden. Wenn es sich um einen reinen Vitaminmangel handelt, Substitution. Durch die Gabe kann die Produktion der Erythrozythen wieder normal ablaufen und es kommt zu einem starken Anstieg. In dieser Phase sollte man deshalb auch an die Substitution von Kalium und Eisen denken.- Mekoniumileus
Ein durch zähes, abnormes Mekonium hervorgerufener Ileus ist fast immer das erste klinische Zeichen einer Mukoviszidose. Die hohe Viskosität des Mekoniums entsteht durch Produktion abnorm zähen Schleimes in den Becherzellen des Dünndarms und durch den bei exokriner Pankreasinsuffizienz unvollständigen Abbau der Proteine im Nahrungsbrei. Die teerartige Mekoniummasse füllt die distalen Anteile des Ileums, die proximalen Anteile sind dilatiert.
Symptome: Aufgetriebenes, schmerzhaftes Abdomen, Erbrechen, kein oder nur minimaler Stuhlabgang.
Therapie: besteht in Einläufen mit verdünntem Gastrografin, durch dessen osmotischen Effekt das Mekonium an Viskosität verliert und ausgeschieden werden kann. Haben die Einläufe keinen Erfolg oder droht gar die Perforation, muß umgehend operiert werden.
- Melanom
Beim Melanom handelt es sich um einen Hautkrebs. Es tritt häufig in seiner malignen Form auf. Das Melanom kommt in verschiedenen Formen vor. Es gibt weiche, harte, braune und schwarze und sie können in jeder Form auftreten. Jede Hautveränderung , die sich verändert, sollte auf alle Fälle abgeklärt werden.
Verdachtszeichen können sein (siehe auch abcd-Regel):
- Scharf umrandete oder auch unscharf umrandete Hautveränderungen, die wachsen
- Leberflecke, die schnell an Grösse zunehmen
- entzündeter Hof um einen Leberfleck
- Leberflecken , die bluten
- Jucken oder sogar Schmerzen in einem Leberfleck oder Hautmal.
- Meningitis
Eine Meningitis, auch Entzündung der Gehirnhäute, kommt generell in zwei Formen vor:
1.Viral verursacht, diese wird auch lymphozytäre Meningitis genannt
häufigsten Erreger : RNA-Viren: Poliomyelitis, Coxsackie, ECHO, FSME, Influenza, Mumps, Masern, HIV
DNA-Viren: Adeno, Herpes simplex, Varizella, CMV, EBV
2.durch Bakterien verursacht
häufigste Erreger:Kinder: Meningokokken, Hämophilus influenzae
Erwachsene: Pneumokokken, Meningokokken, Hämophilus influenzae, Listerien, Staphylokokken
Mycobacterium tuberculosis
Symptome :
- Unspezifische Prodromalstadien
- dann heftigste Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Fieber
- oft mit Bewußtseinstrübung,Lichtscheu,Übelkeit und Erbrechen,
- Lasegue,Kernig,Brudzinski positiv
Diagnose: Klinik,Liquorpunktion
Therapie:
Bakteriell: Gabe von Antibiotika. Unbehandelt Letalität 50%
Viral: Bettruhe,keine spezifische Therapie
- Meningokokken Meningitis
Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Hirnhäute durch Meningokokken. Die Erkrankung ist äusserst ansteckend und wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2-5 Tage.
Symptome:
- plötzlicher Krankheitsbeginn mit hohen Fieber und Schüttelfrost
- Starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Opistothotonus: Es handelt sich um eine starke Muskelanspannung des Rückens und anderer Muskeln, die zu einem Überstrecken des Rückens führt. Damit versucht der Körper, jedwede Bewegung der Hirnhäute zu vermeiden.
- Hyperästesie: die Patienten sind extrem empfindlich auf äussere Reize, wie Lärm oder Licht.
- Krämpfe und Lähmungen
- Benommenheit
Diagnose: diagnostische Zeichen wir Kernig, Brudzinski und Lasuegue sind positiv.
Komplikationen: Meningokokkensepsis: Hierbei kommt es zu Hautblutungen, ferner können Hirnnerven betroffen sein: Sehnerv(Nervus opticus), Gesichtsnerv(Nervus facialis) und Hörnnerv(Nervus akusticus)
- Mesenterialarterienverschluss
Die Mesenterialarterie versorgt einen grossen Teil des Darmes mit sauerstoffreichem Blut aus dem Herzen. Kommt es zu einem Verschluss dieser Arterie, wird der Darm nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und es kommt zum Infarkt.
Ursachen eines Verschluss oder einer Einengung können sein:
- Arteriosklerose
- in selten Fällen eine arterielle Embolie
Der Verschluss kann langsam vor sich gehen. Man unterscheidet hier mehrere Stadien.
1. Kommt es nur zu einer leichten Minderdurchblutung , sind in aller Regel keine Symptome auffällig
2. In diesem Stadium kommt es zu nahrungsabhängigen Schmerzen(nach dem Essen strömt vermehrt Blut und verursacht die Schmerzen
3. Es kommt zu Dauerschmerzen, die oft die Lokalisation wechseln und einem Malabsorptionssyndrom
4. Heftige Schmerzen mit beschwerdefreiem Intervall. Akuter Mesenterialarteienverschluss und -infarkt verursacht Schmerzen, Meteorismus, paralytischem Ileus, Durchwanderungsperitonitis mit akutem Abdomen
- Metabolische Alkalose
Bei der Alkalose kommt es zu einer Verschiebung des ph-Wertes auf über 7,44. Der Körper versucht ferner durch Verschiebung von Kalium in die Zellen, dem entgegenzuwirken. Hierdurch kommt es zu einem Kaliummangel. Beim Kaliummangel wird vermehrt Wasserstoff ausgeschieden, was das Blut saurer macht.
Ursachen:
- Erbrechen(Verlust von saurem Mageninhalt)
- Diuretiktherapie mit Hypokaliämie
- Zufuhr von Bikarbonat
Symptome:
- verminderte flache Atmung
- Tetanie durch Kaliummangel
- Extrasystolen am Herzen
- Metabolische Azidose
Von Azidose spricht man, wenn der ph Wert des Körpers unter 7,36 fällt.
Ursachen können sein:
- Endogene Säurebildung durch Alkoholismus, Hungerzustände, Coma diabeticum(Ketoazidose)
- Exogene Säurezufuhr
- Verminderte Säureausscheidung durch Niereninsuffizienz
- Bikarbonatverlust durch Diarrhoe
Symptome: als Kompensation versucht der Körper verstärkt Sauerstoff einzuatmen. Dies führt zur sogenannten Kussmaulschen Atmung.
Die Azidose führt immer zu einer Hyperkaliämie, da Kalium aus den Zellen in den Extrazellulärraum verschoben wird.
- Methionin
Die Aminosäure Methionin, die zu den essentiellen AS gehört, hilft, die Einlagerung von Fett in der Leber und den Arterien zu verhindern. Es unterstützt den Blutfluss zu den Nieren, dem Herzen und dem Gehirn und schützt vor freien Radikalen. Mangelerscheinungen sind Haarverlust, schwacher Hauttonus, Leberprobleme und Arteriossklerose.
- Minipille
Wirkmechanismus der Minipille:
• Hemmung der Spermienaszension durch Veränderung und Verminderung des Zervixschleims und Endometriums
• Abschwächung des mitzyklischen LH-Gipfels, Hemmung des Eisprunges in maximal 40 - 50%
Anwendung:
täglich Einnahme einer niedrigen Gestagendosis, keine Einnahmepause; die Dosis beträgt1/6 - 1/10 der Menge eines üblichen Ein-Phasen-Präparates.
Kontraindikationen:
Leberadenome, steroidabhängige Karzinome, Z.n. Chorionkarzinom, aktive Lebererkrankungen
- Morbus Addison
Beim M. Addison handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung mit Bildung von Autoantikörpern gegen die Nebennierenrinde(NNR).Der Körper versucht durch eine vermehrte Produktion von ACTH in der Hypophyse die Kortisolbildung anzuregen, weshalb bei diesen Patienten der ACTH Spiegel stark erhöht ist.
Eine Nebennierenrindeninsuffizienz kann auch akut ausgelöst werden, z.B. durch Einblutung in die NNR bei Meningokokkensepsis(Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom).
Symptome: diese treten in aller Regel erst sehr spät auf, meist erst dann, wenn 90% der NNR schon zerstört sind. Unter normalen Bedingungen merkt der Patient höchstens eine gewisse Müdigkeit und Lustlosigkeit. Bei einem manifesten M.Addison findet man:
- Schwäche und rasche Ermüdbarkeit
- Pigmentierung der Haut und der Schleimhäute(auch der Handinnenflächen)
- Gewichtsverlust
- Niedriger Blutdruck
- Dehydration
- Abdominelle Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Durchfälle oder Obstipation)
Symptome der Addison Krise(bei totalem Ausfall der NNR):
- Exikkose
- Blutdruckabfall
- Schock
- Erbrechen, Durchfälle
- Hypoglycämie
- Koma
- Pseudoperitonitis
Therapie: Patienten mit Addison Krise müssen sofort in die Klinik eingewiesen werden. Hier wird wie beim M. Addison auch Kortisol gegeben. Eine zusätzliche homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.
- Morbus Bechterew
Beim Morbus Bechterew handelt es sich um eine Entzündung der kleinen Wirbelgelenke, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt. 90% der Patienten haben einen positiven Rheumafaktor im Blut(HLA-B27)
Symptome:
- nächtliche und morgendliche Kreuz-und Gesässschmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen können
- Klopfschmerz und Verschiebeschmerz der Iliosakralgelenke(Stuhlsteigeversuch, Mennell Zeichen)
- Spondylitis mit schmerzen zwischen Lumbalen und thorakalen Bereich der Wirbelsäule
- Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule
- Thoraxumfangdifferenz nimmt ab
- Schober-Mass: Eine 10cm lange Strecke aufwärts gemessen vom 5. Lendenwirbel muss sich beim nach vorne Beugen um mind. 4 cm vergrössern. Bei M. Bechterew ist diese Strecke viel kleiner.
- Ott-Mass: Die 30 cm Distanz vom 7 Halswirbel nach unten gemessen, muss sich bei Rumpfbeugung um mind. 2 zentimeter vergrössern.
- Arthritis peripherer Gelenke
- Brustschmerzen duch Entzündung der Synchondrosen von Sternum und Rippen)
- Entzündung der Sehnenansätze(vor allem Achillessehne)
- Entzündung der Iris
Diagnose:
-HLA-B27 Nachweiss(kann aber auch bei Gesunden positiv sein),
-Röntgen: an den Gelenken sieht man Sklerosierungen und Ersionen, Syndesmophyten(Bildung von sogenannten Knochenspangen, die benachbarte Wirbel überbrücken Verkalkungen der Wirbelkörperbänder
Therapie: eine kausale schulmedizinische Therapie ist nicht bekannt. Hilfreich ist die Bechterew-Gymnastik . Erfolgreich hat sich hier die klassische Homöopathie erwiesen.
- Morbus Crohn
Es handelt sich um eine chronische Krankheit, die den Dickdarm und Endteile des Dünndarms betrifft. Es kommt hierbei zu einer Entzündung des Darmes mit krampfartigen Bauchschmerzen, Durchfällen, die teils, jedoch selten mit Blut vermischt sind und leichten Fieberschüben. Die Krankheit verläuft in Schüben, daszwischen können oft Monate ohne Symptome liegen. Oft wird fälschlicherweise eine Appendicitis diagnostiziert.
Mit zunehmender Erkrankung ist der ganze Darm betroffen und es können sich Fisteln ausbilden, die eitriges Sekret absondern. Der Darm vernarbt und es kann zu starken Verengungen führen. Die Fisteln sind oft das erste Symptom eines M. Crohn.
Bei der Abtastung des Bauches spürt man oft eine Resistenz im rechten Unterbauch.(DD Appendicitis!!)
Durch die Vernarbung des Darmes kommt es mit zunehmender Krankheit zu einem Malabsorptionssysndrom.
Die Ursache ist unbekannt. Man diskutiert eine Autoimmunkrankheit oder eine Störung der Immunregulation. Der Morbus Crohn wird wie die Colitis ulcerosa zu den psychosomatischen Krankheiten gezählt. Therapeutisch ist deshalb eine klassisch homöopathische Behandlung zu empfehlen.
- Morbus hämorrhagicus neonatorum
Bei der Frühform kommt es zwischen dem 2. und 5. Lebenstag bei ansonsten gesunden Neugeborenen zu Blutungen. Diese betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt oder das zentrale Nervensystem. Bei mütterlichen Risikofaktoren (Medikamente wie Cumarin, Diphenylhydantoin, Primidon, Phenobarbital, Antibiotika oder Laxanzien) kann es jedoch schon am ersten Lebenstag zu Blutungssymptomen kommen
Die Spätform der Vitamin-K-Mangel-Blutungen tritt zumeist nach der 2. - 6. Lebenswoche auf. Zumeist handelt es sich um vollgestillte, männliche Säuglinge.
Wegen des geringen Vitamin-K-Gehalts der Muttermilch kann sich bei gestillten Kindern der physiologische Vitamin-K-Mangel noch verstärken und somit Blutungen auslösen.
Diagnose: PTT, PTZ und Blutungszeit sind verlängert, die Faktoren II, VII, IX und X sind erniedrigt.
Therapie: Als Prophylaxe wird schulmedizinisch Vitamin K s.c. oder p.o. am 1., 5. und 28. Lebenstag nach der Geburt verabreicht.
Risikofaktoren:Früh- und Mangelgeburt, Geburtskomplikationen, Fütterungsbeginn nach 12 Stunden, längerdauernde parenterale Ernährung, Malabsorption, Cholestase, Enteritis.
- Morbus Wilson
Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die zu einer krankhaften Speicherung von Kupfer in Leber und Stammganglien führt. Die Krankheit tritt zunächst meist im Kindesalter auf und manifestiert sich erst an der Leber.
Normalerweise wird Kupfer an Coeruloplasmin gebunden. Dieses Eiweiss ist im blut bei den Betroffenen stark vermindert. Da freies Kupfer toxisch ist, wandert es rasch ins Gewebe und wird dort abgelagert. Primär wird das Kupfer in der Leber und den Stammganglien abgelagert.
Symptome:
- Zunächst als Fettleber, später Hepatitis und Leberzirrhose
- nach dem 10. Lebensjahr: Parkinsonähnliche Symptome wie Rigor, Tremor, Dysarthrien
- am Auge findet man den Kayser-Fleischer Kornealring(goldbraun-grüne Verfärbung des Kornealringes)
- in seltenen Fällen kann es zu Nierenfunktionsstörungen, Anämien und Herzerkrankungen kommen.
Therapie: wichtig ist eine Kupferarme Diät. Die Patienten werden meist schulmedizinisch behandelt. Eine ergänzende homöopathische Behandlung ist unbedingt zu empfehlen.
- Mukoviszidose
Es handelt sich um eine Erbkrankheit, bei der es zur Bildung zäher Schleimsekrete im Bronchialsystem, Dünndarm, Pankreas, Gallenwegen und Schweissdrüsen kommt.
Symptome:
- Atemwege: Die Patienten leiden an rezidivierenden Infekten der Bronchien mit Husten, Auswurf. Es kann auch zu Bronchiektasen kommen. Später besteht die Gefahr eines Bluthochdruckes durch eine Lungenstauung. Durch die vermehrte Schleimproduktion kommt es zu einer angestrengten Atmung.
- Darm:Mekoniumileus bei der Geburt
- Bauchspeicheldrüse: Exokrine Pankreasinsuffizienz mit Maldigestion und chronischen Durchfälle
- Galle: es kann sich eine bihiläre Zirrhose entwickeln
Die Kinder gedeihen sehr langsam, nehmen nicht zu genügend zu. Hier sollte man an eine Mukoviszidose zumindest denken, da die Krankheit immerhin bei jeder 2000sten Geburt auftritt.
Komplikationen: Der zähe Schleim bildet den idealen Nährboden für Bakterien, wie Pseudomonas, Staphylokokken und Haemophilus influenza, so dass es immer wieder zu Lungenentzündungen kommt. Auch Bronchiektasen und Atelektasen bilden sich aus.
Therapie: da es sich um eine angeborene Störung handelt, besteht die schulmedizinische Behandlung in Linderung der Symptome. Eine zusätzliche klassisch homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.
- Multiple Sklerose
Die MS gehört zu den häufigsten Nervenerkrankungen überhaupt. In Mitteleuropa erkranken etwa 30-70 Personen/100.000 Einwohner. Die Krankheit ist in nördlichen Breitengraden sehr viel häufiger als in südlichen. Am Äquator kommt sie sehr selten vor. MS tritt meist zwischen dem 20-40 Lebensjahr auf und betrifft häufiger Frauen.
Bei der MS kommt es zu Markscheidenverfall, Gliawucherungen der Nerven des ZNS, die je nach Lokalisation zu unterschiedlichen Symptomen führen
Ursachen: noch unklar, diskutiert werden Slow Virus Infektion oder Autoimmunerkrankungen
Symptome:
typische Charcot Trias:
- 1.Nystagmus(Augenzittern)
- 2.Skandierende Sprache(langsame Sprache, der Patient buchstabiert förmlich)
- 3.Intentionstremor(Zielbewegungen verursachen Zittern
- Hirnstammsymptome mit Augenmuskellähmungen, Blickparesen und Schluckstörungen
- fehlende oder stark abgeschwächte Bauchhautreflexe
- Sensibilitätsstörungen und Parästhesien
- Neuritis des Nervus opticus mit Nebelsehen, etc.
- Blasen-Mastdarmstörungen
- in späterem Stadium: hirnorganisches Psychosyndrom
- spastische Lähmungen
Der Krankheitsverlauf erfolgt in Schüben, die Wochen anhalten können. Zwischen den Schüben können Jahre liegen.
Therapie: In der Schulmedizin werden Kortison eingesetzt, um die Schübe zu verkürzen, ansonsten keine kausale Therapie bekannt.Zu empfehlen sind naturheilkundliche Therapien und klassische Homöopathie.
- Muttermilch
| Inhaltsstoffe | Muttermilch | Kuhmilch |
| Proteine | 1,2% Casein : Molkenprotein 30 : 70 | 3,3% Casein : Molkenprotein 80 : 20 |
| Kohlenhydrate | 3,5% ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure | 3,5% gesättigte Fettsäuren |
| Fette | 7,0%, vor allem Laktose | 4,8% |
| Salze | 0,2%, wenig Natrium | 0,7%, reich an Natrium |
| Sonstiges | Antikörper IgA(50mg/100ml), Lysozym, Laktoferrin | |